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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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295
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nach neben einem oder mehreren blühenden Stengeln einige junge Blattrosetten vorhanden,otengel aufrecht, oben meist ästig, beblättert, unten von langen, abstehenden Haaren wollig-zottig, nach oben zu weniger behaart. Laubblätter verlängert-lanzettlich, ungeteilt, schwachgesägt; die unteren in den Stiel allmählich verschmälert, kurz zugespitzt, die oberen sitzend,allmählich lang zugespitzt. Köpfchen sehr gross, 3 bis 5 cm breit, lang gestielt. Köpfchen-stiele reichlich behaart. Hüllblätter länglich, etwas kürzer als das Köpfchen, zottig (Fig. 162 b).Blüten purpurn oder blutrot; die randständigen strahlend. Frucht stark zottig-behaart(Fig. 162 c). VII, VIII.

Selten auf Alpenwiesen, zwischen 1300 und 2000 m. Einzig in Oesterreich inSüdtirol (Monte Tremaiso und Magasa im Vestino-Tal, Ledro-Tal, Rovereit, Monte Baldo).Fehlt in Deutschland und in der Schweiz.

Allgemeine Verbreitung: Südtirol und auf dem Monte Baldo auf italienischesGebiet übergreifend.

295. Knautia persicfna 1 ) A. Kern. (= K. magnifica Kern. var. persicina Szabo).

Pfirsichrote Witwenblume.

Ausdauernd, 20 bis 50 cm hoch. Wurzelstock ästig, mehrköpfig, blühende Stengelund seitlich von denselben Blattrosetten für das nächste Jahr treibend; zur Blütezeit dem-nach neben dem einen oder mehreren blühenden Stengeln junge Blattrosetten vorhanden.Stengel aufrecht, schaftartig, wenig beblättert, bald in Aeste aufgelöst, unten angedrückt-oder abstehend-langhaarig, oben wenig behaart. Laubblätter dicht oder locker ange-drückt-weichhaarig, im Umriss verkehrt-lanzettlich; die oberen lanzettlich, lang zugespitzt,leierförmig-fiederlappig oder wenigstens eingeschnitten-gezähnt, mit ganzrandiger Spitze.Köpfchenstiele verlängert, behaart, drüsenlos. Köpfchen sehr gross, 2 bis 5 cm breit. Hüll-blätter eilanzettlich, kürzer als das Köpfchen, dicht behaart. Blüten lebhaft pfirsichrot.Kelch mit 8 Borsten. Frucht zottig. VII.

Selten auf Alpenwiesen. Einzig in Oesterreich in Südtirol (Rovereit, LessinerBerge, Monte Baldo). Fehlt in Deutschland und in der Schweiz.

Allgemeine Verbreitung: Alpen von Südtirol und Venezien.

296. Knautia Transalpfna (Christ) Briquet (= K. rimosa Borb., = K. dumetörum var.

Transalpina Szabo).

Ausdauernd, 20 bis 70 cm hoch. Wurzelstock ästig, mehrköpfig, blühende Stengelund seitlich davon Blattrosetten für das nächste Jahr treibend; zur Blütezeit daher nebenden blühenden Stengeln auch junge Blattrosetten vorhanden. Stengel aufrecht, schlank,einfach oder ästig; im unteren Teile dicht, oben spärlich mit teils krausen, teils nach rück-wärts gerichteten Haaren besetzt. Laubblätter beiderseits weichhaarig, verkehrt-lanzettlich; dieunteren in den kurzen Stiel lang verschmälert, die oberen mit verschmälertem Grundesitzend, entfernt-gesägt oder leierförmig-eingeschnitten. Köpfchenstiele mit kurzen, teilsdrüsenlosen teils drüsentragenden Härchen und vereinzelten längeren Haaren besetzt.Köpfchen mittelgross, 2 bis 3 cm breit. Hüllblätter länglich-lanzettlich, flaumig, gewimpert.Blüten rotviolett; die randständigen strahlend. Kelch mit 8 Borstenstrahlen. Frucht 4 mmlang, zottig. VII, VIII.

Selten auf Wiesen. Nur in der Schweiz im Tessin (zwischen Gandria undLugano). Fehlt in Deutschland und in Oesterreich vollständig.

Allgemeine Verbreitung: Umgebung des Luganersees in der Schweiz undin Oberitalien (Grigna).

Aendertab: var. nudiüscula Briquet. Stengel verkahlend. Laubblätter härter, verkahlend (Tessin).

l ) Nach der Blütenfarbe, die derjenigen des Pfirsichs (Prunus Persica) gleicht.