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1 (1914) Anorganische Chemie
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Arsen. - 43

mit Wasser entsteht die Arsensäure, H 3 As0 4 , diebeim Eindampfen der Lösung als weißes, schwachhygroskopisches Pulver zurückbleibt. Die Arsensäuregeht, ganz ähnlich wie die Phosphorsäure, beim Glühenunter Wasserverlust in Pyroarsensäure, H 4 As 2 0 7 , dieseweiter in Metaarsensäure HAsQ 3 über; beides weiße,in Wasser lösliche Massen.

2H 3 As0 4 H 2 0 = H 4 As 2 0,;

H 4 As,0, H 2 0 = 2HAs0 3 .

Von den Schwefelverbindungen des Arsens sindhervorzuheben das Arsentrisulfid As 2 S 3 und dasArsenpentasulfid As 2 S B . Beide Verbindungen stellenin reinem Zustande gelbe Pulver dar und finden sichbisweilen als gefährliche Verunreinigungen in einigenPräparaten (Sulfur depuraturn und praeeipitatum,Stibium sulfuratum aurantiacum u. a.) Über denNachweis von Arsen in Arzneimitteln siehe diese selbstund auch Bd. III.

Der arsenigen Säure H 3 As0 3 und der ArsensäureH 3 As0 4 entsprechen die sulfarsenige Säure H 3 AsS 3und die Sulfarsensäure H 3 AsS 4 . Salze dieser beiden,in freiem Zustande nicht bekannten Säuren entstehenbeim Erwärmen von Arsentrisulfid bzw. Arsenpenta-sulfid mit Alkalisulfiden oder mit Ammoniumsulfid.Versucht man aus den Lösungen durch Salzsäure diefreien Säuren darzustellen, so tritt augenblicklichZerfall in die Sulfide und in Schwefelwasserstoff ein.

As 2 S 3 -f 3 (NHJ 2 S = 2 (NH 4 ) 3 AsS 3 ;

As 2 S 5 + 3(NH 4 ) 2 S = 2 (NH 4 )AsS 4 ;2H 3 AsS 3 = As 2 S 3 -f- 3H 2 S.2H 3 AsS 4 = As 2 S 6 -[- 3H 2 S.