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Tafel 240.
Erklärung der Figuren.
Fig. I. Digitalis purpurea (pag. 66). Blütenstandund Laubblatt.„ 1 a. Staubblatt.
„ 2. Digitalis ambigua (pag. 68). Blütenspross.„ 2a. Schnitt durch die Blüte (ohne Krone).„ 2 b. Längsschnitt durch den Fruchtknoten.„ 2c. Samen.
„ 3. Digitalis lutea (pag. 69). Blütenspross.„ 3 a. Längsschnitt durch die Blüte.„ 3b. Querschnitt durch den Fruchtknoten.„ 3 c. Samen.
Fig. 3 d. Schnitt durch den Samen.
„ 4. Bartsia alpina Habitus.
„ 4 a. Blüte (von vorn).
„ 4 b. Fruchtknoten.
„ 4 c. Staubblatt.
„ 5. Erinus alpinus (pag. 70).
„ 5 a. Blüte (aufgeschnitten).
„ 5 b. Fruchtknoten.
„ 5 c. Längsschnitt durch den Fruchtknoten.
„ 5d. Querschnitt durch den Fruchtknoten.
79. Wulfenia Carinthfaca Jacq. Kärntner Kuhtritt. Fig. 37 und 38.Ausdauernd. Wurzelstock walzlich, wagrecht, kriechend. Stengel aufrecht, einfach,20 bis 40 cm hoch, spärlich kraus behaart. Blätter der grundständigen Rosette gross, kurzgestielt, verkehrt-eiförmig, in den Stiel allmählich verschmälert, stumpf, grob doppelt ge-kerbt, kahl oder unterseits am Mittelnerven spärlich kraus behaart, dunkelgrün, glänzend.Stengelblätter wenige, klein, fast schuppenförmig, grün, gezähnt. Blüten in dichter, einseits-wendiger, endständiger Traube. Tragblätter lanzettlich, spitz. Blütenstiele sehr kurz»1 bis 3 mm lang, kahl. Kelch tief 5-teilig mit lineallanzettlichen, spitzen, etwa 8 mmlangen Zipfeln. Blumenkrone tief blauviolett, 15 mm lang, mit langer Röhre und kurzem,2-lippigem Saum; die Oberlippe 2-lappig, etwas kürzer als die 3-lappige, innen im Schlündebärtige Unterlippe. Staubblätter 2 (Fig. 38b), kurz, im Schlünde unter der Oberlippeentspringend. — VII, VIII.
An etwas feuchten, humosen Stellen an der oberen Waldgrenze der Alpen. Nur inKärnten in den Gailtaler Alpen im Gebirsgsstock des Gartnerkofels auf der Auerniggalm,Garnitzenalm, Nassfelderalm,Kühwegeralm undWatschiger-alm. Fehlt in Deutschlandund in der Schweiz vollstän-dig; auch die Standortsangabenaus Tirol sind unrichtig.
Allgemeine Ver-breitung: War bis vor kur-zem nur von obigen Stand-orten in Kärnten bekannt;wurde dann im Jahre 1903 vonRohlena auch in Montenegroauf der Sekirica planinaentdeckt.
Nach Scharf ett er's Un-tersuchungen ist Wulfenia Carin-thiaca keine eigentliche Hochgebirgs-pflanze, sondern bewohnt die „Kampf-zone" des Waldes, also den Höhen-gürtel zwischen der Grenze desgeschlossenen Waldes und der oberenBaumgrenze. Die höchsten Stand-
Hegi, Flora, Bd. VI.
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Fig. 37. Wulfenia Carint hiaca Jacq, in den Gailtaler Alpen (rechts Rhodo-dendron ferrugineum L.). Phot. Privatdozent Dr. R. Scharfetter, Graz.