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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
Entstehung
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299
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südlichen Kalkalpen (1400 bis 2100 m) von Oesterreich. Fehlt in Deutschlandgänzlich; ist bisher auch in der Schweiz nicht nachgewiesen.

In Tirol in der Zentralalpenkette vom Ortlergebiet ostwärts verbreitet, ebenso im Gebiet der Dolo-miten, auf der Mendel, im Ledro-Tal, bei Rovereit, auf dem Monte Baldo, in den Lessiner Bergen und im*estino-Tal. In Kärnten in den Hohen Tauern, den Reichenauer Alpen und den Karnischen Alpen, in Salzburgnur im Fuscher Tale. Fehlt bereits in Steiermark, ebenso in Ober- und Niederösterreich und in Krain.

Allgemeine Verbreitung: Alpen von Tirol, Salzburg, Kärnten und Venezien,östliche Karpaten.

302. Knautia Godeti x ) Reuter (= Scabiosa integrifölia Suter nee L., = S. silväticavar. longifolia Gaud. nee Mert. et Koch, = Trichera Godeti Nym.). Jura-Witwen-

blume. Fig. 163c bis f.

Ausdauernd, 30 bis 70 cm hoch. Wurzelstock wagrecht, mit dem Blütenstengelabschliessend, seitlich dessen die Knospe für das nächste Jahr angelegt wird; zur Blütezeitdemnach nur der Blütenstengel, oft mit grundständiger Blattrosette, und nur eine oderkeine sterile Blattrosette vorhanden. Stengel aufrecht, einfach oder ästig, mehrblätterig;unten kahl, glänzend, oben spärlich behaart. Laubblätter kahl, glänzend, etwas lederig,schmal lanzettlich, lang zugespitzt, kerbsägig; die unteren in den Stiel allmählich ver-verschmälert, die folgenden mit verschmälerter, die obersten mit breiter Basis sitzend.Köpfchenstiele feinflaumig und zerstreut abstehend - langhaarig, ohne oder mit sehr spär-lichen Stieldrüsen. Köpfchen mittelgross (bis 3,5 cm im Durchmesser). Hüllblätter elliptisch,zugespitzt, schwach behaart und gewimpert (Fig. 163e). Blüten (Fig. 163d) violett; dierandständigen strahlend. Früchte schmal, rechteckig oder elliptisch-oblong (Fig. 163f), behaart,5 x 1,8 mm messend. VI, VIII.

Selten auf frischen oder feuchten Wiesen, auf Torfmooren; nur im westlichenSchweizer Jura, von 800 bis 1400 m. Fehlt in Deutschland und in Oesterreich.

In der Schweiz bisher beobachtet bei St. Croix, Pouillat, auf Torfmooren im Tale La Brevine, aufdem Tete de Rang, zwischen Moublesy und La petite Charbonniere.

Allgemeine Verbreitung: Oestliche Pyrenäen, zentralfranzösische Gebirge,Schweizer Jura.

303. Knautia gräcilis Szabö. Schlanke Witwenblume.

Ausdauernd, 40 bis 55 cm hoch. Stengel aufrecht, schlank, rutenförmig-ästig, untendicht behaart, nach oben zu wiederum behaart; die obersten Internodien fast kahl. Laub-blätter kahl oder schwach behaart; die untersten lanzettlich (ca. 10 cm lang und 3 cmbreit), gesägt, in den geflügelten Stiel allmählich verschmälert, die oberen schmal lineal-lanzettlich, ganzrandig, seltener leierförmig-fiederspaltig, mit breiter Basis sitzend und ander Basis paarweise mit einander verwachsen. Köpfchen klein, 1,5 bis 2 cm breit. Hüllblätterfast so lang wie die Blüten, gewimpert. Blüten violett; die randständigen kaum strahlend.Kelch mit 8 ca. 2 mm langen purpurroten Borstenstrahlen. Früchte 5 mm lang. VII.

Diese noch wenig bekannte und noch näher aufzuklärende Pflanze ist bisher einzigaus den Vogesen (Epinal, Bitsch) bekannt.

304. Knautia Sixtfna 2 ) Briquet (= K. silvätica Duby var. Sixtina Briquet). Savoyer

Witwenblume.Ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch. Wurzelstock wagrecht, mit dem Blütenstengelabschliessend, seitlich dessen die Knospe für das nächste Jahr angelegt wird; zur Blütezeit

') Benannt nach Charles Henry Godet, Professor in Neuenburg (Schweiz), geb. 1797, gest. 1879.') Nach dem Dorfe Sixt im französischen Departement Haute Savoie, von wo die Pflanze zuerstbeschrieben wurde.