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An trockenen, grasigen Stellen, auf Aeckern, Brachen, Heiden, Wegrändern; nurin Oesterreich. In Niederösterreich im Gebiet der pannonischen Flora östlich von Wienbei Wördern, zwischen Simmering und Kledering, bei Laa, zwischen Mödling, Neudorfund der Laxenburg-Bahn, bei Baden (um den Melkerkeller), aber auch hier unbeständigund oft die Standorte wechselnd, ausserdem im angrenzenden Ungarn zwischen Parndorfund Neusiedl am See; ferner im österreichischen Küstenlande, aber kaum in Krain. Fehltin Deutschland und der Schweiz gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Südfrankreich, Italien, Sizilien, Ungarn, Oester-reichisches Küstenland, Kroatien, Dalmatien, Balkanhalbinsel, Südrussland.
Die Samen dieser Art erscheinen häufig in südfranzösischen Rotklee-Mischungen neben andernUnkräutern wie Centaurea Calcitrapa und solstitialis, Helminthia echioides, Picris stricta, Crepis setosa, Teuc-rium Botrys, Arthrolobium scorpioides, Hedysarum coronarium, Torilis nodosa etc.
DCCXI. SllCCisa 1 ) Neck. Teufelsabbiss.
Die Gattung umfasst nur unsere Art.
290. Succisa pratensis Moench (= Scabiosa Succisa L., = Scabiösa praemörsa Gilib. r= Succisa praemörsa Aschers., = Asterocephalus Succisa Wahr.). Gemeiner Teufels-abbiss. Franz.: Mors du diable, tete de loup; engl.: Devil's bit-scabious, delvil's bit;ital.: Morso del diavolo. Taf. 254, Fig. 1 und Fig. 155 a bis e.
Der auch im Volke ab und zu gebrauchte Name Teuf eis ab biss bezieht sich auf die weitverbreiteteSage, der zufolge der über die Heilkraft des Krautes ergrimmte Teufel diesem die Wurzel abgebissen habe.Die Begründung für diese Sage lieferte der kurze, wie abgebissen erscheinende Wurzelstock der Pflanze.Mancherorts heisst sie auch kurzweg Ab b i ss (z. B. Schwäbische Alb). Andere Namen sind Rietchnopf (Chur-firstengebiet), Rossguckle [= -äuge] (Elsass), Bio Hans [Blauer Hans] (Böhmerwald), Stenblom (Alt-mark), Sto aköpf la (Egerland), Stickblume [wegen der Verwendung gegen „ Sticken"] (Bömerwald), Laus-blume [Scabiosa pag. 309] (Nahegebiet).
Ausdauernd, 15 bis 50 (100) cm hoch. Wurzelstock kräftig, abgebissen, schwärzlich,kurz, mit langen Wurzelfasern besetzt. Stengel oberwärts mehrköpfig, trugdoldig, selteneinfach, unten kahl, oben angedrückt behaart, mit wenigen entfernten Blattpaaren besetzt.Laubblätter unterseits zerstreut behaart oder ganz kahl, dicklich, etwas glänzend; dieunteren gestielt, eilanzettlich, in den Stiel verschmälert, ganzrandig, spitz, die oberen sitzend,lanzettlich, ganzrandig oder grob gesägt. Blüten in zuerst halbkugeligen, später kugeligen,langgestielten Köpfchen. Hüllblätter zahlreich, zweireihig, breit-lanzettlich, spitz, an-liegend behaart, kürzer als das Köpfchen. Blumenkrone 4-spaltig, 4 bis 7 mm lang, behaart,blauviolett, sehr selten weiss. Aussenkelch an den Kanten in 4 kurze Spitzchen auslaufend(Fig. 155 d); der Kelch ein kurzes Schüsselchen mit 5 kurz-borstigen Strahlen darstellend.Früchte 5 mm lang, stark zottig behaart. — VII bis IX.
Auf feuchten, moorigen Wiesen und Waldstellen, in Wiesenmooren; von der Ebenebis in die Alpen (in Bayern bis 1040 m, in Tirol bis 1400 m, selten höher bis 1800 m; imWallis bis 2400 m ansteigend).
Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa (nördlich bis 68° 21' nördl. Breite)mit Ausnahme von Lappland, dem arktischen Russland und dem äussersten Süden; Kaukasien,Westsibirien; Nordafrika.
Zeigt folgende Formen: f. glabrata Peterm. Laubblätter und Stengel kahl. — f. hispidula Peterm.Laubblätter und unterer Teil des Stengels mit steiflichen Haaren + reichlich besetzt. — f. hirsuta Rchb.Pflanze rauhhaarig. — f. Hansmänni Bolle. Pflanze gross, rauhhaarig. Obere Stengelblätter undeutlichgezähnt oder ganzrandig. — f. in eis a Roth. Stengelblätter scharf gezähnt. — f. knautiifrons Murr.
') Die unten Abgeschnittene, vom lat. succi'dere = unten abschneiden; der Wurzelstock stirbt untenab und sieht hier wie abgeschnitten oder abgebissen aus.