Kalium und seine Salze.
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kalium (mit ein wenig Eerrosulfat, 1 Tropfen Eisen-chloridlösung und Natronlauge erwärmt, dann mit HCl an-gesäuert, darf keine Blaufärbung auftreten, Berlinerblau-reaktion, vgl. S. 14); auf jodsaures Kalium (die mitkaltem, ausgekochtem Wasser bereitete Lösung darf mitStärkelösung und verdünnter Schwefelsäure sich nicht blaufärben, 5HJ -)- HJ0 3 = 6 J -j- 3H 2 0); auf einen zu hohenGehalt an Chloriden, Bromiden (löst man 0,2 g in2 com Ammoniak und fügt 13 com l /io normale AgN0 3 -Lösung hinzu, darf in dem vom AgJ abfiltrierten Filtrat,das das Chlorsilber enthalten würde, HN0 3 nur eineschwache Trübung von AgCl erzeugen; auch darf die Lösungsich nicht dunkel färben, infolge Bildung von Ag 2 S ausKaliumthiosulfat K 2 S 2 0 3 :
K 2 S 2 0 3 + 2 ÄgN0 3 = Ag 2 S 2 0 3 + 2 KNO,,Ag 2 S 2 0 3 + H 2 0 = Ag 2 S -f H 2 S0 4 ).
Unterchlorigsaures Kalium, Kaliumhypo-chlorit, KCIO, entsteht bei der Einwirkung vonChlor auf verdünnte Kalilauge bei gewöhnlicher Tem-peratur neben Chlorkalium:
2C1 -f- 2K0H = KCIO -f KCl -f H 2 0.
Eau de Javelle, Javellewasser, das im Haus-halt viel angewandte Bleichmittel, wird durch Ein-wirkung von Kaliumcarbonatlösung auf Chlorkalk ge-wonnen ; von dem Niederschlag von Calciumcarbonatwird abfiltriert.
Ca(C10) 2 + K 2 C0 3 = 2 KCIO -f CaC0 3 .
Das Salz ist nur in wässeriger Lösung bekannt unddient als Keagens auf Anilin (s. Toxikologische Chemie).
Chlorsaures Kalium, KC10 3 , wird dargestellt:1. Durch Einwirkung von Chlor auf beiße kon-zentrierte Kalilauge, wobei Kaliumchlorid neben chlor-saurem Kalium entsteht.
6C1 + 6K0H = KC10 3 4- 5KCl 4- 3H 2 0.