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flaumig, oft auch mit eingemischten Drüsenhaaren. Untere Stengelblätter keilig-eiförmig, stumpf,mit wenigen stumpfen Zähnen, die mittleren und oberen eiförmig bis fast kreisrund, spitz,
jederseits mit 3 bis 6 spitzlichen Zähnen. Tragblätterfast kreisrund oder dreieckig-rundlich, spitz, jederseits mit5 bis 8 spitzen Zähnen (Fig. 52d bis n), meist dicht-dachig aufrecht. Alle Blätter mit weissen Börstchen undlangen, mehrgliederigen Drüsenhaaren dicht besetzt. Aehredicht, auch später nur wenig verlängert. Kelch dicht drüsen-haarig, zur Fruchtzeit kaum vergrössert. Blumenkrone 5bis 7 mm lang (Fig. 52b), weisslich, auf der Unterlippe mitgelbem Schlundfleck und dunklen Strichen. Kapsel schmaleiförmig, so lang wie der Kelch,- am Rande langborstiggewimpert (Fig. 52 c). — VI bis IX.
Auf Alpenmatten und an steinigen, grasigen Stellender Schweizer, Vorarlberger und Tiroler Alpen, von ca. 1/00bis 2300 m. Fehlt in Deutschland gänzlich. Vorzugsweiseauf Urgestein.
In Oesterreich in Vorarlberg (Drei Schwestern, St. Rochus,Naafkopf) und in Tirol (an der Stilfserjochstrasse, Sonnwendjoch, Martelltal,Fucine, Rabbi, Cogorna bei Fiave, Stenico). In der Schweiz durch dieganze Kette der Zentralalpen verbreitet, im Wallis zwischen 1300 und2200 m. Eine schwächer drüsige Form ist f. subgläbra Townsend.
Allgemeine Verbreitung: Gebirge des mitt-leren und nördlichen Spaniens, der Pyrenäen, Westalpen,siebenbürgischen Karpaten (?), Gebirge der nördlichen Balkan-halbinsel, des Ural, vonTranskaukasien, Kurdistan, Afghanistan,Sibirien, der Mongolei.
Fig. 52. Euphrasia hirtella Jord.
a Habitus. b Blüte, c Fruchtkapsel.
d bis n Tragblätter (Fig. d bis n nach
Wettstein).
108. Euphrasia Rostkoviäna*) Hayne (= E. officinälis L. z. T. und der Autoren,= E. officinälis var. pratensis Koch, = E. pratensis Fr.). Gemeiner Augentrost.
Taf. 242, Fig. 2, Fig. 53 und 54.
Einjährig (2) 5 bis 30 (50) cm hoch. Stengel aufrecht oder aufsteigend, einfachoder ästig, von nach rückwärts gerichteten, krausen Härchen flaumig und überdies besonders anden Knoten auch drüsenhaarig. Untere Stengelblätter keilig, stumpf, mit wenigen stumpfenZähnen, die mittleren und oberen eiförmig, spitz, jederseits mit 3 bis 6 spitzen, aber nichtbegrannten Zähnen. Tragblätter etwas kürzer und breiter als die Stengelblätter jederseitsmit 4 bis 5 spitzen Zähnen. Alle Blätter unterseits kurzborstig behaart und besondersdie oberen Stengel- und die Tragblätter mindestens gegen den Grund zu drüsenhaarig.Kelch drüsenhaarig, zur Fruchtzeit nicht vergrössert. Blumenkrone 9 bis 11 mm lang, mitgegen Ende der Blütezeit sich verlängernder Röhre und dann bis 14 mm lang, weiss,selten blasslila, mit violetter Oberlippe, mit gelbem Schlundfieck und dunklen Strichengezeichneter Unterlippe. Kapsel elliptisch, ausgerandet, nicht oder kaum länger als derKelch, am Rande langborstig gewimpert. — V bis X.
Auf nassen und trockenen Wiesen, in Mooren, auf Heiden, in lichten Wäldern,zwischen Geröll; von der Ebene bis in die Alpenregion. In fast ganz Deutschland diehäufigste Euphrasia; nur im Nordwesten seltener und in Schleswig-Holstein noch nicht
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] ) Nach dem Botaniker Friedrich Wilhelm Gottlieb Ro s tko v(-ius), Arzt in Stettin, geb. 17/0,gest. 1848, der diese Art zuerst von E. „officinälis", d. i. E. nemorosa und E. gracilis unterschied.
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