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18. Linaria arvensis (L.) Desf. (= Antirrhinum arvense L.). Acker-Lein kraut. Fig. 10.Einjährig. Wurzel spindelig. Stengel aufrecht, 10 bis 30 cm
hoch einfach oder oft am Grunde ästig, kahl. Laubblätter kahl, blau-grün, lineal-lanzettlich, einnervig, spitz, ganzrandig, die unteren zu vierquirlig, die oberen wechselständig. Blüten in armblütigen, anfangskopfigen, später sehr verlängerten Trauben. Blütenstiele sehr kurz,samt der Blütenstandsachse und den Kelchen drüsig behaart. Trag-blätter lineal, stumpf. Kelch tief fünfteilig, mit linealen Zipfeln. Blumen-krone mit dem Sporn 4 bis 7, ohne diesen 1 bis 3 mm lang, blaulila;die Oberlippe zweilappig, aufgerichtet, der Sporn kegelig, nach vorngebogen. Kapsel länger als der Kelch (Fig. 10c), verkehrt-eiförmig.Samen flach, flügelig berandet (Fig. lOd). — VII bis IX.
Auf Kartoffeläckern, unter dem Getreide; ziemlich verbreitet.
In Deutschland ziemlich allgemein verbreitet, fehlt jedoch im grösstenTeile des nordwestdeutschen Flachlandes, ebenso im nördlichen Teile von Ost- undWestpreussen, in der bayerischen Hochebene und in den Alpentälern. In Oester-reich in Schlesien und Böhmen ziemlich verbreitet, in Mähren nur im südwestlichenLandesteile, hier jedoch häufig; in Niederösterreich nur im Waldviertel. Fehlt in denAlpenländern vollständig. In der Schw eiz ebenfalls nur vorübergehend eingeschlepptund im Wallis ganz fehlend.
Allgemeine Verbreitung: Oestliche Pyrenäenhalbinsel,Corsica, Sardinien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, 'Oesterreich-Ungarn, Balkanhalbinsel.
Fi&r. 10. Linaria arvensis(L.)Desf. a Habitus der blühen-
19. Linaria Simplex (L.) DC. (= Antirrhinum simplex Willd.). de " Pflanze (»/« nat. Gross*).
* v ' # v . . r ' b Stück des Fruchtstandes.
Einfaches Leinkraut. Fig. lld bis g. c Fruchtkapsel mit stiel
d Samen.
Einjährig. Wurzel spindelig. Stengel 10 bis 40 cm hoch,aufrecht, einfach oder am Grunde einzelne Aeste erzeugend, unten kahl, oben drüsig-flaumig.Laubblätter lineal, einnervig, gegen die Spitze allmählich verschmälert, ganzrandig, blau-grün, die untersten gegen-, die übrigen wechselständig. Blüten in wenigblütiger, anfangskopfiger, später verlängerter Traube. Blütenstiele sehr kurz, gleich der Blütenstandsachseund dem Kelch dicht drüsenhaarig. Tragblätter lineal. Kelch fünfspaltig, mit lanzettlichenZipfeln. Blumenkrone klein, mit dem Sporn 6 bis 8 mm lang, hellgelb, an der Röhre undder Oberlippe fein violett gestreift; Oberlippe zweilappig, an den Seiten zurückgeschlagen.Kapsel verkehrt-eiförmig, länger als der Kelch (Fig. llf). Samen flach, knotig rauh,Hügelig- berandet (Fig. Hg). — VI.
Auf Aeckern; einzig in der Schweiz zerstreut und meist vorübergehend. InDeutschland angeblich an der belgischen Grenze zwischen Eupen und Limburg undeingeschleppt im Hafen von Mannheim (1894). Fehlt in Oesterreich vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäenhalbinsel, Südfrankreich, Italien, Balkan-halbinsel, Krain.
20. Linaria bipartita 1 ) Willd. Zweiteiliges Leinkraut. Fig. IIa bis c.
Einjährig. Wurzel spindelig. Stengel aufrecht, 20 bis 50 cm hoch, einfach oderwenigästig, kahl. Laubblätter wechselständig, kahl, blaugrün, lineallanzettlich, einnervig,spitz, ganzrandig. Blüten in endständigen, dichten Trauben. Blütenstiele doppelt so langals der Kelch, gleich der Blütenstandsachse zerstreut drüsenhaarig. Kelch fünfteilig; Kelch-
') Lat. bipartitus = zweiteilig; nach der Gestalt der Oberlippe.