Tafel 242.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Tozzia alpina (pag. 71). Habitus.
1 a. Staubkolben.
2. Euphrasia Rostkoviana subsp. Rostkoviana(pag. 92). Habitus.
2 a. Blüte von vorn (vergrössert).2b. Kelch mit Kapsel (vergrössert).
3. Euphrasia Salisburgensis (pag. 97). Habitus.
3 a. Kelch mit Kapsel (vergrössert).
4. Euphrasia minima subsp. minima f. bicolorQremli (pag. 90). Habitus.
Fig. 4 a. Blüte von der Seite (vergrössert).
„ 4 b. Kelch mit Kapsel (vergrössert).
„ 4c. Same (vergrössert).
„ 4d. Same im Querschnitt (vergrössert).
,, 5. Odontites lutea (pag. 101). Habitus.
„ 5 a. Staubblatt (vergrössert).
„ 5b. Kelch mit Kapsel (vergrössert).
„ 5c. Reife Kapsel (vergrössert).
„ 6. Odontites serotina subsp. serotina (pag. 102).
„ 6a. Reife Kapsel. [Habitus.
In Gebirgswäldern, unter Buschwerk, seltener auf Bergwiesen und Alpentriften bisin die Alpenregion (bis 2500 m), auf allen Gebirgen verbreitet; in der norddeutschenEbene nur im Sachsenwalde bei Trittau und sehr zerstreut in Westpreussen.
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa, Sibirien.
Melampyrum silvaticum tritt in vier Unterarten auf, die denen von M. pratense analog sind: 1. subsp.SllvätlCUm (L.) Ronniger. Stengel ästig mit blütentragenden, schräg nach aufwärts gerichteten Aesten; das untersteAstpaar meist steril und in den Achseln des ersten Blattpaares über den Kotyledonen entspringend. Stengelinter-nodien kurz. Interkalarblätter fehlend oder vorhanden. Stengelblätter lanzettlich bis lineal, 5 bis 7 (10) mmbreit. Tragblätter meist ungezähnt und nicht breiter als die Stengelblätter. — VII bis IX (Talrasse). Verbreitet.— Hieher auch die var. angustifölium Ronniger mit nur 1 bis 2mm breiten Stengelblättern und tiefdunkelgelben Blüten (Sertigtal in der Schweiz, auch bei Bormio in Oberitalien). — var. pällens Ausserdorf er.Stengel- und Tragblätter nur 1 bis 2 mm breit, unterste Aeste so lang wie das obere unverzweigte Stückder Hauptachse, schwach nach abwärts gebogen und nur mit der Spitze aufstrebend. Blüten fast weiss mitbräunlichen Streifen (Schweiz: Mayens de Sion, Vernayaz, Eginental). — 2. subsp. intermediuni Ronniger.Stengel bis 27 cm hoch, meist mit einem kräftigen, steil aufrechten Astpaar, das der Achsel des Blattpaaresüber den Kotyledonen entspringt; darunter aus den Achseln der zur Blütezeit häufig noch vorhandenen Kotyle-donen oft noch ein steriles Astpaar. Stengelinternodien zahlreich, kurz. Stengelblätter lanzettlich, 2 bis 5 mmbreit. Tragblätter breiter, am Grunde oft mit einem Zahn (Montikole Rasse). Wiesen und Gebüsche der Voralpen.Im Alpengebiet anscheinend nicht selten, auch im Riesengrund des Riesengebirges. — 3. subsp. laricetörum 1 ) (Kern.)Ronniger. Stengel 10 bis 15 cm hoch, einfach, seltener mit einem sterilen Astpaar. Kotyledonen zur Blütezeitnoch erhalten. Internodien kurz. Das zweite oder dritte Blattpaar von unten in den Achseln schon Blüten tragend.Blätter schmal, 2 bis 3 mm breit, Tragblätter viel breiter, meist am Grunde mit 1 bis 2 Zähnen jederseits (AlpineRasse). In der höherenVoralpen- und Krummholzregion der Alpen aufwiesen, in Heideformationen und unter Krumm-holz; auch in den Sudeten und Vogesen. — 4. subsp. aestiväle Ronniger. Stengel kräftig, bis 35 cm hoch,einfach oder mit 1 bis 2 steil aufgerichteten, kurzen Astpaaren. Kotyledonen zur Blütezeit noch vorhanden,in ihren Achseln oft ein kurzes steriles Astpaar. Ueber den Kotyledonen ein auffallend langes (4,5 bis 5 cm)Stengelglied, die folgenden 1 bis 3 Internodien 1,5 bis 3 cm lang. Interkalarblätter fehlend (Aestiväle Rasse).Auf Wiesen der Hügel- und Bergregion, selten (in Deutschland bei Rübeland am Harz, in der Schweiz beiCormoret, Schieitheim bei Schaffhausen und im Jura an der Route de Marchairuz).
96. Melampyrum saxösum Baumg. Felsen-Wachtelweizen. Fig. 45d und e.Einjährig, 10 bis 40 cm hoch. Stengel aufrecht, einfach oder ästig, an den Kantenflaumig. Laubblätter kurz gestielt, lanzettlich bis lineal-lanzettlich, ganzrandig, spitz, fast kahl.Blüten in lockeren, oft einseitswendigen Trauben. Tragblätter lanzettlich, lang zugespitzt,ganzrandig oder häufiger am Grunde kurz gezähnt. Kelch »/* so lang wie die Blumen-krone (Fig. 45 e), seine Zipfel eilanzettlich, viel länger als die Kelchröhre, abstehend.Blumenkrone 10 mm lang, weiss mit purpurn gestreifter Unterlippe, weit geöffnetemSchlund, sehr stark gewölbter Oberlippe und herabgeschlagener Unterlippe. Kapsel ei-förmig, zugespitzt, 10 bis 12 mm lang. — VII bis IX.
') Laricetum (lat.) = der Lärchenwald (vgl. Bd. I, pag. 95).Hegi, Flora Bd.VI. 6
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