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F'g- 1. Lonicera caerulea (pag. 254).la. Spross mit Früchten.
2. Lonicera alpigena (pag. 253)Früchten.
2a. Blütenpaar mit 2 Tragblättern.2b. Fruchtknoten mit 2 Tragblättern.
2 c. Dieselben im Längsschnitt.2d. Griffel mit Narbe.2e. Staubblatt.
3. Adoxa Moschatellina (pag. 260). Habitus.
3 a. Eine 5-zählige Seitenblüte von oben.
3 b. Die 4-zählige Qipfelblüte im Längsschnitt.
4. Valeriana officinalis. Blütenspross.
4 a. Stengelabschnitt mit Blattpaar (ein Blatt weggeschnitten).
Tafel 252.
Erklärung der Figuren.
Blütenspross. Fig.
Spross mit
4 b. Ein Dichasium der Blütenrispe mit ver-blühten und noch geschlossenen Blüten.
4 c. Einzelblüte im Längsschnitt.
4d. Anthere von der Anheftungsseite.
4 e. Anthere von der entgegengesetzten Seite.
4 f. Aeltere Frucht mit entfalteter Federkrone,von der Rückenseite.
4 g. Junge Frucht mit noch eingerollter Feder-krone von der Bauchseite.
4 h. Frucht im Querschnitt.
5. Valeriana dioeca. Habitus. WeiblichePflanze.
5a. Blütenspross der männlichen Pflanze.
6 u. 6a. Valeriana montana. Habitus.
Allgemeine Verbreitung: Fennoskandinavien, Schottland, nördliches undmittleres Russland, Pyrenäen, Alpen, Jura, Ostkarpaten, Illyrische Gebirge, Balkan, Kaukasus,Nordasien, Japan, Nordamerika.
In der Literatur werden mehrere Formen erwähnt, die aber nur unbedeutende Abweichungen dar-
teüen. Im Gegensatz zu L. alpigena liebt L. caerulea kalkfreien Boden, kommt aber auch in den Kalkalpen
vor > jedoch zumeist nur auf einer dicken Humusdecke. Gelegentlich tritt der Strauch auch auf Wiesen- und
ocnmooren auf, wie in tieferen Lagen auf der oberbayerischen Hochebene. Nicht selten findet man
. caerulea als Unterholz im Pinus Cembra-Walde in Gesellschaft von Rhododendron ferrugineum und Vaccinien
oder in den Knie- oder Krummholzbeständen (vgl. Bd. I, pag. 103).
259. Lonicera Periclymenum ') L. (= L. Germanica Dietrich, = Periclymenum vulgäre
Mal., = Caprifölium Periclymenum Roem. et Schult., = C. silväticum Lam., = C. distinctum
oench, = C. Germanicum Roehling). Deutsches Geissblatt. Franz.: Chevrefeuille
Qes bois, broute; engl.: Woodbine, honeysuckle; ital.: Madreselva, abbraccia-bosco, capri-
foglio. Fig. 141 und 142 a bis c.
IJie Pflanze wird im allgemeinen ähnlich wie das naheverwandte Jelängerjelieber (vgl. pag. 258)
nannt: Hahne nfü s sie, Wolftope (Elsass), Wäerwind [vgl. Convolvulus] (Stade), Waldwinne
(Braunschweig), Willen Wähoppen (Nahegebiet), Durchholz, Klommbock, Lehlheck (Eifel),
Spnklilgen (Mecklenburg), Sugrank (Schleswig), Sugels (Stade), Suchelten, Sucketten, Süchelte,
"getittkes (Westfalen), Kotitten [Kuhzitzenl (Altmark), Melker (Hannover), Honnigblom (Schleswig).
Bis über 5 m hoher, rechtswindender Strauch. Laubblätter gegenständig, alle (auch
obersten an den Zweigen) frei und nicht paarweise miteinander verwachsen wie bei
^onicera Caprifölium, sehr kurz gestielt, elliptisch oder länglich, kahl oder in der Jugend
n erseits etwas behaart, 4 bis 6 cm lang und 1,5 bis 2 cm breit, unten bläulichgrün.
u en zu mehreren in einem kurzgestielten Köpfchen; letzteres endständig in den Achseln
der obersten Blätter. Kelchzipfel (Fig. 142b und c) bis zur Fruchtreife bleibend. Blumen-
mit schmaler, schwachgebogener, 20 bis 24 mm langer Röhre und zweilippigem
, vo Inechend, gelblichweiss, aussen oft schwach rötlich überlaufen, zuletzt schmutzig-
ge , aussen wie der Kelch und Blütenstiel drüsig-behaart. Staubblätter verschieden lang,
be
m m aus der geöffneten Blüte herausragend. Griffel fadenförmig, etwas länger als^taubblätter. Beeren rundlich, dunkel kirschrot. — V, VI (seltener VII bis IX).
^ ) Griechischer Name bei Diocsorides, zusammengesetzt aus negi [pen] = um und yj.vfievov [klymenon]
- rankende Pflanze; letzteres Wort von xM&w [klyzein] = ranken.