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bis 2849 m), in Tirol (Pfossental bei Schnals) bis 2840 m, in Bayern bis 1900 m. Gernauf Sandboden.
Allgemeine Verbreitung: Nord- und Mitteleuropa (nördlich bis zum Nordkap,südlich bis in den nördlichen Teil der Iberischen, Apenninen- und Balkanhalbinsel); Sibirien,Kaukasien, Armenien; Nordamerika.
Aendert ab: f. Gällica Camus. Laubblätter (mit Ausnahme des Randes) schon in der Jugend ganzkahl. — f. boreälis Camus. Laubblätter (wenigstens in der Jugend) ober- und unterseits dicht filzig, mit-unter oberseits schwächer behaart und nur flaumig (f. di'scolor [Rouy] Beauverd); die älteren oft oberseitsverkahlend. — f. corymbösa Hartmann (= f. elatior G. Froelich). Pflanze höher, oberwärts langästig-doldenrispig.
Diese zierliche Pflanze, von der die weiblichen und zwitterigen Individuen ein ziemlich verschiedenesAussehen aufweisen, gehört zu den charakteristischen Bewohnern der echten Heide gleichwie Nardus stricta,Deschampsia flexuosa(Bd. I, pag. 245), Potentilla silvestris, Euphrasia gracilis und E. stricta, Melampyrum pratense,Hieracium Pilosella etc. Bezüglich ihrer Standorte ist sie jedoch keineswegs wählerisch und sehr anspruchslos,also „oligotroph." Sie er-scheint auch in lichtenWäldern, auf trockenenWiesen und selbst aufAlpenmatten, meidet je-doch feuchte und nähr-stoffreiche Böden, soauch die Marschwiesen.Auf kalkfreier Unterlagescheint sie entschiedenhäufiger zu sein, fehltaber auch auf reinemKalk keineswegs voll-ständig. An geeignetenStellen bildet die Pflanze,die also als ausgespro-chener Magerkeits-,Tro-kenheits- und Humus-zeiger zu bezeichnen ist,dichte und reine Kolo-nien, die keine anderenPflanzen neben sich auf-kommen lassen. DurchDüngung wird sie ver-trieben. Am Meeres-strand erscheint das„Edelweiss der Dünen"
das beinahe den Charakter einer Alpenpflanze hat, auf der „grauen" Düne sowie in den Dünenmooren.—Früherwurden die Blüten als (Flöres Gnaphälii s. Pilosellae älbae sive Pedis cäti) gegen Lungenleidenangewendet. — Eine dickfilzige, silberweisse Form (f. tomentösa hört.) wird in der Teppichgärtnerei ver-wendet. Weiter wird die Pflanze gern zu „Immortellenkränzen" benützt.
424. Antennaria Carpätica (Wahlenb.) Bluff et Fingerh. (= Gnaphalium CarpaticumWahlenb.,' = Gnaphalium alpinum Sturm nee L.). Karpaten-Katzenpfötchen.
Fig. 234 a bis c.
Pflanze 5 bis 15 cm hoch, ausdauernd. Wurzelstock walzenförmig, schief, mehr-köpfig, keine Ausläufer treibend. Stengel aufrecht, bis zum Blütenstand einfach, lockerwollig-behaart, beblättert. Laubblätter beiderseits locker wollig-filzig, ganzrandig, 3-nervig;die grundständigen lanzettlich bis verkehrt-eilanzettlich, spitz oder die äussersten stumpf.Stengelblätter länglich bis lanzettlich, spitz. Köpfchen 6 bis 8 mm lang, zu 2 bis 6 in einer
Fig. 231. Antennaria dioeca (L.) Gaertner. Phot. -j- Dopfer, München.