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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Tafel 251.

Erklärung der Figuren.

Fig-

1. Viburnum Opulus (pag. 243). Blütenspross.1 a. Sprossstück mit Fruchtstand.

1 b. Stein.

1 c. Längsschnitt durch denselben.

2. Viburnum Lantana (pag. 242). Spross mitBlutenstand.

2 a. Sprossstück mit halb und ganz reifen Früchten.

Fig. 2b. Krone (ausgebreitet) mit Staubblättern.,, 2 c. Fruchtknoten mit Kelch und Vorblättern. 3. Lonicera Xylosteum (pag. 252). Blütenspross. 3 a. Reife Frucht. 4. Lonicera nigra (pag. 253). Spross mit reifen

Früchten. 4 a. Zwei Blüten.

Eesn't ' m ZW1SChen den Einfügungsstellen der beiden kürzeren Staubblätter als ein kleiner, elliptisch zu-[ ' 6C " erscr >eint und einen sehr zuckerreichen Saft ausscheidet. Innen ist die Blumenkrone mit

3 ,. " aus g e kleidet, die kleinen Insekten den Zugang zur Honigdrüse verwehren. Als Saftmal fungieren

s ge e Streifen auf der Unterlippe, die direkt über dem untersten engsten Teil der Röhre beginnen,cj K ang Und brelt und nicn t selten miteinander netzartig veibunden sind. Der Honig ist am Grunde

und r/ 0 " ^ V ° llstandi S geborgen, gegen unberufene Besucher durrh die langen Haare im Innern der Kronehab U "- h dlE k ' ebr ' ge Behaarun g der Blütenstiele und Hochblätter geschützt. Die Blüten sind homogam undschilt eine " deUtUch ' weithin wahrnehmbaren Vanilleduft. Die Antheren stellen sich beim Aufspringen etwaszuciTerrfT- 611 ^ ° effnUng der Blüte; die 3-lappige Narbe ist an der Oberfläche mit Papillen besetzt, die einenhalte" atlgen Saft absondern - Beim Besuche der Blüte sitzen kleinere Insekten auf der Unterlippe; grösseremit ^ S1 ° h a " den B ' ÜtenStielen fest - Nachdem sie die Narbe angestreift haben, kommen sie entweder direktbeim ß" Antheren in Berührun g. oder durch Erschütterung der Blüte fällt ihnen der Pollen auf den Kopf:Flie" 1 eS h° h emer 3nderen Blüte wird er dann an der Narbe abgestreift. Als Besucher kommen hauptsächlichticus^N eS ° nderS Schwel >niegen oder Syrphiden, aber auch Arten der Gattungen Empis, Aricia, Trichöp-Hym eU g ° na '" Betracht ! seltener werden Schmetterlinge, besonders kleine Spanner (Geometridae) undbe y st" ei h° Pteren (Ha ' 1CtUS ' Bombus agrörum) beobachtet. Bei ausbleibendem Insektenbesuch kann auch Selbst-Zus 3 " Ung dadur ° h zustande kommen, dass der auf die langen Haare im Blüteninneren fallende Pollen beim^usdmmenklappen der Blumenkrone auf die Narbe gelangt. Die Blütezeit umfasst in den Alpen die Zeit vonim A b ' S Ende AugUSt- In Norddeutschland blüht die Pflanze etwa vom 5. bis 20. Juni, selten nochmals

(E d U f US !' ln Skandinavi en sind in jedem Jahre zwei Blütestadien zu beobachten, eine SommerblütezeitSkana - "' "^ A " fang J uli ) und eine Herbstblütezeit (Ende August und Anfang September). Während inGe ai end aVlen ' RuSSland sowie im Engadin stets eine reichliche Fruktifikation stattfindet, werden in andernbis^elzt" tr ° tZ gUt6r Anthese nur selten reife Frü chte ausgebildet. So sind im Wallis und in Norddeutschlandfruchte« , nUr . V ° n wem gen Orten ausgereifte Früchte bekannt geworden. Die unauffällig gefärbtenHäkel-

e , , e Slc h ausserordentlich leicht vom Fruchtstiele loslösen, werden wahrscheinlich"egen nicht vor __ '

diese e izoi h dUr ° h V ° gel verschle PP t - Die ßrakteen bleiben sehr lang

Nadelwäldern H, ^ e _ r ! >r " tUIlgSart ( durch Zu gvögel aus Skandinavien) wird das Auftreten von Linnaea in den

direkte Beobachtungenbis 3 Jahre klebrig. Auf

treten in vielen Ge" ? StSCe U " d in Dane mark zurückgeführt. Dadurch lässt sich auch das sporadische Auf-gesetzlich geschüttt 6 " Cn ^ Mythe "' A 'g äu ' Polen > Karpaten etc.) erklären. Im Herzogtum Salzburg ist Linnaea

DCCIV. Lonic^r*^ t r>

eno-i Geissblatt, Heckenkirsche. Franz.: Chevrefeuille;

en g-: Honeysuckle, woodbine; ital.: Lonicera, caprifoglio.Aufrechte oder V.+

lösenden Ringelborke T Cftt ^ windende Sträucher. Aeste mit einer in Streifen sich ab-auf Drüsen, einzelne Ha ^"^ £ e S enstandi g> ungeteilt. Nebenblätter fehlend oder

mehreren übereinand

iF^i ° eine " scllmalen Saum reduziert. Knospen zuweilen zu

~j__ . . stellen d. Blüten entweder zu zweien auf gemeinsamem Stiel

in den Blattachseln oder in 3 blfif

Trugdolden. Kelch oberständi . SUZenden ' zu Scheinwirteln oder Köpfchen vereinten

Zipfeln (Fig. 142b). Blumenk "!!* f lförmi g er oder fa *t kugeliger Röhre und fünf kleinen

) ßiumenkrone + deutlich zweilippig (Taf. 252, Fig. 2 a), mit verlängerter

') Nach dem Botaniker Adam Lonitzer P f I

Frankfurt a. M., geb. 1528 in Marburg i H Professor der Medizin in Mainz, zuletzt Stadtphysikus in

S « gest. 1586 in Frankfurt.