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feuchtem Gebüsch, in Auenwäldern, Kiesgruben, Dorfgärten, Strassengräben verwildertund eingebürgert.
In Deutschland mehrfach in Bayern (um Lindau, bei Wasserburg, Illerauen bei Kempten, an derWertach. am Lech, Würmsee, um München, bei Kiefersfelden, an der Donau bei Günzburg, Neuburg, Regensburgbis Donaustauf, Nürnberg, Sickershausen, Bamberg, Oberlangenstadt an der Rodach, Weisbach und Haselbachin der Rhön, in der Pfalz bei Wachenheim, Speyer, Germersheim, Knittelsheim, Zweibrücken), in Württemberg(am Neckar von Heilbronn bis Tübingen, an der Enz bei Besigheim, Vaihingen, an der Aach bei Blaubeuren,Herrlingen, Weilen, Sattenbeuren), in Baden (bei Ueberlingen, Dürrheim, Lahr, an der Schutter, bei Rheinweiler,Freiburg, an der Kinzig, bei Offenburg, um Karlsruhe, im Neckargebiet etc.), am Rhein, Main, an der Mosel, Nahe,Sieg, in Brandenburg, in Westfalen (Brackel), an der Weser (bei Höxter), in Schlesien (Breslau, Sprottau, Sagan,Glogau, Görlitz), in Ostpreussen (Kleinheide), in Westpreussen (Zarnowitz, Karlekau, Miruschin, Polzin, Less-nau etc.). In Oesterreich angeblich in Mähren (Saitz), Böhmen (Tetschen a. E., Bodenbach, Teplitz, Budweis,Opocno), in Vorarlberg (Feldkirch, Frastanz, Bregenz, Höchst etc.). In der Schweiz bei Rheineck, um Zürich,am Zürichsee, bei Langwiesen, am Untersee etc.
DCCXXXII. Erigeron 1 ) L. Berufskraut. Franz.: Erigere, vergerette; engl.:
Fleabane; ital.: Asterano, ceppica.
Einjährige oder ausdauernde, kahle bis behaarte oder drüsig-behaarte, krautige Pilanzenmit ungeteilten, wechselständigen Laubblättern. Stengel aufrecht oder aufsteigend, kahl, behaartoder drüsenhaarig. Köpfchen reichblütig(bis über 100), einzeln und endständig oder zu Traubenvereinigt. Hülle 2- bis 3-reihig, dachziegelig, mit lanzettlichen, häutigen, aufrechten Hüll-blättern („Anthodialschuppen"). Scheibenblüten lineal oder beinahe fädlich, röhrig, zwitterig(Taf. 260, Fig. 4 b). Randblüten mehrreihig, pfirsichrot, lila bis weiss, doch auch orangegelb,weiblich, entweder die inneren engröhrig, fast fädlich (Fig. 223 r) und die äusseren zungen-förmig, oder aber alle zungenförmig (Taf. 260, Fig. 4 a); selten Zungenblüten ganz fehlend.Anhängsel der Griffelschenkel meist kurz dreieckig. Pappus 1-reihig, aus einfachen, zer-brechlichen, leicht abfallenden Haaren bestehend (Taf. 260, Fig. 2 a). Blütenboden nackt.
Die Gattung umfasst über 170 Arten. Von diesen ist der grösste Teil in Nordamerika heimisch; inNeuholland kommen 5 Arten, in Europa gegen 20 Arten vor. Der Rest verteilt sich auf Asien und Südamerika.In den Anden von Südamerika gibt es Formen von dicht polsterförmigem Wuchs (z. B. E. pulvinätus Wedd.).
Die Gattung zerfällt in folgende Sektionen: 1. Orithröphium (H. B. et Kth.) Hoffm. mit pfriemlichemAnhängsel der Griffelschenkel. In den südamerikanischen Anden. 2. Leptostelma (D.Don) Hoffm. Blüten-boden grubig mit gewimperten Grubenrändern. Hieher: E. maximus (D. Don) Link et Otto in Asien. 3. Euerf-geron (DC). Alle weiblichen Blüten zungenförmig, die Hülle deutlich überragend. Weibliche Fadenblüten fehlend.Hauptsächlich amerikanische Arten. Vierhapper gliedert die mitteleuropäischen Arten dieser Sektion in zwei„natürliche" Gruppen, in die Sektion Pleiocephali mit meist mehreren Köpfen (hieher E. polymorphus) undin die Monocephali (hieher E. uniflorus). E. neglectus ist vielleicht aus der Hybride E. alpinus und E. uni-fiorus hervorgegangen (vgl. pag. 440). 4. Trimorphäea (Cass.) DC. Weibliche Blüten teils engröhrig, so langwie die Scheibenblüten, teils zungenförmig; in jedem Köpfchen demnach dreierlei Blüten: Zwitterig-röhrige,weiblich-engröhrige (sog. „Fadenblüten") und weiblich-zungenförmige (Fig. 223d bis m und r bis u). Hauptsächlichin Asien und in Europa. 5. Caenötus Nutt. Weibliche Blüten alle zungenförmig. Strahlblüten kurz, die Hüllekaum überragend. Meist amerikanische Arten. Hieher u. a. E. Canadensis (pag. 445).
Von der nächstverwandten Gattung Aster unterscheidet sich die Gattung Erigeron vor allem durchdie mehrreihigen (bei Aster einreihigen), schmal-linealen, beinahe fädlichen Zungenblüten. Ein wichtiges Unter-scheidungsmerkmal der einzelnen, oft schwer zu trennenden Formen bildet das Vorkommen oder das Fehlen vonweiblichen Fadenblüten. Zu diesem Zwecke ist es notwendig, ein Köpfchen aufzulösen und sämtliche Blütenauf Papier auszubreiten. Bei einzelnen Arten (E. alpinus, acer, Atticus) kommen nämlich in einem Köpfchenneben den zwitterigen Scheibenblüten, die als Urform angesehen wird und neben den weiblichen Zungenblütenvon der „Dauerform" noch eine Reihe weiterer Formen von Blüten vor (Fig. 223 d bis m und r bis u). Bei
') Bei Dioscorides Name vom Baldgreis (Senecio vulgaris). Zusammengesetzt aus dem griech. fiQi[cri] = früh und yigov [geron] = Greis, also Baldgreis, so genannt wegen der bald nach dem Blühen erscheinendenweissen Haarkrone der Früchte. — Bearbeitet unter Mitwirkung von Prof. Hegi.
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