Fig-. 253. Xanthium cchinatum Murray, im Weichselgebiet.Phot. Reallehrer Paschke, Dirschau (Westpreussen).
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kegelförmig-pfriemlich, sehr steif, beim Trocknen den rundlichen Querschnitt beibehaltend.Stengel aufrecht, ästig, häufig rot oder braun gefleckt. Laubblätter rundlich bis eiförmig,3-lappig, mit stumpflichen, kleingelappten, gezähnelten Lappen, am Grunde gestutzt oderkeilförmig(nichtherzförmig),ober-seits dunkelgrün, unterseits hellerund etwas bläulich, auf beidenSeiten (oder wenigstens unterseits)mit + zahlreichen, fast sitzenden,gelbbraunen Drüsen besetzt.Männliche Köpfe kegelförmig,6 bis 8 mm breit. Blüten grün-lich, dicht drüsig. Fruchthüllebei der Reife gelb- bis dunkel-braun, im Herbst zuweilen pur-purrot überlaufen, etwa 2 bis2y2mal solang als dick, (16)20bis25 mm lang, eiförmig-ellipsoidisch,steifhaarig, mit sehr dicht stehen-den, schlanken Stacheln (diese solang wie der Durchmesser der
Scheinfrucht und bis unter die hakige Spitze fast gerade) und mit stark nach einwärtsgekrümmten Schnäbeln (Fig. 254 e). — VII bis IX.
Hie und da auf Schuttstellen, an Wegrändern, am Seestrande, an Strom- undHaff ufern, auf feuchtem Sandboden; stellenweise fast eingebürgert, an anderen Ortenadventiv und vorübergehend.
In Deutschland besonders im Gebiete der grossen Flussläufe, wie an der Elbe (von Böhmen zer-streut bis Hamburg [seit 1850 beobachtet]. Mit Eibkies auch nach Stendal verschleppt; hier aber nach 3 Jahrenwieder verschwunden!), im Gebiete der Oder (in Schlesien zwar nur im untersten Odertal von Rotenburg bisNeustadt; verschleppt bei Görlitz), Netze, Warthe, im Gebiete der Weichsel (hier seit 1864 beobachtet) undder Nogat, auf dem Frischen Haff, auf der Halbinsel Heia. Ausserdem vereinzelt adventiv in der Rheinprovinz(bei Bingerbrück und Krefeld), im nördlichen Bayern (am Main bei Kitzingen [hier während mehrerer Jahre be-obachtet] aus einer benachbarten Rosshaarspinnerei stammend, bei Heidingsfeld [1908,1909], bei Bamberg [1908,1911, 1912]. am Main bei Sand, Untereuerheim),in Berlin (seit etwa 1830), bei Luckenwalde in der Provinz Brandenburgusw. — In Oesterreich zerstreut in Böhmen (an der Elbe zwischen Raudwitz und Tetschen, an der unterenMoldau, bei Kralup und Welwarn), in Mähren (Powel bei Olmütz), in Oberösterreich (Linz), häufiger im Küsten-land. — In der Schweiz bei Langendorf (hier 1907 mit ungarischer Wolle eingeschleppt) und bei Oberdorf(1908) im Kanton Solothurn, bei Tägerweilen (1902 auf einem mit Rosshaarabfällen gedüngten Kartoffelacker),bei Orbe und bei Agno am Luganersee (1897). (Dr. Hegi).
Allgemeine Verbreitung: Nord-, Zentral- und Südamerika; eingeschleppt inMittel- und Südeuropa (von der Provence und von Deutschland ostwärts).
Aendertab: var. laciniätum Ascherson. Laubblätter fiederteilig. Abschnitte schmal-lineal (Stolpe ander Oder in Brandenburg). — Neuerdings hat G. Bitter (Abhandl. der Nat. Ver. Bremen XIX [1908] Heft 2,pag. 291) eine Form mit ungeflecktem Stengel (= Italicum Rasse viridicaüle instriätum G. Bitter)beschrieben. Daselbst stellt Bitter auch die Rassen „rubricaüle rubristriätum" und „viridicaüle rubristriätum"auf,' wobei sich zwischen der Pigmentierung und der Entvvicklungsdauer die bemerkenswerte Korrelation zeigt,dass, je grösser der Pigmentgehalt, desto kürzer die Entwicklungsdauer der betreffenden Rasse ist. Uebrigensvariiert X. echinatum in der Grösse und in der Behaarung der Scheinfrüchte sehr stark. So zeichnet sich nachThellung die deutsche Pflanze (X. riparium Lasch) im allgemeinen von den amerikanischen (X. echinatumMurr.) und von den südeuropäischen Exemplaren (X. Italicum Murr.) durch die Kleinheit aller Teile aus. Beider f. microcarpum Thellung aus Berlin erreichen die Scheinfrüchte inkl. Schnäbel nur eine Längevon ca. 16 mm.