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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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angedrückt flaumig, deutlich gerippt. Pflanze von angenehmem, an Melissen erinnerndemGeruch. VII bis IX.

Zerstreut auf Sumpfwiesen, in feuchtem Ufergebüsch, auf Flusskies, an Wald-rändern. Einzig in der Schweiz und ganz vereinzelt im südlichen Baden (vgl. Fig. 238).

In Deutschland im südlichen Baden (durch den Rhein aus der Aare herabgeschwemmt) bei Neuen-burg, Weinstetterhof, Müllheim, Philippsburg und Faule Waag bei Achkarren am Kaiserstuhl. In der Schweizvereinzelt an der Rhone bei Genf, am Genfersee (z. B. bei Aubonne, Chaulnis, Montreux, Vevey), im unterenWallis (St. Maurice, Vionnaz, Chäble-Croix, Muraz, Colombey), an der Saane bei Chateau d'Oex, Rossiniere,im Kanton Freiburg (Gotteron, an der Gläne, um Freiburg), an zahlreichen Stellen im Gebiete der Aare (von Thun

und der Kandermündung abwärts über Belpmoos, Bern;Kappelen, Radolfingen, Aarberg, Busswil, Dotzingen,Grenchen,Aarburg[Ruppoldingerinsel],Oftringen,Ober-gösgen, Wöschnauerli, Biberstein, Auenstein, SchlossWildenstein, Schinznach bis Reuenthal bei Koblenzam Rhein), ausserdem im unteren Schwarzwassertal imKanton Bern, bei Yvonand und bei Marin am Neuen-burgersee (am letzteren Orte vermutlich durch die Aareeingeschleppt), isoliert östlich von Giswil in Obwalden,bei Buchs ob Dagmersellen und am Sempacherseezwischen Eich und Schenkon im Kanton Luzern,beim Wengibad nächst Aeugst, bei Maur am Greifen-see, bei Hürden am oberen Zürichsee und neuerdingsbei Rümikon bei Winterthur (Dr. Hegi).

AI lgemeine Verbreitung: Nord-ostspanien, südöstliches Frankreich (Isere-und mittleres Rhongebiet), Savoyen, Schweiz,Baden.

Inula Vaillantii ist eine westmediterrane bezw.südostfranzösische Pflanze mit verhältnismässigkleinem Verbreitungsareal, die auch auf die schwei-zerische Hochebene übergreift, um nach Osten hinallmählich zu verschwinden. Von der Aare aus (imJurazug fehlt die Art) gelangte sie durch den Rheinnach Oberbaden. Siegrist zählt sie im Aaregebietzu den Bestandteilen des Niederwuchses derErlen-Weiden-Au" ähnlich wie Arum maculatum, Alliumursinum, Saponaria officinalis, Anemone ranunculoidesund A. nemorosa, Rubus caesius, Aegopodium Poda-graria, Primula elatior, Pulmonaria officinalis, Stachvssilvaticus, Scrophularia nodosa, Solidago serotina (Bd. VI, pag. 412) etc. Einzelne isolierte Standorte dürftenvielleicht durch Verschleppung der Früchte durch Wasservögel zu erklären sein (Dr. Hegi).

436, Inula Germanica L. (= I. micranthos Poir., = I. fasciculata Gilib., = I. praeälta

Dumort., == I. Orientälis Frivaldsky, = Pulicäria Germanica Presl = Aster corymbösus

Moench). Deutscher Alant. Fig. 242 a bis c und Fig. 238.

Pflanze 30 bis 80 cm hoch, ausdauernd. Wurzelstock stielrund, kriechend, be-schuppt. Stengel aufsteigend oder aufrecht, am Grunde beschuppt, besonders oberwärtsseidig-wollig, meist einfach. Laubblätter oberseits kurzhaarig rauh, unterseits (besondersan den Nerven) locker langhaarig und drüsig; die untersten länglich, gestielt, zur Blütezeitbereits vertrocknet, die übrigen länglich-elliptisch bis lanzettlich, stumpflich, ganzrandig,mit breit-herzförmiger, halbstengelumfassender Basis sitzend. Köpfe zahlreich, 10 bis 11mmbreit, kurz gestielt in einer dichten, endständigen Doldentraube stehend. Hülle zylindrisch-eiförmig. Hüllschuppen mehrreihig, regelmässig dachig angeordnet; die äusseren eiförmig,

Fi£. 242. Inula Germanica L. a Habitus (!/3 natürl. Grösse)

b Randblüte. c Röhrenblüte. I n ul a Vai 11 ant ii (All.) Vill

d Habitus ('/3 natürl. Grösse), e, f Hüllschuppen.