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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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in pyramidaler, rispig-ästiger Traube. Blütenstiele etwas länger als die Kelche, wie diesedicht weissfilzig. Blumenkrone hellgelb, radförmig, 10 bis 14 mm breit. Staubfäden ungleichlang, alle fünf dicht weisswollig. Antheren nierenförmig, nicht herablaufend. - VI bis IX.An Waldrändern, Rainen, Wegrändern, im Schotter der Flüsse; vornehmlich auf kalk-freiem Boden bis in die Voralpentäler (im Engadin bis ca. 1800 m) verbreitet.

Allgemeine Verbreitung: England, Schweden, ganz Mitteleuropa, Nordspanien,Korsika, Italien, Dalmatien, Montenegro, Bosnien, Herzegowina, Serbien, Rumänien, Süd-russland, Kaukasus, Kleinasien.

In Deutschland in ganz Süd-und Mitteldeutschland verbreitet und selbst noch in der norddeutschenEbene inWestfalen, Mecklenburg, Pommern, Westpreussen, auch bei Hamburg und auf Rügen, auf den friesischenInseln aber fehlend und in Ostpreussen nur eingeschleppt. In Oesterreich und in der Schweiz verbreitet.

Von Abänderungen ist nur zu erwähnen: f. älbum (Mill.) Celak. (= V. Moenchii Schultz).Blüten weiss. So nicht selten, mancherorts sogar vorherrschend, so bei Elbogen in Böhmen, im südlichsten Tirolund südlichen Tessin; in Ost-und Westpreussen noch nicht beobachtet. Unter allen Verbascum-Arten kommt V.Lychnitis am häufigsten mit weissen Blüten vor. f. bracteätum Conradt (= f. bracteosum Hausm.) mitdurchblätterter Rispe (Lychen in Ostpreussen, Tirol, Schladming in Steiermark).

8. Verbascum pulverulentum J ) Vill. (= V. floccosum Waldst. et Kit.). Flockige

Königskerze. Fig. 4.

Pflanze zweijährig. Wurzel spindelförmig-ästig. Stengel aufrecht, bis 1 m hoch, obenrispig-ästig, besonders oben dichtfilzig mit abfälligem Filz. Laubblätter alle ganzrandig,oberseits dicht sternhaarig-grauflaumig, unterseits dick weiss kerbfilzig mit später inFlocken sich ablösendem Filz; die grundständigen Blätter sehr kurz gestielt, verkehrt-eiförmigbis verkehrt-eilänglich, zugespitzt, in den Stiel verschmälert, die unteren Stengelblätterden grundständigen gleichgestaltet, die mittleren und oberen breit eiförmig, mit abge-rundetem Grunde sitzend, plötzlich zugespitzt. Blüten zu 2 bis 5 gebüschelt, in ästigerRispe mit bogig aufrecht-abstehenden Aesten. Blütenstiele etwa doppelt so lang als derKelch, wie diese dick weissfilzig. Blumenkrone 14 bis 20 mm breit, hellgelb. Alle fünfStaubfäden weisswollig; Antheren nierenförmig, nicht herablaufend (Fig. 4b). VII, VIII.

An sonnigen, steinigen Stellen, Wegrändern; nur im Westen und Süden des Gebietes.

In Deutschland im Elsass und in der Rheinprovinz, hier besonders im Moseltale häufig, seltenerim Nahe- und Rheintal. In Oesterreich verbreitet im südlichen Tirol, ferner in Krain bei Tschernembl,Laibach und im unteren Savetale sowie im südöstlichen Steiermark; adventiv auch bei Innsbruck und Imst inTirol und bei Grammat-Neusiedl in Niederösterreich. In der Schweiz besonders im Gebiet des Jura, fernerim Berner-Mittelland, in der Waadt und im Tessin. Ausserdem adventiv bei Mannheim (Waldhof 1909), inBayern (beim Südbahnhhof München, bei Schieissheim 1904, Triesdorf im Bez. Ansbach 19C6).

Allgemeine Verbreitung: West- und Südosteuropa.

9. Verbascum speciösum Schrader. Prächtige Königskerze.

Pflanze zweijährig. Wurzel spindelförmig, ästig. Stengel kräftig, 60 cm bis 2 m hoch,oben rispig-ästig, sternhaarig-filzig. Laubblätter alle ganzrandig, durch den angedrücktenSternfilz graugrün; die grundständigen länglich oder elliptisch, gegen den Grund zu allmählichstielartig verschmälert, stumpf oder spitz, die unteren Stengelblätter elliptisch, mit verschmälertemGrunde sitzend, die folgenden allmählich an Grösse abnehmend, die obersten mit herzförmigemGrunde mit angewachsenen Oehrchen sitzend, geschweift zugespitzt. Blüten bis zu 5 gebüschelt,in meist reichästiger Traube mit steif aufrechten Aesten. Blütenstiele ungefähr so lang wieder Kelch, gleich diesem dicht sternhaarig-filzig. Blüten radförmig, 13 bis 26 mm breit,hellgelb. Alle fünf Staubfäden ungefähr gleich lang, dicht weisswollig; Antheren nieren-förmig, nicht herablaufend. Kapsel walzlich. VI bis VIII.

') Lat. staubig, bepudert: von pulvis = Staub.