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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Hausskn. mit breit eiförmig-elliptischen, schärfer gesägten Stengelblättern (Höttinger Graben bei Innsbruck) undvar. Kerneri Chabert mit nur bis 20 cm hohem Stengel und violett überlaufenen Fruchtkelchen (Montikole Form).So in Oberbayern, im Fürstentum Liechtenstein, in Vorarlberg und in der Schweiz (Flimserstein bei Flims,Untere Böttli ob Grenchen), Monte Campione bei Lecco.

122. Alectorolophus Freynii') Stern. Kurzhaariger Klappertopf. Fig. 60d bis f.

Einjährig, 10 bis 50 cm hoch. Stengel aufrecht, einfach oder ästig, nicht schwarzgestrichelt, kurzhaarig. Stengelblätter länglich-elliptisch, scharf gesägt. Tragblätter mitAusnahme der untersten, den Stengelblättern gleichgestalteten breit dreieckig-eiförmig,unterseits mit kurzen Härchen besetzt, bleichgrün, ziemlich gleichmässig gezähnt, mit vomGrunde bis zur Spitze fast gleichgrossen Sägezähnen (Fig. 60e). Kelch von kurzen, ein-zelligen Härchen flaumig. Blumenkrone 2 cm lang, hellgelb, mit aufwärts gebogener Röhreund meist (vgl. var. Contrinensis) geschlossenem Schlund; Zahn der Oberlippe 2 mmlang, violett. Samen geflügelt. V bis IX.

Auf Wiesen; von der Berg- bis in die Alpenregion. Nur in Oesterreich in Süd-tirol (überall in den Dolomiten) sowie im Krainer Karstgebiet.

Allgemeine Verbreitung: Südtirol, Venetianer Alpen, österr. Küstenland,Südkroatien.

Zerfällt in die beiden Unterarten: 1. subsp. Freynii (Stern.) Hayek. Stengel einfach oder mit wenigenkurzen Aesten. Stengelinternodien gestreckt. Interkalarblattpaare 0 bis 1. V, VI, auf den Alpen bis VIII.Ueberall im Verbreitungsgebiete der Art, in Südtirol bis über 2000 m ansteigend und dann Uebergänge zurvar. Contrinensis zeigend. var. Contrinensis (Semler als Art). Stengel bis 15 cm hoch, fast stets einfach.Kronröhre stark nach aufwärts gekrümmt, Zahn der Oberlippe nach vorwärts gerichtet; Schlund der Blumen-krone offen. Fruchtkelche violett überlaufen (In Südtirol am Aufstieg vom Contrinhaus zum Cirelle-Pass bei 2300 m).

2. subsp. Sterneckii 2 ) (Wettst. als Art). Stengel bis 40 cm hoch, oft etwas schwärzlich gestrichelt,reichästig mit verlängerten Aesten. Stengelinternodien kurz, zahlreich. Interkalarblätter 2 bis viele. VII, VIII.Bisher nur in Südtirol bei Schluderbach und Stenico beobachtet.

123. Alectorolophus Rumelicus 3 ) (Velen.) Borbas (= Fistuläria Rumelica Wettst.,= Rhinänthus maior var. glandulosus Simk., = Alectorolophus glandulosus Stern.).

Drüsen-Klappertopf. Fig. 60a bis c.

Einjährig, 15 bis 60 cm hoch. Stengel aufrecht, meist besonders im oberen Teilekurz-drüsenhaarig, schwarz gestrichelt, einfach oder ästig. Stengelblätter eilänglich bisschmal-lanzettlich, kerbsägig. Tragblätter mit Ausnahme der untersten, den Stengelblätterngleichgestalteten dreieckig - eiförmig, kurz zugespitzt, bleichgrün, drüsig-behaart, ziemlichgleichmässig gezähnt mit dreieckigen, niemals begrannten Zähnen (Fig. 60 b). Kelch aufder ganzen Fläche kurz drüsig-behaart. Blumenkrone 2 cm lang, hellgelb, mit schwachnach aufwärts gebogener Röhre und geschlossenem Schlund; Zahn der Oberlippe 2 mmlang, violett. Samen geflügelt. V bis VIII.

Aufwiesen und an grasigen Abhängen; nur inThüringen bei Jena. Fehlt sonst im Gebiete.

Allgemeine Verbreitung: Thüringen, Ungarn, Siebenbürgen, Balkanhalbinsel,Kleinasien.

Die Pflanze von Jena entspricht der subsp. AscherSOtliänus *) Schulze (als Art.). Stengel im oberenTeile ästig mit schräg nach aufwärts gerichteten Aesten. Stengelinternodien zahlreich, kurz. Interkalarblatt-paare 0 bis 2 (Die saisondimorphe, nicht gegliederte Rasse der Talregion.)

') Vgl. Anm. 3, pag. 100.

2 ) Nach Dr. Jakob v. Sterneck, Statthaltereisekretär in Prag, dem Monographen der GattungAlectorolophus.

B ) Zuerst aus Ostrumelien beschrieben.

*) Nach Dr. Paul Ascherson, Professor der Botanik an der Universität Berlin, geb. 4. Juni 1834,gest. 6. März 1913, mit Paul Graebner Herausgeber derSynopsis der mitteleuropäischen Flora".