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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Tafel 236.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Antiirhinum malus L. (pag. 19).

la. Blütenknospe im Längsschnitt.

1 b. Fruchtknoten und Kelch.

,, 1 c. Kapsel.

>, 1 d. Kapsel im Längsschnitt.

1 e. Same.

2. Antirrhinum Orontium L. (pag. 20).

2a. Blumenkrone der Länge nach aufgeschlitzt.

2b. Reife Kapsel.

,, 2c. Same von der Seite.

,, 2 d. Same von rückwärts.

Fig. 3. Scrophularia nodosa L. (pag. 33).

3 a. Wurzelstock.

,, 3 b. Blüte von vorn (vergrössert).

,, 3 c. Blüte im Längsschnitt (vergrössert).

3 d. Fruchtknoten und Kelch.

3 e. Reife Kapsel, geöffnet.

,, 4. Scrophularia canina L. (pag. 35).

4a. Blüte (vergrössert).

4b. Blumenkrone, vorn aufgeschlitzt (vergr).

4 c. Unreife Kapsel mit Kelch.

Diese Art ist im allgemeinen weniger verbreitet als die vorige. Sie fehlt z. B. in der norddeutschenEbene vollkommen und kommt nur in Westpreussen und Mecklenburg zufällig eingeschleppt vor. Auch imgrössten Teile von Westdeutschland, wie in Westfalen und in der Rheinprovinz, fehlt die Pflanze fast ganz;im Süden hingegen ist sie meist die häufigere der beiden Arten.

Allgemeine Verbreitung: West-, Süd- und Mitteleuropa, Kaukasus, Westasien.

Der Bastard Kickxia Ela tine Dum. X K. spuriaDum. ist in Braunschweig beobachtet worden.

DCLXXII. Chaenorrhfnum 1 ) Lange. Orant.

Einjährig oder ausdauernd. Stengel aufrecht oder aufsteigend, meist ästig. Blättereiförmig bis lineallanzettlich, ganzrandig, die unteren gegen-, die oberen wechselständig.Blüten gestielt, einzeln in den Achseln der oberen Blätter, oft zu Trauben angeordnet.Kelch ungleich fünfteilig. Blumenkrone zweilippig, am Grunde vorn lang gespornt; Ober-lippe gerade, die Unterlippe im Grunde ausgestülpt, aber den Schlund nicht verschliessend.Staubblätter vier, zweimächtig. Kapsel zweifächerig, mit ungleich grossen, zwei bis fünf-klappig aufspringenden Fächern. Samen eiförmig, unterbrochen längsleistig.

Die Gattung umfasst gegen 20 im Mittelmeergebiete und in Vorderasien verbreitete Arten; diegrösste Artenzahl findet sich auf der P_yrenäenhalbinsel. Cha enorrhinum origanif olium Lange mitbreit eiförmigen, gestielten Blättern und bis 15 mm langen Blüten aus den Pyrenäen wurde in der Schweiz ein-geschleppt beobachtet, ebenso im Hafen von Mannheim (1894).

28. Chaenorrhinum minus (L.) Lange (= Antirrhinum minus L., = Linäria minor Desf.,= Ch. viscidum Simk.). Kleiner Orant. Taf. 236, Fig. 5.

Einjährig. Stengel aufrecht, (2-) 5- bis 25- (40) cm hoch, meist reichästig, dicht drüsig-flaumig. Blätter drüsig-flaumig, sitzend, aus keiligem Grunde länglich-lanzettlich, ganz-randig. Blüten lang gestielt, in lockeren, beblätterten Trauben. Blütenstiele mindestens dreimalso lang als der Kelch. Kelch drüsig, fünfteilig, mit linealen, stumpfen Zipfeln, kürzer alsdie Blumenkrone, bei der Fruchtreife vergrössert. Blumenkrone 3 bis 6 mm lang, hell-lila,im Schlünde gelblich. Kapsel eiförmig, 4 mm lang. Samen schwarzbraun, 0,4 mm lang. VI bis IX.

An steinigen Stellen, auf Felsschutt, Aeckern, wüsten Plätzen, an Strassenrändern,auf Dämmen, in Weinbergen, besonders im Schotter der Flüsse und Eisenbahnen, aufMauern; von der Ebene bis in die höheren Voralpen (im Wallis bis 1980m, in Südtirol bis1500 m) verbreitet und meist häufig, mancherorts wie im bayerischen Walde jedoch fehlend.

>) Gr. yaiveiv [chainein] = klaffen und (,ig [rhfc], Gen. qivöq [rhinös] = Nase, ein dem NamenAntirrhinum analog gebildeter Name; wegen des nicht geschlossenen Schlundes.