Sauerstoff.
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Die der Salzsäure und der Broniwasserstoffsäure ent-sprechende Jodwasserstoffsäure, eine Lösung von Jod-wasserstoff, HJ, in Wasser, findet kaum arzneiliche Anwen-dung. Von großer Wichtigkeit sind aber einige Salze dieserSäure, vgl. Kaliumjodid, Natriumjodid, Ferrum jodatum.
Jodsäure, HJ0 3 , wird durch direkte Oxydation von Jodmit rauchender Salpetersäure gewonnen.
6 J -f IOHNO3 = 6HJO3 + 2H 2 0 -f 10NO.
Sie bildet farblose, in Wasser lösliche Kristalle, die alsReagens auf Morphin benutzt werden, durch das sie zuJod reduziert wird; vgl. toxikologische Chemie.
Salze der Jodsäure entstehen ganz analog den Salzender Bromsäure und Chlorsäure bei der Einwirkung von Jodauf heiße Laugen (Kalilauge, Natronlauge, Barytmileh, Kalk-milch); vgl. die Darstellung von Jodkalium S. 56. Ganzanalog der Reaktion zwischen Bromsäure und Brom-wasserstoff (S. 12) verläuft die Reaktion zwischen Jodsäureund Jodwasserstoff; enthält Jodkalium auch nur Spurenvon jodsaurem Kalium, so färbt sich auf Zusatz von ver-dünnter Schwefelsäure zu der wässerigen Lösung diese durchdas frei werdende Jod gelb.
KJO3 -[- 5KJ -f 3H„S0 4 = 6 J -f 3H 2 0 + 3K 2 S0 4 .
Sauerstoff.
Geschichte. Sauerstoff wurde von Priestley 1774entdeckt, fast gleichzeitig, im Jahre 1775, fand ihn Scheele.
Sauerstoff hat in neuerer Zeit vielfach medizinischeAnwendung gefunden, z. B. bei Asthma zum Inha-liren, auch dient er, in geeignete Atmungsapparategebracht, dazu, bei Unglücksfällen den Rettungsmann-schaften den Aufenthalt in einer nicht atembarenAtmosphäre zu ermöglichen, z. B. Feuerwehrleuten beiBränden, in Bergwerken bei Grubenexplosionen usw.
Der für solche Zwecke benutzte Sauerstoff wird technischim großen dargestellt und kommt dann in komprimiertemZustande in Stahlbomben in den Handel. Von den teeh-