Antimon,
Andrerseits wieder gibt es Verbindungen, in denen dasAntimon vollkommen die Rolle eines Metalles spielt, z. B.das Antimontrichlorid, SbCl 3 , das als das Antimonsalz derSalzsäure betrachtet werden kann.
In seinen Verbindungen tritt das Antimon drei-wertig oder fiinfwertig auf, ganz ähnlich wie Phosphorund Arsen. Der in. Antimonverbindungen bisweilenauftretende einwertige Rest — Sb = 0 führt den Namen„Antimonyl"; vgl. Organischer Teil: BrechWeinstein.
Antimontrichlorid, Antimonchlorür, SbCL,wird durch Kochen von Antimontrioxyd oder Antimon-trisulfid mit konzentrierter Salzsäure erhalten.Sb 2 0 3 -f 6 HCl = 2 SbCl 3 -J- 3H 2 0.Sb 2 S 3 -f- 6HCl = 2SbCl a -f 3H 2 S.
Die Lösung wird durch Asbest filtriert, eingedampftund der Rückstand destilliert. In der Vorlage scheidetes sich als weißliche, weiche, butterähnliche Masseab, woher auch die alte Bezeichnung ButyrumAnthnonii, Antimonbutter, rührt.
Der früher offizinelle Liquor stibii chlorati wurdedurch Auflösen von Antimonchlorür in verd. Salz-säure dargestellt; er enthält 33 °/ 0 SbCl 3 ; spez. Gewicht1,34—1,35.
Löst man Antimontrichlorid in der eben hinreichen-den Menge verdünnter Salzsäure und fügt dann Wasserhinzu, so fällt ein weißer Niederschlag, bestehend auswechselnden Mengen Antimonoxychlorid SbOCl undAntimontrioxyd Sb 2 0 3 , das sog. Algarothpulver, aus.
Während die übrigen Sauerstofiverbindungen keinearzneiliche Anwendung finden, sind die Schwefelver-bindungen von großer Wichtigkeit. Es seien erwähnt
wir*,. -,*
-4$