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kurzen, spitzen Zähnen. Blumenkrone 4 bis 6 mm lang (Fig. 51 b), weisslich, mit gelbemFleck und dunklen Streifen auf der Unterlippe, seltener blau oder lila. Kapsel so langoder länger als der Kelch, am Rande steifborstig gewimpert (Fig. 51c). — VI bis IX.
Auf Heiden, Mooren, trockenen Wiesen. Zerstreutin Nord- und Mitteldeutschland und im nördlichenOesterreich. Fehlt in der Schweiz gänzlich.
In Deutschland besonders auf Heiden und in Mooren weitverbreitet und namentlich für die nordwestdeutschen Heidegebiete charak-teristisch. Reicht südwärts bis in die Rheinprovinz, bis in die Pfalz undnach Bayern (Schwabach, Regensburg). In Oesterreich ziemlich ver-breitet in Böhmen, in Mähren (bei Zlabings, auf dem Radhost, bei Pollau,Kromau) und in Niederösterreich (zwischen Gmünd und Schrems).
Allge meine Verbreitung: Schottland, Norwegen,Schweden, Dänemark, Belgien, Holland, Nordfrankreich,Deutschland, Oesterreich, Russisch-Polen.
105. Euphrasia mfnima Jacq. (= E. variabilis Freyn).Zwerg-Augentrost. Taf. 242, Fig. 4.
Einjährig, (0,5) 2 bis 10 (25) cm hoch. Stengel auf-recht, einfach oder im unteren Teile wenigästig, von nachrückwärts gerichteten krausen Härchen flaumig. Stengelblätterstumpf, die untersten jederseits mit einem stumpfen Zahn, diemittleren und oberen eiförmig oder verkehrt-eiförmig, jeder-seits mit 2 bis 4 stumpfen oder spitzen, aber nie begranntenZähnen. Tragblätter eiförmig, aufrecht-abstehend, stumpfoder spitz, jederseits mit 3 bis 4, sehr selten bis 5 zuge-spitzten, selten kurzgrannigen Zähnen. Blätter wenigstens am Rande und auf der Ober-seite gegen den Rand zu mit kleinen Börstchen besetzt. Kelch kahl oder kurzborstig.Blumenkrone 5 bis 6 mm lang, weiss oder lila mit gelbem Fleck auf der Unterlippe, oderdie Unterlippe (oft auch die ganze Blüte) gelb. Kapsel eiförmig oder keilig-eiförmig, inder Regel den Kelch überragend (vgl. E. Hegii), am Rande steif-borstig gewimpert. — VII bis IX.Auf humosen Alpenwiesen, Alpenweiden, steinigen Triften in der ganzen Alpen-kette von der Voralpenregion bis in die Hochalpenregion (Piz Languard im Engadin3250 m) verbreitet, ferner auf den Vogesen und im Riesengebirge. Ganz vereinzeltauch in Thüringen bei Blankenberg unweit Gera (1901 entdeckt). Besonders auf Urgesteinund Schiefer.
Allgemeine Ve rbreitung: Pyrenäen, Südfrankreich, Alpen, Sudeten, Karpaten,Apenninen, Gebirge der Balkanhalbinsel, Kleinasien, Norwegen, Schweden, Lappland.
Euphrasia minima ist sehr formenreich und tritt bei uns in 3 Unterarten auf: 1. subsp. minima (Jacq.)Hayek. Pflanze schlank. Stengelblätter eiförmig, mit jederseits 1 bis 3 Zähnen, alle sitzend. Pflanze stetsdrüsenlos. So in den Alpen, Vogesen und bei Gera. Diese Unterart ist sowohl in bezug auf Blütenfarbe alsauch Behaarung und Wuchs sehr variabel. Nach der Farbe der Blüte kann man unterscheiden: f. pällidaGremli. Blumenkrone weiss, mit blauer oder violetter Oberlippe, auf der Unterlippe mit gelbem Fleck(Besonders häufig in den östlichen Alpen). — f. bi'color Gremli. Blüten gelb mit violetter oder roter, seltenweisslicher Oberlippe (Verbreitet). — f. alba Gremli. Blumenkrone ganz weiss (Besonders an hochalpinenStandorten). — f. purpuräscens Wettst. Blüten ganz rotviolett (Auf dem Trinser Padaster in Tirol). —f. flava Gremli. Blüten ganz gelb (Besonders in den Süd- und Westalpen). — Bezüglich der Behaarung unter-scheidet man: var. S chlei ch eri Wettst. Blätter nur am Rande und auf den Randpartien der Oberseite spärlichfeinborstig (Die verbreitetere Form ; besonders in den Nordalpen verbreitet, in den Südalpen mehr in höherenLagen). — var. hispidula Favrat. Laubblätter auch unterseits reichlich borstig (Besonders in den Südalpen,
Fig. 51. Euphrasia gracilis Fries.a Habitus, b Blüte, c Fruchtkapsel.d bis h Tragblätter. — Euphrasiap ul ch e 11 a Kerner. i'Habitus. £Blüte./ Fruchtkapsel, m bis q Tragblätter.