Magnesium und seine Salze.
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Es löst sich in verdünnter Schwefelsäure zu einer Flüssig-keit, welche nach Zusatz von Ammoniumchloridlösung undüberschüssigem Ammoniak mit Natriumphosphatlösungeinen weißen, kristallinischen Niederschlag gibt (MgNH^PO^).
Prüfung. Wasser, mit MgO gekocht und erkalten ge-lassen, darf nur schwach alkalisch reagieren und beim Ver-dampfen nur wenig Rückstand hinterlassen (Na 2 C0 3 ). MitEssigsäure entwickele sie nur wenig Kohlensäure. AufCalcium (Wasser, mit MgO geschüttelt, trübe sieh mitAmmonoxalat nur schwach). Auf Schwermetalle (mitH 2 S), Eisen (mitKaliumferroeyanid), Sulfate (mit Barium-nitrat), Chlor (mit Silbernitrat).
Magnesiunichlorid, MgCl 2 , Magnesium chloratum,findet sich in den Kalisalzlagern Mitteldeutschlands ingroßen Mengen im Carnallit (s. o. S. 92). Es dient zurDarstellung von Salzsäure, beim Überleiten von überhitztemWasserdampf über Magnesiumchlorid spaltet sich das Chlorals Chlorwasserstoff ab, als Nebenprodukt erhält man Ma-gnesiumoxyd, vgl. S. 8, 92.
Magnesiumchlorid bildet weiße Kristalle, die an feuchterLuft infolge der hygroskopischen Eigenschaften des Salzesschon nach sehr kurzer Zeit zerfließen.
Schwefelsaures Magnesium, MgS0 4 + 7H 2 0, Bitter-salz, kann auf verschiedene Art und Weise gewonnenwerden; entweder durch Behandlung von Magnesiumcarbo-nat mit verdünnter Schwefelsäure. Vielfach behandelt manauch Dolomit, MgC0 3 -f- CaC0 3 , mit verdünnter Schwefel-säure; das dabei sich bildende, in Wasser gelöst bleibendeMagnesiumsulfat wird dann nach beendigter Reaktion vondem so gut wie unlöslichen Gips getrennt. Zurzeit werdengroße Mengen des Salzes aus dem Kieserit, MgS0 4 -\- H 2 0,gewonnen; dieser wird mit viel Wasser kürzere Zeit unterDruck oder sehr lange bei gewöhnlichem Druck erhitzt,wobei er in das leicht lösliche Sulfat mit 7 MolekülenKristallwasser übergeht. Etwa vorhandenes Eisen wird beiallen diesen Verfahren ähnlich wie beim Calciumphosphat(S. 89) durch Chlor oxydiert und dann durch Zusatz vonMagnesiumhydroxyd als Eisenhydroxyd gefällt.
Magnesium Sulfuricum, Magnesiumsulfat,bildet kleine, farblose, an der Luft kaum verwitternde,