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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa, Mittelasien (von Sibirien und Persienbis Japan).

Lindernia Pyxidaria ist ein sehr charakteristisches Glied der Flora der nackten Teichböden, die sichoft mit einem Schlage einstellt, wenn grössere Fischteiche abgelassen werden, während in den Zeiten, wenndiese Teiche gefüllt sind, oft jahrelang keine Spur dieser Arten zu finden ist. Zu diesen Arten gehören inbesondereAlopecurus fulvus (Bd. I, pag. 219), Coleanthus subtilis (Bd. I, pag. 220), Cyperus flarescens (Bd. II, pag. 11),C. Michelianus (Bd. II, pag. 11), C. fuscus (Bd. II, pag. 13), Heleocharis ovata (Bd. II, pag. 39), H. acicularis (Bd. II,pag.41), Carex cyperoides (Bd. II, pag. 58), Juncus bufonius (Bd. II, pag. 155), J. Tenageia (Bd. II, pag. 157),J. capitatus (Bd. II, pag. 162), Spergularia echinosperma, Elatine hexandra, E. triandra, Radiola linoides, Bulliardaaquatica, Centunculus minimus, Limosella aquatica (pag. 38), Gnaphalium uliginosum, Bidens radiatus, sowieeinige Moose (Ephemerum serratum, Physcomitrium sphaericum, Riccia-Arten).

DCLXXLX. VerÖnica 1 ) L. Ehrenpreis. Franz.: Ve'ronique, herbe bleue;

engl.: Speedwell, eye-bright, cats-eye.

Ein- oder mehrjährige Kräuter oder Sträucher mit gegenständigen Blättern. Blüteneinzeln in den Blattachseln oder in end- oder blattachselständigen Trauben oder Aehren.Kelch vier- bis fünfteilig (Fig. 34c). Krone mit kurzer bis fast fehlender Röhre und mit tiefvierspaltigem, flachem oder glockigem Saum; die Kronzipfel untereinander an Grösse wenigverschieden, der oberste (durch Verwachsung zweier Zipfel gebildete) etwas grösser als diedrei übrigen (Fig. 30d). Staubblätter zwei. Staminodien fehlend. Staubfäden lang, oftspindelförmig. Antherenhälften getrennt oder an der Spitze zusammenstossend. Griffelmeist deutlich, verschieden lang. Frucht eine zweifächerige (Fig. 29 c und 32 d), meist flache,fachspaltige Kapsel (Taf. 237, Fig. 5 c). Samen verschiedengestaltet (Fig. 28 d, 30f, g).

Die Gattung umfasst etwa 240 Arten, die in den kalten und gemässigten Gebieten beider Hemi-sphären heimisch sind; zahlreiche Arten sind Gebirgspflanzen. In den Gebirgen von Neuseeland allein kommen64 Arten vor, von denen viele für dieses Gebiet sehr charakteristisch sind. Für Europa kommen ca. 80 Artenin Betracht.

Ausser der heimischen VeronicalongiföliaL. (nr.46) sind auch V. VirginiänaL. aus Nordamerika,V. Sibirica L. aus Dahurien, V. gentianofdes Vahl aus dem Kaukasus beliebte Gartenzierpflanzen. Mehrereimmergrüne, strauchige Arten aus Neuseeland werden häufig als Topfpflanzen gezogen, so insbesondere V. speciösaR. Cunn., V. Dieffenbächii Benth., V. salicifölia Forst., V. macrocärpa Vahl, V. buxifölia Benth.,carnulösa Hook, f., V. Traversii Hook, f., V. cupressofdes Hook. f. (diese Art gleicht im nichtblühendenZustande ganz einer Conifere), V. B enthämii Hook. f. etc. Adventiv werden ausser verschiedenen untenbeschriebenen Arten im Hafen von Mannheim als Seltenheit beobachtet: Veronica Pönae Gouan (= V. GouäniMorett.) aus Süd Westeuropa, V. gentianoi de s Vahl aus dem Kaukasus, V. p edun culäris Stev. aus Südruss-land und Südwestasien, V. cinerea Boiss. aus Kleinasien und Armenien und deren Bastarde.

Die Veronica-Arten sind meist homogam und sowohl der Bestäubung durch Insekten als auch derSelbstbestäubung angepasst. Als Anflugstelle dient meist die Unterlippe, so dass die nach abwärts gerichteteNarbe zuerst mit der Bauchseite des Insektes in Berührung kommt. Die an der Basis verdünnten Staubfädenwerden aber dann durch die sich daran klammernden Vorderbeine des Insektes unter die Bauchseite desselbenzusammengeschlagen, so dass jetzt bei einem folgenden Blütenbesuche der Blütenstaub an der Narbe abgestreiftwird. Als Bestäuber der Veronica-Arten kommen in erster Linie Schwirrfliegen (aber auch Bienen, Käfer etc.)in Betracht. Bei den mit unscheinbaren Blüten versehenen einjährigen Arten ist Selbstbestäubung die Regel,wodurch sich auch die grosse Fruchtbarkeit dieser Arten erklärt. Die Samen einzelner Arten werden durchAmeisen verschleppt.

1. Blüten einzeln in den Blattachseln oder in endständigen Trauben oder Aehren ..... 2.1*. Blüten in blattwinkelständigen Trauben, der Hauptstengel mit einem Blattspross abschliessend

(bei V. aphylla ist der Hauptstengel oft so stark verkürzt, dass die Blütentrauben grundständig erscheinen). 24.

2. Blüten gelb. Südliche Kalkalpen................. V. lutea nr. 43.

2*. Blüten blau, rosenrot oder weiss . . . ..................3.

3. Stengelblätter nach oben allmählich oder plötzlich in kleine Tragblätter übergehend; die Blütendaher in lockeren und dichten Trauben. Blütenstiele stets aufrecht oder abstehend........ 4.

*) Wahrscheinlich veränderte Schreibweise von Betönica. Der Name Betonica soll nach Plinius vondem keltischen Volke der Vetonen stammen.