Eisen und seine Salze.
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tur sollen, mit 10 com Liq. Kai. acet. geschüttelt, 3—4 cemätherische Schicht abscheiden).
Ferrum sulfuratum, Eisensulfür, FeS, Schwefel-eisen, wird künstlich erhalten durch Zusammenschmelzender berechneten Mengen Eisen und Schwefel. GraueMassen, die sich in verdünnter Salzsäure unter Sehwefel-wasserstoffentwicklung lösen.
Ferrum sulfuricum crudum, Roher Eisenvitriol,grüner Vitriol, Vitriolum Martis, besteht im wesent-lichen aus FeS0 4 -f- 7 H 2 0. Er wird technisch aus Eisen-kies, EeS 2 , gewonnen, indem man diesen durch Kosten inSchwefeleisen umwandelt und dieses an feuchter Luft sichoxydieren läßt, FeS -f- 4 0 = FeS0 4 ; die Masse wird mitWasser ausgelaugt und bis zur Kristallisation eingedampftDer rohe Eisenvitriol ist ferner Nebenprodukt bei derFabrikation des Alauns (S. 124) sowie des Zementkupfers(S. 104), woher seine Bezeichnung Kupferwasser oderKupferrauch rührt.
Grüne Kristalle oder kristallinische Bruchstücke, welchemeist etwas feucht und an der Oberfläche weißlich bestäubtsind. Er gibt mit 2 Teilen Wasser eine etwas trübe, sauerreagierende Flüssigkeit von zusammenziehendem, tinten-artigem Geschmack.
Prüfung. Die wässerige Lösung soll einen erheb-lichen Bodensatz nicht absetzen und nur Spuren vonKupfer enthalten; Nachweis mit H 2 S in saurer Lösung.
Ferrum sulfuricum, Ferrosulfat, FeS0 4 -[- 7H 2 0,Reiner Eisenvitriol, wird, hergestellt, indem man 2TeileEisen mit einer Mischung aus 3 Teilen Schwefelsäure und10 Teilen Wasser unter Erwärmen löst.
Fe -f H 2 S0 4 + 7 H 2 0 = [FeS0 4 + 7 H 2 0] + 2 H.Die warme Lösung filtriert man in 6 Teile Weingeist, saugtdas abgeschiedene Kristallmehl ab, wäscht es mit Wein-geist aus und trocknet es schnell bei gelinder Wärme imdirekten Sonnenlicht (S. 130). Hellgrünes, kristallinisches,an trockener Luft verwitterndes Pulver, das sich in 1,8 TeilenWasser mit bläulich-grüner Farbe löst. Diese Lösung gibtmit Kaliumferricyanidlösung einen tiefblauen, mit Barium-nitratlösung einen weißen, in Salzsäure unlöslichen Nieder-schlag.