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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Tafel 254.

Erklärung der Figuren.

F'g- 1. Succisa pratensis (pag. 288). Habitus.

» 2 und 2 a. Knautia arvensis (pag. 292). Habitus,

i. 2b. Blüte mit äusserem und innerem Kelch.

» 2c. Frucht mit äusserem und innerem Kelch.

» 2d. Gefiederte Borste des Innenkelchs.

» 3. Knautia silvatica (pag. 300). Blütenspross.

i) 3 a. Ein inneres Kelchblatt.

» 3 b. Frucht mit Kelch.

» 3 c. Aussen- und Innenkelch.

» 3d. Griffel mit Narbe.

Fig. 4 und 4a. Scabiosa Columbaria (pag. 309).

Habitus. 4 b. Blüte mit doppeltem Kelch. 4 c. Fruchtstand.

4d. Frucht mit Aussen- und Innenkelch. 4e. Frucht im Längsschnitt. 5. Scabiosa canescens (pag. 306). Habitus. 5 a. Blüte mit doppeltem Kelch. 5b. Frucht mit Aussen- und Innenkelch. 5 c. Fruchtstand mit Spreublättern.

Pflanze bis 90 cm hoch. Laubblätter lappig entfernt-gezähnt. f. nana Bolle (= f. pumi'lio Weiss). Stengelsehr niedrig, einköpfig (Besonders häufig in Ost- und Westpreussen).

Diese ziemlich spätblühende eurosibirische Pflanze tritt in Mitteleuropa mit Vorliebe auf moorigenWiesen sowie auf Flachmooren auf, oft in Gesellschaft von Potentilla silvestris, Valeriana dioeca (Bd. VIIpag. 2/4), Linum catharticum, Scorzonera humilis, Parnassia palustris, Primula farinosa, Senecio paludosus,Centaurea Jacea, Briza media, Molinia caerula, Phragmites communis, Carex panicea etc. An wärmerenStellen erscheint Succisa pratensis auch als Waldpflanze. Die Pflanze ist gynodioecisch. Ausser Stöcken mit50 bis 80 unter sich ziemlich gleichen, proterandrischen Zwitterblüten finden sich solche mit etwas kleinerenweiblichen Blüten. Der Grad der Verkümmerung der Staubblätter ist sehr verschieden. Zuweilen sind dieseBlüten auch gefüllt. Ausserdem können gelegentlich Exemplare mit proliferierenden Köpfen beobachtet werden;aus den Achseln der Hüllblätter entspringen dann einige kleinere, kürzer gestielte Köpfe. Vergrünte Blütenund solche mit 5-teiliger Krone sind weitere Abnormitäten. Die Laubblätter von Succisa pratensis fandenfrüher als Teesurrogat Verwendung.

DCCXII. SllCCisella 1 ) Beck. Sumpf-Abbiss.

Die Gattung umfasst 3 Arten, ausser S. inflexa noch S. Petteri (Kern, et Murbeck) Beck inDalmatien und in der Herzegowina und S. microcephala (Willk.) Beck in Spanien. Die Gattung stehtbezüglich der vegetativen Merkmale der Gattung Succisa sehr nahe, weicht aber durch die anders gestaltetenFrüchte (Fig. 160c) und den abweichend gestalteten Kelch (Fig. 160b) merklich ab (Vgl. Fischer, J., in Lotus,Neue Folge, XXVI. Band, 1906).

291. Succisella inflexa (Kluk) Beck (= Scabiosa inflexa Kluk, = Scabiosa' australis

Wulf., = Scabiosa repens Roem. et Schult., = Succisa australis Schott, = Succisa inflexa

Jundz.). Gemeiner Sumpf-Abbiss. Fig. 160.

Ausdauernd, 30 bis 100 cm hoch. Wurzelstock stielrund, kriechend, ästig, kurzebeblätterte Ausläufer treibend. Stengel aufsteigend, an den Gelenken zuweilen wurzelnd,oben trugdoldig-ästig, unten fast kahl, oben fein flaumig behaart. Laubblätter kahl oderfast kahl; die grundständigen verkehrt-eilänglich bis verkehrt-lanzettlich, in den Stiel ver-schmälert, ganzrandig, spitz; die Stengelblätter lanzettlich, spitz, ganzrandig oder etwasgezähnt. Blüten in lang gestielten, kugeligen, 1 bis 2 cm breiten Köpfchen. Hüllblätterkrautig, eilanzettlich, zugespitzt, in die eilänglichen, grünen Spreublätter allmählich über-gehend. Blumenkrone 4 bis 5 mm lang, blasslila, fast kahl, mit 4-lappigem Saum. Aussenkelch8-rippig, oben kurz 4-lappig, mit stumpflichen, oft miteinander verbundenen Abschnitten.Innenkelch ein kleines, manchmal etwas lappiges Schüsselchen darstellend. Frucht 5 mmlang, nach oben verschmälert, fast stielrund, tief 8-furchig, riefig (Fig. 160 c). VI bis IX.

') Diminutivum von Succisa.Heg-i, Flora Bd.VI.