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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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DCCX. Cephaläria 1 ) Schrad. Schuppenkopf.

Ein- bis -mehrjährige, krautige Pflanzen, mit stachellosem, unbewehrtem Stengel,mit fiederspaltigen oder ungeteilten Laubblättern und mit langgestielten, halbkugeligen biskugeligen Blütenköpfchen. Hülle der Köpfchen halbkugelig, aus dicht-dachigen, eirundlichenbis lanzettlichen, stumpfen oder spitzen Blättchen bestehend, die von den Spreublättern(Fig. 159b, f, i) wenig verschieden sind und allmählig in dieselben übergehen. Blütenbodenhalbkugelig. Blumenkrone mit kurzer Röhre und 4-spaltigem Saum (Fig. 159e); die der rand-ständigen Blüten oft grösser als die der inneren. Aussenkelch 4-kantig, an den Flächen mitzwei Furchen versehen, am Saum in 8 Zähnchen auslaufend. Kelch schüsseiförmig, am Randeungleich lang behaart und mit zahlreichen kurzen oder längeren Zähnen besetzt (Fig. 159g).

Die Gattung umfasst etwa 30 Arten ; die hauptsächlich im Mittelmeergebiet beheimatet sind; dochsind einige in den osteuropäischen Steppengebieten bis Sibirien, andere über Abessynien bis Südafrika ver-breitet. Adventiv wurden Cephaläria Tatärica (L.) Schrad. aus Russland im Park von Faulenrost inMecklenburg, C. Syriaca (L.) Schrad. bei Rüdersdorf nächst Berlin und (weissblühend = f. albiflöra Probst)bei der Solothurner Malzfabrik vorübergehend beobachtet.

1. Hüllblätter des Köpfchens seidig-zottig, spitz (Fig. 159e)........C. alpina nr. 288.

1*. Hüllblätter kahl oder flaumig, stumpf oder mit lanzettlicher Stachelspitze....... 2.

2. Hüllblätter stumpf (Fig. 159b)...............C. leucantha nr. 287.

2*. Hüllblätter mit lanzettlicher Stachelspitze (Fig. 159i).....C. Transsilvanica nr. 289.

287. Cephaläria leucantha 2 ) (L.) Schrad. (= Scabiosa leucantha L., = Scabiosa TrentaHacqu., = S. mediterranea Viv.). Weisser Schuppenkopf. Fig. 159a und b.

Pflanze halbstrauchig, am Grunde reichästig, verholzend, mit schlanken, aufrechten,20 bis 80 cm hohen, einfachen oder oben etwas ästigen, kahlen, mit wenigen Blattpaarenbesetzten Stengeln. Laubblätter kahl, etwas lederig, fiederspaltig; die unteren ziemlichlang gestielt mit vergrössertem, lanzettlichem, gesägtem Endabschnitt und kleinen Seiten-abschnitten, die oberen kürzer gestielt, regelmässig fiederspaltig mit scharf gesägten Ab-schnitten. Köpfchen fast kugelig, 2 bis 3 cm breit. Hüllblätter weisslich, gegen den Randbräunlich, feinflaumig, oval, stumpf (Fig. 159b). Blüten weisslich-gelb; die randständigen kaumgrösser als die übrigen. Aussenkelch in einen zerfaserten, knorpeligen Rand endigend. VIII.

Selten an steinigen, sonnigen Stellen. Nur in O esterreich im Küstenlande bei Triestund am Südfuss des Triglav (hier seit Hacquet 3 ) nicht mehr gefunden), aber kaum inKrain. Fehlt in Deutschland und in der Schweiz gänzlich.

Allgemeine Verbreitung: Portugal, Spanien, Südfrankreich, Sardinien, Italien,Oesterreichisches Küstenland, Südkroatien, Dalmatien, Herzegowina, Montenegro.

288. Cephaläria alpfna Schrad. (= Scabiosa alpina L.). Alpen-Schuppenkopf.

Fig. 159 c bis g.

Ausdauernd, am Grunde ästig, Blattrosetten sowie aufrechte 60 bis 100 cm hoheblühende Stengel treibend. Stengel oben wenig ästig, behaart, mit entfernten Blattpaaren.Grundständige Laubblätter gestielt, elliptisch, gesägt; Stengelblätter fiederschnittig, mitlanzettlichen, herablaufenden, scharf gesägten, spitzen Blättchen. Alle Laubblätter auf derFläche anliegend behaart oder die oberen oberseits kahl. Köpfchen langgestielt, kugelig,3 bis 4 cm breit. Hüllblätter eiförmig, geschweift-zugespitzt, lang seidig-behaart (Fig. 159f),grauviolett. Blüten gelblichweiss. Aussenkelch am Rande in 8 Zähnchen (Fig. 159g) aus-laufend. VII, VIII.

') Vom griech. xecpafa) [kephale] = Kopf; wegen der Form des Blütenstandes.

2 ) Vom griech. "/.evy.og [leukös] = weiss und ävdog [anthos] = Blüte.

s ) Vgl. hierüber Kern er in Oesterr. Botan. Zeitschrift Bd. XL1II (1893), pag. 113.