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1 (1914) Anorganische Chemie
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Blei und seine Salze.

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einen weißen, in Salzsäure unlöslichen Niederschlag.Durch Natronlauge wird in ihr zuerst eine Fällunghervorgerufen, durch einen Überschuß der Lauge ent-steht eine klare, farblose Flüssigkeit, in der durchSchwefelwasserstoff ein weißer Niederschlag erzeugtwird.

Prüfung. Auf Eisen, Biei, Aluminium (mit über-schüssigem Ammoniak), Schwermetalle (mit H 2 S), Am-moniak (mit Natronlauge), Salpetersäure (mit HS0 4undFeS0 4 ), Chloride (mit AgN0 3 ), freie HS0 4 (Schüttelnmit Weingeist; Filtrat wird mit Wasser verdünnt und mitLackmus geprüft; Weingeist löst Schwefelsäure, Zinksulfatnicht).

Blei und seine Salze.

Bleierze kommen sehr verbreitet in der Natur vor, diewichtigsten sind der Bleiglanz, PbS, Bleiocker, PbO,Weißbleierz, PbC0 3 , Rotbleierz, PbCr0 4 , Grünblei-erz, Pb 3 (P0 4 ) 2 und Vitriolbleierz, PbS0 4 .

Zur Gewinnung von metallischem Blei dient namentlichder Bleiglanz. Man schmilzt ihn entweder mit Eisen(Niederschlagarbeit), wobei nach der Gleichung

PbS-f Fe = Pb + FeSdas Blei frei wird, oder man unterwirft ihn dem Röst-prozeß. Durch die Einwirkung der Luft entstehen Blei-oxyd und Bleisulfat, die sich mit noch unzersetztem Blei-glanz zu Blei und Schwefeldioxyd umsetzen, Reaktionen,die sich durch folgende Gleichungen veranschaulichen lassen:PbS + 30 = PbO + S0 2 ,2 PbO + PbS = 3Pb + S0 2 .

PbS + 40 = S0 4 Pb,S0 4 Pb -f PbS = 2Pb 4- 2S0 2 .Blei wird in enorm großen Mengen technisch verwendet;da es von Schwefelsäure nur sehr wenig angegriffen wird,dient es unter anderem zur Darstellung cler Bleikammernin den Schwefelsäurefabriken. In seinen Verbindungen trittes zwei- und vierwertig auf.

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