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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalloide.

Das nach dem ersteren Verfahren gewonnene Sublimat,das sog.Gif tmehl", wird, nachdem es in großen, 100 bis200 Meter langen konischen Röhren, denGiftfängen",sich abgesetzt hat, nochmals aus eisernen Retorten um-sublimiert und das Sublimat in großen Kammern verdichtet;In diesen setzt es sieh in Form einer glasig-durchscheinen-den Masse an den Wänden an, die in Stücke zerschlagenwird und so das Arsenigsäureanhydrid in Stücken liefert.Diese Modifikation ist anfangs glasig und durchscheinend.Beim Aufbewahren geht diese glasartige, amorphe Modifi-kation allmählich in eine porzellanartige, undurchsichtigeüber, die Stücke bedecken sich mit einem weißen Staub,der aus winzig kleinen Oktaedern besteht.

Arsenige Säure H 3 As0 3 , die als solche frei noch nichtisoliert worden ist, ist wahrscheinlich in der wässerigen Lösungenthalten, die man beim Kochen von Arsentrioxyd mit Wassererhält. Beim Eindampfen dieser Lösung und Trocknen desRückstandes zerfällt das Hydrat wieder in Wasser und dasAnhydrid. Die Salze der arsenigen Säure heißen Arsenite.

Acidiim arscnicosum, Arsenige Säure, As 2 0 3 ,Arsenicum album, bildet weiße, porzellan- oderglasartige Stücke oder ein weißes Pulver, das in 15Teilen heißem Wasser sich langsam löst. Bei vor-sichtigem Erhitzen im Reagenzrohr gibt arsenigeSäure ein weißes, aus glasglänzenden Oktaedern oderTetraedern bestehendes Sublimat, beim Erhitzen aufder Kohle verflüchtigt sie sich unter Verbreitung einesknoblauchartigen Geruches.

Prüfung. Auf Schwefelarsen (HCl erzeugt in derammoniakalischen, mit Wasser verdünnten Lösung einegelbe Fällung oder Färbung von As 2 S 3 ), auf Gips, Kreide,Schwerspat (Flüchtigkeit beim Erhitzen).

Gehaltsbestimmung s. Bd. III.

Arsenpeiltoxyd, Arsensäureanhydrid, As 2 0 5 ,entsteht bei der Oxydation von Arsentrioxyd mitstarker Salpetersäure, Eindampfen und schwachesGlühen des Rückstandes. Beim Kochen der Lösung