i
21
(In der Schweiz). — L. saxätilis Hoff mg. et Link aus Portugal mit linealen, dicht behaarten, im unterenTeile des Stengels vierquirligen Blättern, mit niederliegendem Stengel und lebhaft gelben, im Schlünde dunkelpunktierten Blüten (Bei Altona und bei Liegnitz in Schlesien). — Linaria triphylla (Jacq.) Hai. aus den Mittel-meerländern mit breit ovalen, ganzrandigen Blättern, aufrechtem Stengel und weisslichen Blüten mit gelbemGaumen und violettem Sporn (Bei Mannheim). — L. spärtea (L.) Hoffmannsegg et Link aus der Pyrenäen-halbinsel mit wechselständigen, kahlen, Schmallinealen, fleischigen Blättern, aufrechtem, kahlem Stengel undmit grossen gelben Blüten (Vielfach in Brandenburg). — L. purpürea (Mill.) aus Mittel- und Süditalien mit bis70 cm hohem, aufrechtem, kahlem Stengel, unten gegen-, oben wechselständigen lineallanzettlichen Blätternund in dichter Traube stehenden, lebhaft violetten Blüten (In Schlesien, Tirol und in Böhmen). — L. pildsa(Jacq.) DC, der L. Cymbalaria ähnlich, aber reich behaart (Bei Freiburg und an den Rochers de Naye in derSchweiz). — Im Hafen von Mannheim wurden überdies L. chalepensis (L.) Mill., L. Pelisseriäna DC ,L. villösa (L.) DC, L. rubrif ölia DC., L. pinifdlia (Poiret) Thell. (= L. reticuläta [Sm.] Desf.)',L. versicolorMoench, L. supina (L.) Desf. und L. thymifolia (Vahl) DC, sowie der Bastard L. striata
DC.
X L.1.
vulgaris Mill. vorübergehend beobachtet.
Blätter langgestielt, rundlich nierenförmig, gelappt. Blüten einzeln, in den Blattachseln lang gestielt.
L. Cymbalaria nr. 25.1*. Blätter eiförmig bis lineal, sitzend. Blüten in Trauben..............2.
2. Grundfarbe der Blüten violett oder bläulich.................. 3.
2*. Blüten gelb, meist mit dunkelgelbem Gaumen.................. 6.
3. Fast alle Blätter zu vieren quirlständig, lanzettlich bis verkehrt-eilanzettlich. Stengel liegendoder aufsteigend. Blüten blauviolett, meist mit orangegelbem Gaumen .......L. alpina nr. 16.
3*. Nur die unteren Blätter quirlig oder alle wechselständig. Stengel aufrecht ....... 4.
4. Blüten einfarbig, blauviolett, mit dem Sporn 18 bis 20 mm lang . . . . L. bipartita nr. 20.4*. Blüten bläulich, dunkler gestreift...................... 5-
5. Blüten mit dem Sporn 15 bis 20 mm lang, in lockeren Trauben. Samen ungeflügelt (Fig. 9d)
L. Monsp essulana nr 1/.5*. Blüten sehr klein, mit dem Sporn höchstens 7 mm lang. Samen geflügelt (Fig. lOd)
L. ar vensis nr. 18.
6. Die unteren Blätter gegen- oder quirlständig. Blüten sehr klein, mit dem Sporn höchstens 8 mm lang
L. simplex nr. 19.
6*. Alle Blätter wechselständig. Blüten grösser.................. 7-
/. Blätter lederig, eiförmig bis lanzettlich, blaugrün bereift...... L. geni s tif olia nr. 24.
7*. Blätter meist nicht lederig, lineallanzettlich bis lineal............... 8.
8. Pflanze stark bereift. Stengel locker beblättert. Blütentrauben locker . . L. odora nr. 21.
Pflanze nicht bereift. Blütentrauben dicht. Stengel dicht beblättert......... 9.
Blätter am Rande etwas umgerollt mit oberseits etwas eingedrücktem Mittelnerv. Blütenstand
oft drüsig behaart. Blüten mit dem Sporn bis 33 mm lang..........L. vulgaris nr. 23.
9*. Blätter am Rande nicht umgerollt. Mittelnerv oberseits nicht eingedrückt. Blütenstand stets kahl.Blüten mit dem Sporn höchstens 20 mm lang.................L. Italica nr. 22.
16. Linaria alpina (L.) Miller (= Antirrhinum alpinum L.). Alpen -Leinkr aut.
Taf. 235, Fig. 3.
Zu Verschreikraut (Ostalpen), Immernicht [wohl missverstanden aus „Nimm-mir-nichts" ; gegenden Milchzauber !] (Kärnten) vgl. Beschreikräutig für L. vulgaris pag. 25.
Ausdauernd. Wurzelstock fädlich, im Geröll kriechende, beblätterte Ausläufertreibend. Stengel liegend oder aufsteigend, 5 bis 10 cm hoch, kahl. Blätter 3- bis 4-quirlig, kahl, bläulich bereift, lanzettlich bis verkehrt-eilanzettlich, ganzrandig, spitz. Blütenin wenigblütiger, gedrungener, endständiger Traube. Blütenstiele etwa so lang wie derKelch. Tragblätter lanzettlich, etwas länger als die Blütenstiele. Kelch tief 5-spaltig, mitlanzettlichen, stumpflichen Lappen. Blumenkrone ohne Sporn 8 bis 15 mm lang, meistlebhaft violett mit orangegelbem Gaumen. Oberlippe tief 2-spaltig, zurückgeschlagen, Spornverlängert, kegelig, gerade. Kapsel 5 bis 7 mm lang. Samen flach, oval, schmalhäutigberandet (Taf. 235, Fig. 3a). — VI bis VII.
An steinigen, felsigen Stellen, besonders aber im Felsschutt der Alpen und des Juraund mit den Schutthalden allgemein bis in die Täler herabsteigend; steigt im Wallis bis
8*.9.