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Tafel 250.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Sambucus racemosa (pag. 240). Zweig mit
Fruchtstand.„ la. Blütenstand.„ Ib. Blüte.„ lc. Staubblatt.„ Id. Same.
„ 1 e. Querschnitt durch den Samen.„ 2. Sambucus nigra (pag. 237). Zweig mit
Fruchtstand.„ 2 a. Teil des Blütenstandes.„ 2 b. Blüte.„ 2 c. Junge Frucht mit Kelch.
Fig. 2d. Reife Beere im Querschnitt.„ 2e. Same.„ 2f. Staubblatt.„ 2 g. Früchte der var. viridis.„ 3. Sambucus Ebulus (pag. 236). Blühender
Zweig.„ 3 a. Blüte.„ 3 b. Junge Frucht.„ 3 c. Längsschnitt durch dieselbe.„ 3d. Same.
„ 3e. Teil des Fruchtstandes.„ 4. Linnaea borealis (pag. 245). Habitus.
G. Mollugo durch die behaarten Achsen der Blütenstandes verschieden. — var. ambiguum (Gren. et Godr.)Beck. Von G. Mollugo durch gelbe, kleine Blumen abweichend. — var. f ollaci'num Rouy. Laubblätter etwaseingerollt und behaart, sonst wie G. Mollugo. Der Bastard zwischen Galium verum L. und G. Mollugo L.zeigt den süssen, honigartigen Geruch um so stärker, je näher er dem G. verum steht. Doch auch dieG. Mollugo näherstehenden Bastarde mit kaum gelblich gefärbten Blüten duften noch schwach bei ruhigem, sonnigemWetter. Hierdurch kann man die Bastarde von gelblich blühenden Mollugo-Formen leicht unterscheiden.
— 4. G. Mollugo X G. silvaticum (Im Regnitzgebiet in Bayern). — 5. G. boreale X G. Mollugosubsp. elatum (Im Regnitzgebiet in Bayern). — 6. G. boreale X G. verum (Im Regnitzgebiet in Bayern).
— 7- G. lucidum X G. verum. Von G. verum durch gelblichweisse Blüten und mehr glänzende Laub-blätter, von G. lucidum durch unterseits flaumige Laubblätter und die Blütenfarbe verschieden (Mehrfach inTirol). — 8. G. tricorne X G. Aparine (Angeblich bei Magdeburg). — In der Schweiz sollen auchG. aristatum X G. verum und G. Mollugo X G. rubrum beobachtet worden sein. Ausserdem wurdevereinzelt der Bastard Asperula glauca X Galium verum beobachtet (vgl. pag. 206).
DCC. Rübia 1 ) L. Färberröte.
Zu der Gattung gehören 38 Arten, die im Mittelmeergebiet, in Asien, am Kap, in Mexiko und Süd-amerika vorkommen. Nahe verwandt mit R. tinctorum ist R. peregrfna L. (Fig. 124d bis f) aus demMittelmeergebiet (auch am italienischen Anteile des Gardasees). Pflanze Ausläufer treibend. Stengel überwinternd.Laubblätter sitzend, 1-nervig. Krone grünlichgelb, mit geschwänzten Zipfeln. Beerenfrüchte runzelig. —R. cordifölia L. mit breit herzförmigen Laubblättern wird in Indien wie der Krapp kultiviert.
248. Rubia tinctorum 2 ) L. Krapp. Franz.: Garance des teinturiers; engl.: Madder;
ital.: Robbia. Fig. 124 a bis c und HOf.
Ausdauernd, 50 bis 80 cm hoch. Wurzelstock stielrund, gegliedert, rot, keine Aus-läufer treibend. Stengel klimmend oder aufrecht, im Herbst bis zum Grunde absterbend,geflügelt-vierkantig, an den Kanten von nach rückwärts gerichteten Stachelzähnchen rauhoder auch glatt, kahl. Laubblätter zu 4 bis 6 quirlig, kurz gestielt, oval oder eilanzettlichbis lanzettlich, spitz, einnervig, am Rande und unterseits am Mittelnerv durch kleineStachelchen rauh, zuerst dünn, später pergamentartig steif, matt hellgrün. Blüten in lockerenend- und blattachselständigen, beblätterten, armblütigen Trugdolden. Blumenkrone bis fastzum Grunde vierspaltig (Fig. 124 b), honiggelb, mit eiförmigen, anfangs aufrechten, späterabstehenden Zipfeln, 2 mm breit. Griffel keulenförmig. Fruchtknoten kahl. Frucht eineerbsengrosse, rotbraune, glatte Steinbeere (Fig. 124 c). — VI bis VIII.
K. tinctorum wurde früher vielfach als Farbpflanze angebaut, besonders imElsass, in Baden, in der Pfalz, in Sachsen und Schlesien, vor dem 30-jährigen Kriege
') Vom lat. rüber = rot; wegen der rotfärbenden Wurzel erhielt die Färberröte schon bei den altenRömern diesen Namen.
2 ) Lat. tinctor = Färber.