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zweilippigem Saum, die Unterlippe dreispaltig, meist sehr kurz (Taf. 236, Fig. 3b, 3c, 4a;Fig. 22b). Staubblätter vier, zweimächtig, das fünfte Staubblatt ganz fehlend oder anseiner Stelle ein schuppenförmiges oder lineales Staminodium (Fig. 19b, c und Fig. 21b).Antherenfächer mit einander verschmolzen (Fig. 18d, e). Frucht eine fachspaltige Kapselmit ungeteilten oder zweispaltigen Klappen (Fig. 22c). Samen ellipsoidisch, runzelig(Fig. 22 d).
Die Gattung umfasst (nach Stiefelhagen in Englers Jahrb. Bd. XL1V 1910) gegen 150 Arten, diedurch Nordamerika, Europa, Nordafrika und Nordasien verbreitet sind; zwei Arten kommen auch auf denzentral-amerikanischen Inseln vor. Die grüsste Artenzahl weist Asien auf. Adventiv wurde bei Mannheim{'901) S. peregrina L. aus dem Mittelmeergebiet beobachtet.
Die Arten der Gattung Scrophularia, vor allem die braunblütigen, sind besonders dem Besuche durchWespen angepasst, welche gerade solche rötlichbraun gefärbte Blüten gerne aufsuchen. Die Blüten sind aus-gesprochen proterogyn; doch bleibt bei ausbleibendem Insektenbesuch die Narbe sehr lange belegungsfähig, sodass auch spontane Selbstbestäubung stattfinden kann.
1. Blüten gelb, in blattachselständigen Trugdolden..........S. vernalis nr. 30.
1*. Blüten bräunlich, in endständigen Rispen...................2.
2. Blätter einfach bis doppelt fiederschnittig................... 3.
2*. Blätter ungeteilt............................ 5.
3. Blätter fiederlappig, die unteren eiförmig oder selbst ungeteilt. Staminodium rundlich.
S. la ein i ata nr. 35.3*. Alle Blätter fiederschnittig bis doppelt fiederschnittig. Staminodium schmal lanzettlich oder fehlend 4.
4. Blütenstandsachsen mit sitzenden oder sehr kurz gestielten Drüsen besetzt. Oberlippe der Blumenkronekürzer als die halbe Kronröhre (Taf. 236, Fig.4a) . . S. canina nr. 36.
4*. Blütenstandsachsen drüsenhaarig. Oberlippe der Blumen-krone länger als die halbe Kronröhre. (Fig. 22b). S. Hoppeinr. 37.
5. Stengel und Blattstiele geflügelt....... 6.
5*. Stengel und Blattstiele ungeflügelt...... 7.
6. Staminodium rundlich-nierenförmig, kaum ausgerandet.Blätter am Grunde herzförmig, stumpf gekerbt. S. auriculata nr. 31.
6*. Staminodium breiter als lang (Fig. 19c). oben deutlichbis tief ausgerandet. Blätter meist spitz, am Grunde verschmälert oderabgerundet, wenigstens die oberen scharf gesägt . S. alata nr. 32.
7. ,Blätter kahl. Stengel unten kahl, im Blütenstand zer-streut stieldrüsig............S. nodosa nr. 33.
7*. Blätter beiderseits flaumig. Stengel drüsig-flaumig.
S. Scop o 1 i i nr. 34
30. Scrophularia vernälis^L. Frühlings-Braun würz. Fig. 18.
Ausdauernd. Wurzelstock kurz, kriechend, reich-faserig. Stengel aufrecht, 20 bis 60 (80) cm hoch, vierkantig,wollig-zottig. Blätter gegenständig, gestielt, herzförmig-dreieckig, stumpf oder spitz, grob, meist doppelt gesägtoder kerbsägig, oberseits fast kahl, unterseits besondersan den Nerven langhaarig. Blüten in lang gestielten, blatt-achselständigen, geknäuelten Trugdolden. Verzweigungendes Blütenstandes zerstreut langhaarig und drüsig. Kelchfünfspaltig, 4 bis 5 mm lang, bei der Fruchtreife etwasvergrössert, mit eiförmigen, stumpfen Zipfeln. Blumen-krone 6 bis 8 mm lang, krugförmig, fast kugelig (Fig. 18b, c)mit kurzem Saum und gletchlangen Zipfeln, blassgelb.Kapsel bespitzt, 6 mm lang. Samen 1 mm lang. — V, VI,in höheren Lagen bis VII.
Fi£.18, Scrophularia vernalis L.M Habitus (>/;! natürl. Grösse), b, c Blüte.d, e Staubblätter.