353
■n
Tafel 258.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Eupatorium cannabinum (pag. 386). Blüten-
Fig.2d. Reife Frucht ohne Pappus.
spross.
„ 3. Solidago Virga-aurea (pag. 390). Blütenspross.
, la. Blütenköpfchen.
„ 3 a. Strahlblüte.
, Ib. Längsschnitt durch dasselbe.
„ 3 b. Scheibenblüte.
, lc. Einzelblüte.
„ 3 c. Frucht ohne Pappus.
, Id. Frucht.
„ 4. Bellis perennis (pag. 394). Habitus.
, 2. Adenostyles glabra (pag. 388). Blütenspross.
„ 4a. Strahlblüte.
, 2 a. Einzelblüte.
„ 4b. Scheibenblüte.
, 2b. Köpfchen.
„ 4 c. Frucht.
, 2 c. Frucht mit Pappus.
Die mitteleuropäischen Formen der Campanula rotundifolia lassen sich am besten folgendermassengruppieren (vgl. Witasek J. Ein Beitrag zur Kenntnis der Gattung Campanula. Abhandl. der k. k. zool.-bot.Gesellsch. Wien, Band I, Heft 3, Wien 1902): 1. subsp. rotundifolia (L.) Witasek. Stengel aufsteigend oderaufrecht, unten ringsum feinflaumig, oben traubig- oder rispig-ästig, die Aeste nicht schlängelig hin- und her-gebogen. Grundblätter lang gestielt; die äusseren nierenförmig, die folgenden herzförmig, gekerbt. Stengel-Matter lanzettlich bis lineal; die untersten oft auch breitlanzettlich. Kronzipfel etwa halb so lang wie dieBlumenkrone, aufrecht oder abstehend. Blumenkrone blaulila, glockig, bis zu '/s in eiförmige Zipfel gespalten(Die allgemein verbreitete Unterart). Aendert weiter ab: var. linearifölia (Dum.) Hayek (= var. parviflöraLange, = var. Morävica Spitzner). Stengel zahlreich, steif. Stengelblätter dicht gedrängt, steif. Blüten kleiner(An trockenen, sonnigen Stellen, Mauern, Felsen). — var. stn'cta Schumacher (= var. mfxta Dum.). Pflanzehochwüchsig. Untere Stengelblätter verbreitert, deutlich gestielt, schlaff (An humösen Stellen). — var. ovataPeterm. Alle Stengelblätter breit-lanzettlich bis fast rundlich. — var. alpi'cola Hayek. Pflanze niedrig,kräftig. Stengelblätter fast sitzend. Blüten gross (In der alpinen Region). — var. velütina DC. Ganzerflanze dicht abstehend-kurzhaarig (Sehr selten in Tirol bei Maierhofen im Zillertale und in der Schweiz).- 2. subsp. solstitiälis (Kern.) Witasek. Pflanze einstengelig. Stengel niedrig, kräftig, unten ringsum flaumig,höchstens 20 cm hoch. Grundblätter langgestielt, herzförmig-rundlich, gekerbt. Stengelblätter zahlreich; dieuntersten eiförmig bis lanzettlich, gestielt, die übrigen lineal-lanzettlich bis lineal, gestielt, mit am Grunde meistgewimperten Blattstielen. Blüten wenig zahlreich, in einer einfachen, einseitswendigen Traube, ziemlich gross,dunkel blauviolett. Kelchzipfel schmal-lineal, aufrecht, kürzer als die halbe Blumenkrone. Nähert sich durch diedunklere Blütenfarbe, die Bewimperung an den Blattstielen und durch den einseitswendigen Blütenstand etwas derC. Scheuchzeri (Nur auf dem Jauerling in Niederösterreich). — 3. subsp. confertifolia (Reuter) Witasek. Stengelmehrere, rasig, aufsteigend, niedrig, unten ringsum flaumig. Stengelblätter alle am Stengelgrund zusammengedrängt;untersten breit lanzettlich bis fast rundlich, die übrigen lanzettlich, die unteren deutlich gestielt. Blütenstand arm-lutig, rispig oder traubig, oft etwas einseitswendig. Blüten kurz gestielt. Knospen aufrecht. Kelchzipfel kurz, aufrecht,cnmallanzettlich. Blumenkrone gross, tief violettblau (Nur in der Schweiz auf der Dole im Jura, ferner angeblichdem Saleggio und Generoso im Tessin; ausserdem an der Südseite des Col de Fenetre und in den Corbieres in denostlichen Pyrenäen). — 4. subsp. Pennina (Reuter) Witasek. Stengel zahlreich, niederliegend, niedrig, untenflaumig. Laubblätter alle oder fast alle grundständig Stengelblätter fehlend oder spärlich, lineal bis borstlich.latter eiförmig bis rundlich, schwach herzförmig, gekerbt. Blüten einzeln oder in armblütigen Trauben.Ie le lang und dünn. Blumenkrone weitglockig, gross, mit breiten Lappen (Nur in der Schweiz im Wallis beiS öt. Pierre und bei der Cantine de Proz am Fuss des grossen St. Bernhard). — 5. subsp. racemösa (Kras.)' \~ C. rotundifolia var. tenuifolia Posp.). Stengel aufrecht, liegend oder überhängend, schlank, unten ringsum'S tus fast kahl. Grundblätter zur Blütezeit meist schon vertrocknet, lang gestielt, herzförmig, spitz, ge-■ Stengelblätter zahlreich; die untersten breit lanzettlich bis rundlich, lang gestielt, die folgenden schmal
. die oberen lineal, alle schlaff, oft gekrümmt, in den ziemlich langen Stiel allmählich verschmälert. Blüten-stand arrnblütiu- K". , s D 's zusammengesetzt traubig, mit zarten, langen Blütenstielen. Blütenknospen aufrecht. Blüten meist
, . ' ^ c ZI P fel dünnborstlich, etwa halb so lang wie die Blumenkrone, aufrecht, abstehend oder selbst zurück-K'rnt g n" ' Umenkrone meist ziemlich klein, lila. An Felsen in Steiermark (Graz, Neumarkt, Weitenstein, Wollen),stein 6 Gl entSChach ' C °mmenda-Rechberg), Krain (Trifail, Ratschach) und Niederösterreich (Mödling, Guten-f Z ' ler in Uebergangsformen zu praesignis); ferner in der nördlichen Balkanhalbinsel. — 6. subsp.I S ( ec ) Hayek. Stengel zahlreich, schlaff, liegend, aufsteigend oder überhängend, reich ästig, am
aumig bis fast kahl. Grundblätter lang gestielt, rundlich herzförmig, grob gesägt, zur Blüte-vertrocknet. Stengelblätter zahlreich; die unteren lanzettlich, in den deutlichen Stiel ver-schmälert, die oberen lineal-lanzettlich bis lineal. Blütenstiele verlängert, meist schlängelig hin- und hergebogen.
Heg-i, Flor». Bd. VI.
23