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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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die Blüten überragend, die oberen lanzettlich, eingeschnitten-gesägt, alle an der Basisgewimpert bis wollig-zottig. Kelch lederig, glockig, vorn halb 2-spaltig, an der Vorder-seite flaumig bis zottig, kurz 3- bis 5-zähnig mit flaumig gewimperten Zähnen (Fig. 71d).Blumenkrone bis 25 mm lang, bleich-schwefelgelb; die Röhre fast doppelt so lang als derKelch, innen zottig. Oberlippe fast gerade und plötzlich abgerundet oder abgestutzt,ungeschnäbelt, zahnlos, kahl oder am Saum etwas zottig. Die Staubfäden am Grunde undüber der Mitte etwas bärtig. Kapsel schief-eiförmig (Fig. J\ e), stachelspitzig, wenig längerals der Kelch. VII, VIII.

Auf Voralpenwiesen (1200 bis 1700 m) der südlichen Kalkalpen von Südtirol,Kärnten und Krain.

Allgemeine Verbreitung: Südöstliche Kalkalpen, Apenninen, Karpaten.

Sehr zerstreut in Südtirol auf dem Rittjoch bei St. Vigil, im Fassa- und Suganer-Tal und auf demMonte Baldo, ferner in Kärnten im Zuge der Karnischen Alpen auf der Plöcken, auf dem Müssen und denGailtaler Alpen, ferner nicht selten in Kärnten und Krain auf den westlichen Karawanken, in Krain auch inden Julischen Alpen auf dem Javornik, in Konjske ravne und auf der Cerna prst. Schon auf den küsten-ländischen Bergen und dann weiterhin nach Osten auf den illyrischen Gebirgen wird P. Summäna durch dienahe verwandte P. Hoermanniäna Maly vertreten, die sich insbesondere durch den nicht zweispaltigenKelch unterscheidet.

147. Pedicularisfoliösa L. Durchblättertes Läusekraut. Fig. 72 und Fig. 73 a und b.

Ausdauernd, 20 bis 50 cm hoch. Wurzel spindelig, ästig. Stengel einzeln, aufrecht,meist zartflaumig, unten entfernt, oben dicht beblättert. Laubblätter schlaff, trübgrün,gefiedert mit doppelt-fiederspaltigen Abschnitten, unterseits etwas flaumig. Blüten in einerendständigen, gedrungenen, reichblütigen, durchblätterten Traube. Tragblätter länger alsdie Blüten; die unteren den Stengelblättern gleichgestaltet, die oberen lanzettlich, einge-schnitten gesägt, alle an der Basis gewimpert. Kelch röhrig-glockig, dünnhäutig, 5-nervig,an den Nerven zottig, kurz 5-zähnig, nicht 2-spaltig, mit kurzen, breit 3-eckigen, zuge-spitzten Zähnen. Blumenkrone bis 25 mm lang, bleich schwefelgelb; die Röhre weit

länger als der Kelch, innen kahl. Oberlippefast gerade, abgerundet, stumpf, zahnlos, aussenfilzig-zottig. Staubfäden bärtig. Kapsel eiförmig,kurz stachelspitzig, etwas länger als der Kelch.VI bis VIII.

Auf Voralpen- und Alpenwiesen, an kräuter-reichen Stellen, zwischen Krummholz, an Bachrändernder Alpen, des Jura und der Vogesen. Auf Kalk.

In den Hochvogesen auf dem SulzerBelchen, Hoheneck,

Stolzer Ablass etc. In Württemberg auf dem Hundsrück und

Blasenberg (ca. 650 bis 880 m) auf der Schwäbischen Alb. In

Bayern in der ganzen Alpenkette ziemlich verbreitet zwischen

1500 und 2100 m, selten tiefer wie zwischen Krünn und Klais

im Wallgau bei 800 m (daselbst in Gesellschaft von Anemone

alpina, Laserpitium Siler und Lonicera caerulea). In Tirol in

den nördlichen Kalkalpen und im Gebiet des Grossglockner,

dort auch auf Kärntner Seite, ferner in Kärnten bei Mallnitz

und auf der Koralpe. In Salzburg, Steiermark, Ober- und

Niederösterreich im ganzen Zuge der nördlichen Kalkalpen

zerstreut und vielerorts nicht selten, in Niederösterreich bis

ca. 1000 m (Gahns bei Reichenau) herabsteigend. In der

_ . Schweiz besonders auf Kalkboden häufig (bis 2400 m); fehlt

Fig. 72. Pedicularisfoliösa L. m den Waadt- ° v

länderAlpen.Phot.ÄpothekerA.Eisenlohr,Aubonne. stellenweise in den Zentralalpen vollständig.