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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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297. Knautia velütina 1 ) Briquet (= K. Albänica Briquet var. velutina Szabo). Samt-

Witwenb lume.

Ausdauernd, 30 bis 80 cm hoch. Wurzelstock ästig, mehrköpfig, blühende Stengelund seitlich derselben Rosetten für das nächste Jahr treibend; zur Blütezeit demnach nebendem einen oder mehreren Blütenstengeln junge Blattrosetten vorhanden. Stengel aufrecht,wenigästig; unten von abstehenden weichen Haaren zottig, nach oben zu weniger behaart.Laubblätter oberseits von kurzen, weichen Haaren samtig-flaumig, unterseits dicht grau-samtig; die unteren und mittleren lanzettlich, im vorderen Drittel am breitesten, zugespitzt,gegen die Basis allmählich verschmälert, die untersten kurz gestielt; die oberen Stengel-blätter leierförmig-fiederspaltig, jederseits mit 1 bis 2 schmalen Abschnitten und mit grossemEndabschnitt. Köpfchenstiele langhaarig und zerstreut stieldrüsig. Köpfchen 2 bis 3 cmbreit. Hüllblätter zugespitzt, flaumig-gewimpert. Blüten purpurn; die randständigen strahlend.Früchte eiförmig, 4 mm lang, etwas behaart. VIII.

Selten auf Voralpenwiesen, von 1400 bis 1600 m. Einzig in Oesterreich inSüdtirol (Ledro-Tal, Valle di Nave Bresciano, Monte Maina, Monte Lanciada und Bocca

del Tratt, sowie auf dem Monte Baldo).

Allgemeine Verbreitung: Alpen

von Südtirol und Venezien.

298. Knautia purpürea (Vill.) Borbas(= K. collina Briquet). Purpur-Witwen-blume. Fig. 162 d, e.

Ausdauernd, 30 bis 100 cm hoch.Wurzelstock ästig, mehrköpfig, blühendeStengel und seitlich von denselben Blatt-rosetten für das nächste Jahr entwickelnd;zur Blütezeit demnach neben dem einenoder mehreren blühenden Stengeln jungeBlattrosetten vorhanden. Stengel meistniedrig, bald in Aeste aufgelöst, wenig-blätterig ; unten von nach rückwärts gerichte-ten Haaren zottig, oben zerstreut weichhaarigbis fast kahl. Laubblätter + dicht behaartbis fast kahl; die grundständigen meist indeutlicher Rosette, verkehrt-eilanzettlich, inden Stiel verschmälert, meist leierförmig-fiederspaltig, selten nur eingeschnitten-ge-sägt. Stengelblätter nicht zahlreich, entferntleierförmig-fiederspaltig mit schmal-lanzett-lichen Seitenabschnitten und grossem, rhom-bisch-lanzettlichem Endabschnitt. Köpfchen-stiele verlängert, flaumig und reichlich stiel-drüsig, unter dem Köpfchen langhaarig-zottig. Köpfchen mittelgross, 1,5 bis 3 cmbreit. Hüllblätter feinflaumig und dichtzottig-

Fig. 162. Knautia Baldensis A. Kerner. aHabitus ( 9 /s natürl.

Grösse), b Hüllblatt, c Frucht. Knautia purpürea (Vill.)

Borbäs. d Habitus. « Hüllblatt.

') Lat. velütinus = samtig.