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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalloide.

Stibium sulfuratum nigrum, Stibium sulfu-ratum nigrum laevigatum, Stibium sulfura-tum rubeum und Stibium sulfuratum auran-tiacum.

Sb 2 S 3 ,

Als Stibium sulfuratum nigrum, Spießglanz,findet das natürlich vorkommende Mineral An-wendung. Grausehwarze, strahlig kristallinische Stückeoder ein graues Pulver.

Prüfung. 2 g desselben sollen mit 20 ecm Salzsäureerwärmt und schließlieh unter Umrühren gekocht, sieh bisauf einen höchstens 0,02 g betragenden Rückstand auflösen(mineralische Beimengungen).

Stibium sulfuratum nigrum laevigatum, Ge-schlämmter Spießglanz, Sb 2 S 3 , wird gewonnen,indem man rohes Schwefelantimon schmilzt und vonden erdigen Verunreinigungen, die am Boden sichabsetzen, abfließen läßt (sog. Aussaigern). Zur Ent-fernung der stets vorhandenen Arsenverbindungenwird das Rohprodukt fein gepulvert, längere Zeit mitAmmoniakflüssigkeit behandelt und schließlich ab-filtriert, gewaschen und getrocknet. Grauschwarzes,glänzendes Pulver.

Stibium sulfuratum rubeum, Mineralkermes,

wird dargestellt, indem man 25 Teile krist. Soda und

1 Teil geschlämmten Spießglanz mit 250 Teilen Wasser

2 Stunden lang unter Ersatz des verdampfendenWassers kocht, heiß filtriert; das aus dem Filtrat nachdem Erkalten abgeschiedene rote Pulver wird abge-saugt, ausgewaschen und bei gelinder Wärme ge-trocknet. Rotbraunes Pulver mit kleinen Kristallen,hauptsächlich aus einem Gemisch von Antirnontri-sulfid mit Antimonoxyd bestehend.