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Tafel 238.
Erklärung der Figuren.
™g- 1. Veronica urticaefolia. Blülenspross (pag. 60).» 1 a. Stengelhaar, stark vergrössert.» Ib. Samen (vergrössert).» 2. Veronica Teucriutn L. subsp. Pseudochamae-
drys. Blütenspross (pag. 58).» 2 a. Kapsel mit Kelch, vergrössert.» 3. Veronica spicata. Blütenspross (pag. 45).» 3 a. Blüte von vorn, vergrössert.» 3 b. Kelch, vergrössert.» 3 c. Kapsel mit Kelch, vergrössert.i. 3d. Anthere, vergrössert.» 3e. Fruchtstand.
Fig. 3 f. Fruchtknoten, vergrössert.
„ 4. Veronica fruticulosa Habitus (pag. 46).
„ 5. Veronica of/icinalis. Habitus (pag. 58).
„ 5 a. Fruchtstand.
„ 5 b. Kapsel mit Kelch, vergrössert.
,, 6. Veronica Bonarota. Blütenspross (pag. 43).
„ 6 a. Blüte, vergrössert.
„ 6 b. Fruchtknoten, vergrössert.
„ 6 c. Frucht mit Kelch, vergrössert.
,, 6d. Staubblatt, vergrössert.
„ 6e. Samen im Längsschnitt, vergrössert.
„ 7. Veronica lutea (pag. 42). Blütenspross.
fr eisen in einer Meeres-höhe von nur 180 bis300 m auf.
AllgemeineVe rb reitung:Südliche Kalkalpenvon Oesterreich undVenetien.
Veronica lutea istbesonders in Bezug aufdie Gestalt der Oberlippeveränderlich; man kanndiesbezüglich unter-
scheiden: var. Zanni-c h e 1 i i (Brignoli als Art).Oberlippe ungeteilt (ImGebiete die weitaushäufigere Form). — var.urticaefolia (Brignolials Art). Oberlippe zwei-zähnig (Nach Brignolibesonders in den Alpenvon Friaul).
Fig. 25. Veronica lutea (Scop.) Wettst., in den Sanntaler-Alpen. Phot. f Kraskowits, Wien.
44. Veronica Bonarota 1 ) (L.) Wettst. (= Paederöta Bonarota L., = P. caerulea L. f.).
Blaues Mänderle. Taf. 238, Fig. 6.
Das blaue Menderle (Männchen), wie die Pflanze in Kärnten heisst, ist nichts anderes als einevolksetymologische Umdeutung aus „blaues Hamenderlein" (demin. von Gamander; vgl. Teucrium Chamaedrys).
Ausdauernd. Wurzelstock kurz, reichfaserig. Stengel aufrecht oder überhängend,(5) 8 bis 15 (25) cm hoch, anliegend kraushaarig, einfach. Blätter gegenständig, kurz gestielteiförmig-rundlich, am Grunde abgerundet, breit zugespitzt, grob, fast lappig, eingeschnittengesägt, am Rande und unterseits an den Nerven spärlich behaart, sonst kahl. Blüten inkurz gestielter, endständiger, eiförmiger Traube. Blütenstiele kurz, gleich der Traubenspindel
') Nach Buonarota, Senator in Florenz, einem Förderer der Botanik.