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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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IÜD

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dem einen oder mehreren Blütenstengeln oft junge Blattrosetten vorhanden. Stengel auf-recht, unten kahl, oben spärlich behaart, einfach oder wenigästig, mit wenigen entferntenBlattpaaren besetzt. Laubblätter kahl oder sehr spärlich behaart, steif, etwas glänzend,verkehrt-eilanzettlich, zugespitzt, ganzrandig oder kerbsägig; die unteren in den geflügeltenStiel allmählich verschmälert, die oberen mit verschmälerter Basis sitzend. Köpfchen-stiele feinflaumig, drüsenlos oder mit vereinzelten Stieldrüsen besetzt. Köpfchen mittel-gross, 2 bis 4 cm breit. Hüllblätter lanzettlich, kürzer als das Köpfchen, sehr feinflaumigund gewimpert. Blüten purpurviolett; die randständigen strahlend. Kelch mit 8 Borsten-strahlen. Früchte 4 mm lang, behaart. VII, VIII.

Selten auf Voralpenwiesen, an Waldrändern, steinigen Hängen. Einzig in O est er-reich im Kanaltale in Kärnten (Leopoldskirchen, Malborghet, Pontafel). Die Angaben ausSteiermark (Erlafsee) sind wohl irrig. Fehlt in Deutschand und in der Schweiz gänzlich.

Allgemeine Verbreitung: Kärnten und angrenzendes Venezien (Zellin-Tal, Belluno).

301. Knautia longifolia (Waldst. et Kit.) Koch (= K. arvensis Coult. var. longifolia

Coult. = Scabiösa silvätica var. longifolia Mert. et Koch, = Trichera longifolia Roem. et

Schult.). Langblätterige Witwenblume. Fig. 163a und b.

Ausdauernd, 30 bis 80 cm hoch. Wurzelstock wagrecht, in den Blütenstengelendigend, seitlich dessen die Knospe für das nächste Jahr angelegt wird; zur Blütezeit dahernur ein blühender Stengel, oft mit grundständiger Blattrosette und nur eine oder keine

sterile Blattrosette vorhanden.Stengel aufrecht, mehrblätterig,unten kahl, glänzend, obenetwas flaumig, einfach oderoben mit wenigen Aesten. Laub-blätter oberseits kahl, etwasglänzend, unterseits kahl oderfast kahl, lanzettlich, ganzrandig,spitz; die unteren in den Stielallmählich verschmälert, dieoberen mit breitem Grundesitzend, mitunter gewimpert.Köpfchenstiele feinflaumig, drü-senhaarig und zerstreut ab-stehend langhaarig. Köpfchengross, 4 bis 6 cm breit. Hüll-blätter eilanzettlich, zugespitzt,kürzer als das Köpfchen, dichtzottig-gewimpert (Fig. 163 b).Blüten purpurviolett; die rand-ständigen strahlend. Kelch mit8 Borstenstrahlen. Früchte 5 mmlang, zottig. VII, VIII.

Auf Voralpenwiesen, an

Fig. 163. Knautia longifolia (Waldst. et Kit.) Koch, a, ai Habitus ('/s natürl. Waldrändern, buschigen Ab-Grösse), b Hüllblatt. Knautia Godeti Reuter, c, ci Habitus. d Blüte. i ^ i i

e Hüllblatt. / Frucht. hängen der Zentralalpen und