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Auf buschigen Plätzen, an Waldrändern, in Holzschlägen. Einzig in Oesterreichim südlichen Mähren bei Neuhäusl a. d. Thaya, im östlichen Niederösterreich und sehr zerstreut
in Unterkrain. Eingeschleppt in Oberösterreich bei Marchtrenknächst Wels. Fehlt in Deutschland und der Schweiz voll-ständig.
Allgemeine Verbreitung: Oesterreich-Ungarn, Serbien,Podolien, Kleinasien, Armenien.
10. Verbascum phlomofdes l ) L. (= V. rugulösum Willd.).Gemeine Königskerze. Fig. 5.
Pflanze zweijährig. Wurzel spindelförmig-ästig. Stengel auf-recht, bis 1,5 m hoch, fast stets einfach, dicht wollig filzig. Blättergekerbt, dicht gelblich sternhaarig - filzig, mit unterseits vor-tretendem Adernetz; die unteren kurz gestielt, breit elliptisch, inden Stiel verschmälert, die mittleren und oberen herzförmig,zugeschweift bespitzt, am Grunde am Stengel, aber nicht biszum nächst unteren Blatte, herablaufend. Blüten zu 2 bis 5gebüschelt in anfangs gedrungener, später verlängerter meisteinfacher Traube. Blütenstiele kurz, gleich dem Kelch dichtfilzig. Blumenkrone radförmig, 3 bis 5 cm breit, hellgelb. Staub-blätter ungleich lang, die beiden längeren kahl, mit weit herab-laufenden Antheren, die Staubfäden etwa H/2 bis 2 mal so langals die Antheren; die drei kürzeren mit nierenförmigen, nichtherablaufenden Antheren und dicht weisswolligen Staubfäden.Griffel keulig (Fig. 5b). Kapsel länger als der Kelch, bis 10 mmlang. — VII bis IX.
An sonnigen, steinigen Plätzen, in Holzschlägen, auf Heiden,Fi S 5. verbascum phiomoides - Kiesgruben, im Schotter der Flüsse; mit Ausnahme der
L. a, a\ Habitus, b Frucht. o '
Küstengebiete der Nord- und Ostsee verbreitet.
Diese Art erreicht in Deutschland ihre Nordwestgrenze an der Linie Bergen a.D. — Salzwedel —Domitz — Grabow; fehlt auch im nördlichen Ostpreussen; in Westpreussen vornehmlich im Weichseltale. InMittel- und Süddeutschland fast überall häufig. In Oesterreich ziemlich verbreitet, in den höheren Alpen-tälern jedoch vielfach fehlend, in Tirol nur im Süden. In der Schweiz nur auf der nordschweizer. Hochebene.
Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa (mit Ausnahme des höheren Nordens),Kaukasus.
Aendert wenig ab. Bemerkenswertere Formen sind: var. cuspidätum Woerlein. Stengelblättersehr wellig, fast faltig, besonders die obern in eine lange Spitze zugeschweift (Häufig.). — var. sessile Neilr.(= V. nemorösum Schrad.). Stengelblätter mit herzförmigem Grunde sitzend, nicht herablaufend (Seltener).
11. Verbascum crassiföliutn 2 ) Lam. etDC. (= V. montänum Schrad.). Berg-Königskerze.
Pflanze zweijährig. Stengel aufrecht, bis über Im hoch, einfach, dicht filzig. Laubblätteroberseits dünn filzig, unterseits dicht gelblich filzig mit stark vortretendem Adernetz; die unterenbreit elliptisch, in den kurzen Stiel allmählig verschmälert, die mittleren und oberen eiförmig, amGrunde kurz herablaufend, zugespitzt; alle seicht gekerbt. Blüten bis je 5 gebüschelt, kurz
*) Von phlömis, griech. Pflanzenname, von Linne auf eine Labiatengattung bezogen, deren meisteArten dicht filzig behaart sind.
2 ) Lat. crässus = dick und fölium = das Blatt, also dickblätterig.