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Metalloide.
sich nicht wieder oxydieren; diesen Verlust ersetzt mandurch Einlaufenlassen von Salpetersäure in den Glover-turm.
Die in den Bleikammern sich ansammelnde Säure,die Kammersäure, enthält 62—70°/ 0 H 2 S0 4 ; man dampftsie zunächst in Bleipfannen ein, bis sie 77% H 2 S0 4 ent-hält (Pfannensäure). Die weitere Konzentration geschiehtin innen vergoldeten Platinkesseln. An deren Stelle werdenauch Apparate von Stein oder Porzellan angewandt; Guß-eisen ist ebenfalls anwendbar, aber nur für Säure, diestärker ist als 93%. Die so erhaltene Säure kommt alsrohe Schwefelsäure, englische Schwefelsäure, inden Handel mit durchschnittlich 92% HaSO^.
Bleikammern sind seit ungefähr 1750 in Anwendung;in den letzten Jahrzehnten stellt man durch das sog. Kon-taktverfahren zunächst S0 3 dar, indem man S0 2 mitLuft bei 400°—450° über platinierten Asbest oder bei600° über Eisenoxyd leitet; das sich bildende Schwefel-trioxyd wird von konzentrierter Schwofelsäure absorbiert;aus dieser so erhaltenen Lösung läßt sich durch Zusatz vonWasser Schwefelsäure von beliebiger Konzentration her-stellen. Das Kontaktverfahren dient namentlich zur Her-stellung von hochprozentiger Säure und von rauchenderSchwefelsäure, während verdünntere, bis 60%ige Säure,wie sie z. B. für die Soda- und Pottaseheindustrie gebrauchtwird, heute noch nach dem Bleikammerverfahren gewonnenwird.
Acidum suliurieum crudum, Bolie Schwefel-säure, Englische Schwefelsäure, Vitriolöl,stellt eine in der Regel dunkelgefärbte, ölige Flüssig-keit dar; spez. Gewicht mindestens 1,825, entsprechendmindestens 91% H 2 S0 4 .
Prüfung. Auf Arsen (mit Zinnchlorür).
Acidum sulfurieum, Reine Schwefelsäure.Die rohe Säure enthält als wesentliche VerunreinigungenBleisulfat, Verbindungen des Arsens, Stickoxyd undschweflige Säure. Arsen entfernt man durch Aus-