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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Unterlippe, Arten der nordamerikanischen Gattungen Pentstemon 1 ) mit röhrig-zweilippigen, roten oder violettenBlüten und Chelöne sowie Arten der heimischen Gattungen Verbascum, Antirrhinum, Mimulus, Digi-talis, .Linaria und Veronica (vgl. unten). Seltenere Zierpflanzen sind Rehmännia 2 ) Chinesis Fisch,et Mey. aus China mit einzeln stehenden, zweilippigen, weissen ; violett geäderten Blüten, Torenia 3 )Asiatica L.aus Indien mit grossen, violetten Rachenblüten, Alonsöa linearis Ruiz et Pavon und A. petioläris Ruizet Pavon aus den Anden mit in Rispen stehenden roten Blüten, Nemesia 4 ) strumosa Benth. vom Kap mitgrossen, orangegelben Blüten mit vier kleinen, nach aufwärtsgerichteten und einem weit grösseren unteren Lappen,sowie endlich der strauchige Phygelius Capensis E. Mey. aus Südafrika mit grossen, tiefroten Blüten-rispen. Schöne mit Hilfe von Blattstielranken kletternde Schlingpflanzen sind die Arten der Gattung Maurän dia r ')Ort. aus Mexiko mit grossen roten, blauen und weissen Blüten.

Adventiv wurden im Gebiet abgesehen von den unten genannten Vertretern heimischer GattungenBellärdia Trixägo (L.) All. (= Bärtschia Trixago L., = Trixago Apula Stev.) aus den Mittelmeerländernbei Solothurn in der Schweiz sowie einige amerikanische Calceolaria-Arten als Gartenflüchtlinge beobachtet,so Calceoläria hybrida L. in Tirol, C. chelidonio l'des H. B. et Kth. bei München, in der Schweiz, imHafen von Mannheim und C. s c abios ae fl ör a Sims in der Schweiz; vorübergehend auch Collin sia bicolorBenth. bei Neuhaldensleben (Prov. Sachsen) und bei Arco in Südtirol, Pentstemon gläber Pursh beiZürich, Pentstemon levigätus Ait. bei Orlowep in Ostpreussen, Pentstemon crassifolius Lindl. beiMannheim und Maurändia 5 ) Barkleyäna Lindl. aus Mexiko bei Zürich.

1. Staubblätter fünf. Blumenkrone radförmig.......... Verbascum DCLXVIII.

1*. Staubblätter zwei bis vier........................ 2.

2. Pflanzen mit grünen Laubblättern . .................... 3.

2*. Pflanze ohne grüne Laubblätter, mit weissem oder rosenrotem, beschupptem Stengel.

Lathraea DCXC.

3. Blüten mit 2 Staubblättern........................ 4.

3*. Blüten mit 4 Staubblättern........................ 5.

4. Blumenkrone radförmig, seltener zweilippig mit im unteren Teile der Röhre eingefügten Staub-blättern. Stengel beblättert (nur bei V. aphylla, einer wenige cm hohen Alpenpflanze, scheinbar blattlos)

Veronica DCLXXIX.

4*. Blumenkrone zweilippig mit im oberen Teile der verlängerten Röhre eingefügten Staubblättern.

Hohe Staude mit fast blattlosem Schaft und grundständiger Blattrosette. Nur in Kärnten. Wulfenia DCLXXX.

5. Nur zwei Staubblätter mit fruchtbaren Antheren, an den beiden anderen die Antheren verkümmert.

Gratiola DCLXX.5*. Alle vier Staubblätter fruchtbar...................... 6.

6. Alle Blätter und Blütenstiele grundständig, verkehrt-lanzettlich, ganzrandig. Limosella DCLXXVII.

6*. Stengel beblättert oder die Blätter fiederspaltig................7.

7- Blumenkrone am Grunde gespornt.....................8.

7*. Blumenkrone nicht gespornt....................... 11.

8. Schlund der Blumenkrone nicht völlig geschlossen............... 9.

8*. Schlund der Blumenkrone vollkommen geschlossen............... 10.

9. Blüten fast sitzend, in verlängerten Aehren . . . ..... Anarrhinum DCLXX11I.

9*. Blüten ziemlich lang gestielt, in lockeren Trauben..... Chaenorrhinu m DCLXXII.

10. Kapsel mit Klappen oder Löchern aufspringend. Pflanzen kahl oder im Blütenstand drüsenhaarig

Linaria DCLXX.Kapsel sich mit einem Deckel öffnend (Fig 16b). Pflanzen behaart . . . Kickxia DCLXX1.Blumenkrone maskiert, d. h. ihr Schlund durch eine Ausstülpung der Unterlippe geschlossen.

Antirrhinum DCLXIX.

Blumenkrone nicht maskiert....................... 12.

Alle Blätter wechselständig und ungeteilt.................. 13.

Wenigstens die unteren Blätter gegenständig oder die Blätter fiederspaltig...... 14.

Blumenkrone weitröhrig-glockig. Blüten in Trauben....... Digitalis DCLXXXI.

13*. Blumenkrone präsentiertellerförmig. Blüten in Doldentrauben .... Erinus DCLXXXII.14. Blüten in zusammengesetzten, blattwinkelständigen oder zu Rispen zusammengesetzten Trugdolden.

Scrophularia DCLXXV.') Von ntVTB fünf und azr)jiav [ stemon] = Faden, Staubfaden.

2 ) Nach dem russischen Staatsrat J. Rehmann, gest. 1836.

3 ) Nach Linnes Schüler Olaf Torea.

4 ) NsfAeoia, griech. Name für Antirrhinum.

5 ) Nach der Botanikerin Maurandy in Cartagena.

10*11.

11*

12.12*13.