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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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knöpf chen. Fig. 250b bis h. Ausdauernd (in der Kultur meist einjährig), steifästig. Aeste geflügelt, filzig,+ weissgrau. Laubblätter herablaufend. Köpfchen mittelgross, einzeln an den Zweigenden, homogam. Hüll-blätter trockenhäutig, mehrreihig, blumenblattartig, perlmutterweiss, am Rande gefranst, länger als die gelben,später schwärzlichen, röhrigen Scheiben-blüten. Spreublätter vorhanden (Fig. 250 d, e).Blütenboden gewölbt (Fig. 250 c). Blüten zwit-terig. Pappus kurz, becherförmig, abgestutzt(Fig. 250g). Frucht 4-kantig (Fig. 250h).Heimat: Australien (Neusüdwales). Wird alsImmortelle" zu Dauerkränzen benützt. Ge-legentlich auch aus Gärten, an Strassen undHecken verwildert, so bei Hamburg, Nürnberg(1888) und bei Buchs (Kanton St. Gallen)beim Bahnhof und am Bahndamm (hiernach Sehn y der von der österreichischenBahnbehörde angesät!). Seltenere Zier-pflanzen sind: Tarchonänthus campho-rätus L.,Totenstrauch", aus Südafrika undAbessinien. Grosser, nach Kampfer riechenderStrauch, der sich für Kalthäuser und für denWintergarten oder als Kübelpflanze fürs Freieeignet. Phaenöcoma proli'fera Don.,aus Südafrika. Strauchig. Köpfchen mitrosa- oder purpurroten Hüllblättern. Kalt-hauspflanze. Heli'pterum ManglesiiF. v. Müller (= Roccardia Manglesii Voss,= Rhodänthe Manglesii Lindl.), aus Australienund verwandte 1- und mehrjährige Arten ausAustralien. Köpfe mit blumenblattartigenHüIl-blättern. Waftzia cory mbös a Wendl.,aus Australien. CalocephalusBröwnii(Cass.) Ferd. r. Müller. Weissfilzig behaarterStrauch aus Australien. Podolepis grä-cilis Grah. aus Westaustralien, P. canes-cens A.Cunn., P. acuminäta R.Br. aus Süd-australien. Zu der Gruppe der sogenanntenAuferstehungspflanzen" gehört Odonto-spermum aquäticum (Coss. et Dur.) O.

Hoffmann (= Asteriscus aquaticus Less., = Buphthälmum aquäticum L., = Saulcya hierochüntica Michon),aus dem nordafrikanisch-westasiatischen Wüstengebiet. Diese auch alsRose von Jericho" (vgl. Bd. IV,pag. 70) bezeichnete stengellose, einjährige Wüstenpflanze besitzt vermöge ihres hygroskopischen Mecha-nismus die Eigenschaft, ihre Hüllblätter in der Trockenheit zu schliessen (um das Herausfallen der Früchte beider für die Keimung ungünstigen Witterung zu verhindern) und in feuchter Luft wieder auszubreiten. Bringtman die verholzten, ganz vertrockneten, toten Pflanzen in lauwarmes Wasser, so öffnen sich nach 5 bis10 Minuten die bisher geschlossenen Hüllblätter. Adventiv wurde diese Art gelegentlich in der Schweiz (BahnhofZürich, Malzfabrik Solothurn) beobachtet.

DCCXXXXV. Sflphiuitl 1 ) L. Kompasspflanze. Engl.: Rosin weed, rosin plant.

Die Gattung umfasst 13 durchwegs nordamerikanische und mexikanische Arten. Kultiviert findetman nicht selten ausser nr. 450 S. lacinidtum L. (= S. spieätum Poir., = S. gummfferum EH.), eine stattliche,1 bis 4 m hohe Staude mit fast blattlosem, stielrundem Schafte, mit 30 bis 60 cm langen, langgestielten, einfach

') Vom griech. oUcpiOV [silphion] von Linne auf unsere Pflanze übertragen. Das libysche Silphionder alten Griechen, eine überaus interessante Gemüse- und Heilpflanze, kam früher in der nordafrikanischenLandschaft Kyrenaika vor; sie lieferte das wertvolle ProduktOpos". Nach den Untersuchungen von ElseS tränt z. Zur Silphionfrage, Dissertation, Zürich 1909, ist darunter eine demPersischen Silphion" (Narthexäsa feetida Falconer) nahestehende Umbellifere zu verstehen (Dr. Hegi).

Fig. 250. Anaphalis margaritacea (L.) Bentham et Hooker. a Habitus(1/3 natürl. Grösse). Ammobium alatum K. Br. b Blühender Spross(obere Hälfte), c Längsschnitt durch das homogame Köpfchen, d Blütemit Spreublatt, e Spreublatt. / Blüte, g Frucht mit Pappus. h Quer-schnitt durch die Frucht.