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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalle»

K o C0, = 2KAs0

2K 3 As0 8

co 2 ,

3C0

rat 1786 zuerst darstellte. Die Lösung wird bereitet,indem man 1 Teil arseniger Säure mit 1 Teil Kalium-carbonat und 2 Teilen Wasser (nicht mehr!) bis zurLösung kocht und dann nach Zusatz von 50 TeilenWasser, 12 Teilen Weingeist und 3 Teilen Lavendel-spiritus das Ganze mit Wasser auf 100 Teile auffüllt.Das Präparat enthält l°/ 0 arsenige Säure in Form vonmetarsenigsaurem Kalium KAs0 2 und orthoarsenig-saurem Kalium K 3 As0 3 , die vielleicht nach den Glei-chungen

As.jOgAs 2 0 8 + 3K a CO s =entstehen.

Prüfung. Auf Arsentrisulfid (Salzsäure darf dieLösung nicht fällen,

~2K 3 AsS 3 -f 6HC1= As 2 S 3 + 6KC1 +3H 2 S),auf Arsensäure (AgN0 3 erzeuge in der neutralisiertenLösung keinen rotbraunen Niederschlag). Gehaltsbe-stimmung s. Bd. III.

Kohlensaures Kalium, Kaliumcarbonat, K 2 C0 3 ,wurde in früherer Zeit ausschließlich aus der Asche vonLandjjflanzen- gewonnen. In waldreichen Gegenden, Ruß-land, Ulyrien, Ungarn, Nordamerika, wurde Holzasche mitWasser ausgelaugt, die Lauge eingedampft, um fremdeSalze (Kaliumsulfat, Kaliumphosphat) zu entfernen, unddie Mutterlauge wieder zur Trockene eingedampft; derRückstand wurde in Töpfen geglüht (daher die BezeichnungPottasche). Diese rohe Pottasche, Cineres clavellati,war von grünlich-weißer Farbe und enthielt noch großeMengen, bis 25°/ 0 , von anderen Salzen.

Aus den Waschwässern der Schafwollwäschereien ge-winnt man Pottasche, indem man sie zur Trockene ver-dampft, den Rückstand glüht, mit Wasser auslaugt unddiese Lösung wieder eindampft.

Die Rückstände, welche bei der Gewinnung von Melasse-spiritus aus der Rülxnzuckermelasse verbleiben (die sog