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liederlappig mit grossem, eiförmigem, rundum gekerbtem End- und eilänglichen, stumpfen,gekerbten Seitenlappen, die folgenden leierförmig-doppeltfiederspaltig mit eingeschnittenemEndabschnitt, die obersten einfach-, seltener doppelt-fiederteilig, mit lineallanzettlichen,ganzrandigen, spitzen Abschnitten und vorgezogenem Endzipfel. Köpfchenstiele dicht ange-drückt kraus-flaumig. Köpfchen 1,5 bis 3,5 cm breit. Hüllblätter lineal-lanzettlich, dichtflaumig,kürzer als die Blüten. Blüten blassgelb; die randständigen grösser und strahlend. Früchte3 mm lang, tief 8-furchig, wenig behaart (Fig. 166 h). Saum des Aussenkelches 1,5 mmbreit; Kelchborsten 2- bis 3-mal so lang, bis 6 mm lang, braun. — VII bis IX.
An trockenen, grasigen Hängen, auf schlechten Wiesen, Steppen, Brachen, dürrenHügeln, Dämmen, an Waldrändern, Bahndämmen; besonders im östlichen Teile des Ge-bietes. In der Schweiz fehlend.
In Deutschland zerstreut in Bayern (Reichenhall, Cham, Labyrinth bei Hof, Krögelstein undTannfeld bei Thurnau im Jura, Lehental bei Kulmbach, Veitshöchheim, Kiliansberg bei Schweinfurt, Randers-acker bei Würzburg, Karlstadt; adventiv bei München [im Bahnhof Simbach]) und in Württemberg (Gönningenbei Tübingen), häufiger in Thüringen (besonders im nördlichen Teil), in Sachsen, Schlesien, Brandenburg (an derOder nördlich bis Hämerten), Posen, Ost- und Westpreussen und wohl eingeschleppt bei Pommern (Stettin,Insel Wollin, Beigard); fehlt in Baden, Elsass-Lothringen, in der Rheinprovinz und im nordwestdeutschenFlachland sowie in Schleswig-Holstein gänzlich. In Oesterreich im nördlichen Teile von Zentralböhmen, inSchlesien, Mittel- und Südmähren, in Nieder- und Oberösterreich (hier jedoch im höheren Bergland fehlend),in Steiermark (besonders im Flussgebiet der Mur), zerstreut in Kärnten (vornehmlich in den Tälern nördlich derDrau) und Krain; in Tirol und Salzburg fehlend. In der Schweiz einmal adventiv bei Orbe im Kanton Waadt.
Allgemeine Verbreitung: Oestliches und südliches Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Mittel- und Südrussland, nördliche Balkanhalbinsel; Sibirien (bis zum Baikalsee).
Scabiosa ochroleuca, die sehr oft nur als Unterart von S. Columbaria aufgefasst wird, ist ein pontischerTypus, der in Mitteleuropa eine eigenartige Verbreitung aufweist. In Niederösterreich bildet die Pflanze einenBestandteil der „Pontischen Heidewiesen", ähnlich wie Stipa pennata und capillata, Andropogon Ischaemum, Avenapratensis, Poa Badensis, Koeleria gracilis, Melica ciliata, Carex nitida und humilis, Thesium humile undramosum, Cytisus Ratisbonensis, Austriacus und supinus, Allium flavum, Tunica saxifraga (Bd. III, pag. 316), SileneOtites (Bd. III, pag. 290), Erysimum canescens, Astragalus Austriacus, Oxytropis pilosa, Linum tenuifolium, Violaarenaria, Euphorbia Gerardiana, Bupleurum tenuissimum, Seseli Hippomarathrum, glaucum und annuum, Peuce-danum Oreoselinum, Stachys rectus, Teucrium Chamaedrys, Verbascum Phoeniceum, Linaria genistifolia (Bd. VI,pag. 26), Euphrasia lutea, Asperula glauca, Inula ensifolia und I. Oculus Christi, Artemisia Pontica, Jurinea mollis,Centaurea Rhenana, Chondrilla iuncea, Lactuca viminea, Scorzonera purpurea, Hieracium Bauhini etc. — Anden Wurzeln entstehen bisweilen Adventivknospen.
Von Bastarden ist bisher nur bekannt geworden: S. lucida Vill. X S. ochroleuca L.(= S. psilophy IIa Beck, = S. lucidula Beck) aus Niederösterreich und Steiermark. — In Niederösterreich sindauch Formen beobachtet worden, die vermutlich dem Bastarde S. Columbaria L. subsp. Gramuntia (L.)Rouy X S. ochroleuca L. entsprechen.
127. Fam. CllCUrbitäceae (= Bryoniäceae). Kürbisgewächse.
Fast durchweg einjährige, krautige Pflanzen (seltener Halbsträucher, Sträucher oderkleine Bäume) mit niederliegendem oder mittels Ranken kletterndem Stengel und mitwechselständigen, ungeteilten oder handförmig-gelappten, seltener vielfach-zerteilten Laub-blättern. Nebenblätter fehlend. Blüten strahlig 5-zählig (Fig. 169e), in den Blattachseln,einzeln oder in oft kompliziert gebauten, trugdoldigen Blütenständen, meist getrennt-geschlecht-lich (einhäusig oder zweihäusig), seltener zwitterig. Kelch oberständig, 5-spaltig, mit deut-licher Röhre; letztere mit dem unteren Teile der Kronröhre zu einem gemeinsamenBasalteile verwachsen. Blumenkrone trichterig, glockig, stieltellerförmig oder fast rad-förmig, zuweilen fast choripetal, mit 5 fast stets gleichen, am Rande mitunter gezähntenoder zerschlitzten Zipfeln. Staubblätter 5, mit 2-fächerigen, fleischigen Antheren; von denAntheren meist zwei paarweise mit einander verschmolzen, die fünfte frei (Fig. 169g, h),so dass scheinbar nur 3 Antheren vorhanden sind [(1 + 1), (1 + 1), (1)]; Antherenfächer über-