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Vgl. Wiesbaur in Deutsche botan. Monatsschrift V und VI (1887 bis 1888) und inden Mitteilungen der Sektion für Naturkunde des österr. Touristenklub V (1893).Allgemeine Verbreitung: Nord- und Mitteleuropa.
Auch bei dieser Art wurde eine Form mit eingeschnittenen Kelchzipfeln beobachtet: f. calycida Fr.So hie und da im Flachlande.
63. Veronica opäca 1 ) Fr. Dunkler Ehrenpreis. Fig. 31 a und b.
Einjährig. Wurzel fädlich. ,Stengel liegend oder aufsteigend, besonders am Grundeästig, 10 bis 25 cm lang, ziemlich reichlich abstehend-behaart, gegen die Spitze zu meiströtlichbraun. Laubblätter kurz gestielt, breit-eiförmig, grob-kerbsägig, am Gründe seicht herz-förmig oder rasch zusammengezogen, dünn, matt dunkelgrün, beiderseits behaart. Blüteneinzeln in den Blattachseln, langgestielt; Blütenstiele kraushaarig, bei der Fruchtreifeherabgebogen. Kelchzipfel eilänglich, meist stumpf, reichlich behaart, am Grunde oft fastzottig, bei der Fruchtreife länger als die Kapsel. Blumenkrone radförmig, mit sehr kurzerRöhre, 3 bis 4 mm breit, himmelblau. Kapsel breiter als lang, nierenförmig, tief ausgerandet,nicht oder undeutlich netzaderig, am Rande deutlich gekielt, dicht kurzhaarig und mitzerstreuten, krausen Drüsenhärchen besetzt (Fig. 31b). Samen zu 6 bis 7 in jedem Frucht-fach, 1 bis 1,8 mm lang, tief schalenförmig ausgehöhlt. — III bis X.
Auf Aeckern, Brachen. In Deutschland sehr zerstreut und meist unbeständigim Süden und Osten, im Westen und Nordwesten sehr selten, für Elsass nicht sicher nach-gewiesen. In Oesterreich ebenfalls sehr zerstreut, in Niederösterreich, Kärnten, Krain undSchlesien nicht nachgewiesen. In der Schweiz ebenfalls selten (mit Sicherheit frühereinzig bei Morschach).
Allgemeine Verbreitung: Nord- und Mitteleuropa.
64. Veronica Cymbaläria 2 ) Bodard (= V. cymbalariaefölia Vahl)
preis. Fig. 31 c und d.
Einjährig. Stengel meist zahlreich, am Grundereich ästig, 10 bis 15 cm lang, liegend, locker-lang-haarig. Laubblätter ziemlich langgestielt, rundlichdreieckig bis halbkreisförmig, an der Basis quer abge-stutzt oder breitkeilig, tief kerbsägig, fast lappig,mit 5 bis 7 Abschnitten; der mittlere breiter. Blüteneinzeln in den Blattachseln, lang gestielt. Blüten-stiele locker-langhaarig, nach dem Verblühen zu-rückgeschlagen. Kelchzipfel breit-eiförmig, stumpf,langhaarig gewimpert. Blumenkrone radförmig, mitsehr kurzer Röhre, 3 bis 5 mm breit, bläulich-weiss.Kapsel fast kugelig, vierfurchig, behaart (Fig. 31 d).Samen zu zweien in jedem Fruchtfach, 2,5 bis 3 mmlang, schalenförmig, schwach warzig. — II bis VI.
An Mauern, auf wüsten Plätzen; nur inO e s t e[rr e ic h in Krain (bei Wippach) und imKüsten-lande. Sonst nur vorübergehend eingeschleppt wieim Hafen von Mannheim (1898).
Allgemeine Verbreitung: Mittel-meergebiet.
Mauer-Ehren-
Fig. 31. Veronica opaca Fr. a Habitus (!/s natürl.Grösse), b Frucht mit Kelch. — Veronica Cymba-läria Bodard. c Habitus (>/3 natürl. Grösse), d Fruchtmit Kelch.
') lat. opäcus = dunkel, düster; wegen der nicht glänzenden Blätter.2 ) Vgl. Linaria Cymbaläria pag. TJ, Anm. 1.