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Im Gebiete wurden bisher folgende Bastarde beobachtet: I.E. SalisburgensisXE. Tatarica imTessin. — 2. E. curta X E. stricta (= E. Reuteri Wettst.) in Pommern (Insel Wollin). — 3. E. curtaX E. Rostkoviäna einzig bei Harta in Böhmen. — 4. E. brevipila X stricta im Val Onsernone in derSchweiz. — 5. E. nemorosa X stricta (= E. Haussknechtii ') Wettst.) bei Weimar, Chudenic in Böhmen.
— 6. E. Rostkoviäna X E stricta (= E. hybrida Wettst.) bei Jena,Trins in Tirol, Celerina und Dent deRuth in der Schweiz. — 7- E. S alisburgensis X E. stricta (= E. Fav rät i 2 ) Wettst.) bei Kolmar im Elsass,Cheserez im Kanton Waadt. — 8. E.hirtella X E. minima (= E. Frey nii 3 ) Wettst.) an der Stilfserjochstrassein Tirol, Nant bei Bex und Wormserjoch in der Schweiz. — 9. E. minima X E. pulchella (= E. Gremlii 4 )Wettst) am Obernbergerjoch in Tirol. — 10. E. minima X E. picta bei Oberaudorf und Pfronten in Bayern.
— 11. E. minima X alpina (= E. Lepöntica Wettst.) in Graubünden, im Val Rondadura bei Pontresinaund Saas-Fee (?) in der Schweiz, — 12. E. minima X E. S al i sb urgen sis (= E. J&ggii Wettst.) mehr-fach in der Schweiz und in Tirol (Jaufen). — 13. E.hirtella X E. Rostkoviäna (= E.mi'xta Gremli)mehrfach in der Schweiz. — 14. E. Kerneri X E. Rostkoviäna (= E. Rechingeri 5 ) Wettst.) in Nieder-österreich, Traunstein in Oberösterreich und in Tirol (Afling bei Keniaten). — 15. E. picta X E. Rost-koviäna (=E. calvescens Beck) in den Sudeten, Ostalpen. — 16. E. Rostkoviäna X E. versicolor(= E. intercedens Wettst.) in den Alpen von Tirol und Steiermark. — 17. E. alpina X Rostkoviäna(= E. digenea Wettst.) bei Zermatt in der Schweiz. — 18. E. Rostkoviäna X E. S alisburgens i s(= E. Schinzii 0 ) Wettst.) bei Kreuth am Tegernsee in Oberbayerri und bei Airolo in der Schweiz. —19. E. Kerneri X E. tricuspidata (= E. Vestinensis Wettst.) im Vestino-Tal in Tirol. — 20. E. minimaX E. versicolor (= E. Jordänii Wettst.) in Tirol (Schönbichl bei Vils). — 21. E. minima X E. Rost-koviäna im Berninagebiet, 2600 m.
DCLXXXVII. Odontites 7 ) Gilib. Zahntrost.
Einjährige oder ausdauernde Halbschmarotzer, welche in die Nährpflanzen Saug-wurzeln entsenden. Stengel aufrecht, meist ästig. Blätter gegenständig, ungeteilt, meistgezähnt. Blüten in endständigen Trauben oder Aehren in den Achseln von den Laub-blättern ähnlichen, meist wechselständigen Tragblättern. Kelch röhrig oder glockig, 4-zähnig.Blumenkrone 2-lippig mit ziemlich kurzer Röhre (Fig. 59b und d); Oberlippe konkav,ganzrandig oder etwas 2-lappig mit vorgestreckten Lappen, Unterlippe 3-lappig mitlänglichen oder eiförmigen Lappen. Staubblätter 4, 2-mächtig; Antheren mit getrennten,unten spitzen Fächern. Griffel fädlich, mit kopfiger Narbe. Frucht eine von der Seitezusammengedrückte, fachspaltige Kapsel. Samen hängend, massig zahlreich, längsrippig.
Die Gattung umfasst gegen 20 Arten, die vorzüglich im Mittelmeergebiete zu Hause sind; einigewenige Arten kommen auch in Mitteleuropa und in Ostindien vor.
Auch die Odontites-Arten sind ähnlich wie dieEuphrasien etc. Halbschmarotzer. Die Samen von O.serotinakeimen auch ohne Gegenwart einer Wirtspflanze, gehen aber dann bald zugrunde. Bei Dichtsaat aber gelingtes, einige Exemplare zum Blühen zu bringen, da dann die einzelnen Individuen in die Wurzeln der Nachbar-pflanzen Haustorien entsenden und so gegenseitig aufeinander schmarotzen. Solche Individuen bleiben aberviel schwächer als solche, die auf einer anderen Nährpflanze gezogen wurden. Vgl. Heinricher im Jahrbuchfür wissenschaftliche Botanik, Bd. XXXII.
1. Blüten rot. Antheren von der Oberlippe bedeckt.........O. serotina nr. 120.
1*. Blüten gelb.............................. 2 -
2. Antheren aus den Blüten weit heraustretend. Pflanze nicht drüsig .... O. lutea nr. 118.2*. Antheren in der Blumenkrone eingeschlossen. Die ganze Pflanze reichlich drüsig behaart und klebrig.
_____________ O. viscosa nr. 119.
') Nach Prof. Karl Haussknecht in Weimar, gest. 1899.
2 ) Nach dem Schweizer Botaniker Favrat, Professor in Lausanne, gest. 1893.
3 ) Nach dem Botaniker und Baurat Josef Freyn in Prag, gest. 1900, Verfasser der Flora von Südistrien.
4 ) Nach Aug. Gremli, gest. 1899, Verfasser der Exkursionsflora für die Schweiz.
5 ) Nach dem Entdecker Dr. Karl Rechinger, geb. 1867, Custos-Adjunkt am naturhistorischenHofmuseum in Wien.
o) Vgl. pag. 75.
') Vom griech. ööovg, Genitiv ödovtog [odoüs, odöntos] = Zahn; wegen angeblicher Heilwirkungbei Zahnschmerzen.