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In Deutschland zerstreut im südlichen und mittleren Gebiet; im nördlichen seltener, z. B. in Schlesien,im Rhein- und Moselgebiet (am Niederrhein bei Maaseyck und bei Limburg), Brandenburg (bei Lebus, Rathe-now, Zehdden etc.), Sachsen, Posen (Schrimm, Inowrazlaw und früher bei Schubin) und Westpreussen (beiFlotow, Pr. Stargardt, Karthaus, Kisin, Marienwerder, Kulm). Fehlt aber vollständig im nordwestdeutschenFlachland, in Schleswig-Holstein, Westfalen (wahrscheinlich), Mecklenburg, Pommern und gegenwärtig inOstpreussen.
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (nördlich bis Schweden)^Kaukasusländer, Ural.
Aendert wenig ab: f. albiflörus Thielens. Blüten rein weiss (Selten). — f. virescens Casp.Blüten grünlich-weiss (Westpreussen). — f. daphneöl eus Beauverd (Bulletin de l'Herbier Boissier. VI [1908],pag- 87). Lippe ohne braune Flecken. Aeussere Perigonblätter vergrünt. Blüten angenehm nach Daphneriechend (Chambesy bei Genf). -— f. integrilobus Sabransky (Allg. botan. Zeitschr. 1906, pag. 94). Mittel-lappen der Lippe verkürzt, vollständig ungeteilt, vorn abgerundet. Seitenlappen gleichfalls fast um die Hälftekürzer als beim Typus (Aschbach in Steiermark). Ausserdem sind einige Missbildungen (Stengel mit 3 Blütenähren,äussere Perigonblätter lippenartig verbreitert) bekannt geworden. — Diese leicht kenntliche Art tritt gern aufden trockenen, grasigen Heidewiesen (auch auf den Oehmdwiesen) auf, in Gesellschaft von Hippocrepis comosa,Anthyllis, Asperula cynanchica, Ophrys muscifera (Bd. II, pag. 329), Sanguisorba minor, Thesium intermedium,Crepis alpestris, Galium boreale, Biscutella levigata, Trifolium montanum, Salvia pratensis usw.
684. Orchis tridentätus Scop. (= O variegätus All. = O. Simia Vill. nee Lam.,Taüricus Lindl.). Dreizähniges Knabenkraut. Fig. 421.
O.
Ausdauernd, 12 bis 40 cm hoch. Knollen länglich bis kugelig. Stengel hellgrau,zuweilen hin- und hergebogen, oberwärts etwas kantig, am Grunde mit eng anliegenden.Scheidenblättern. Laubblätter 5 bis 6, das oberste ge-wöhnlich etwas über der Mitte stehend, unter der Aehreblattlos. Blütenstand anfangs kegelförmig, zuletzt rundlich-eiförmig oder ± verlängert (bis 10 cm lang und 3,5 cmbreit), mit + zahlreichen, heller oder dunkler violett-rosaroten, fast fleischfarbenen oder weisslichen (seltenganz weissen), kaum riechenden Blüten. Tragblätterspitz bis lang zugespitzt, 1-nervig, am Grunde hellgrün-lich, nach der Spitze zu rötlich überlaufen, bis fast solang als der Fruchtknoten. Helm lila, länglich, seltenereiförmig, spitz oder zugespitzt. Aeussere Perigonblättereiförmig-lanzettlich, nach der Spitze hin verschmälert, amGrunde häufig verwachsen, meistens mit 2 purpurrotenNerven; die seitlichen innern Perigonzipfel x / 2 bis 3 /4so lang als die seitlichen äusseren, frei oder nicht seltenbis zur Hälfte mit den äussern verwachsen. Lippe drei-spaltig (Fig. 421c), 8 bis 10 mm lang, so lang bis etwaslänger als die Perigonblätter, weisslich oder ± hellviolett,nach dem Grunde zu blasser, mit dunkelvioletten Punktenoder kahl. Seitenlappen länglich, nach vorn gewöhnlichverbreitert, etwas gezähnelt; der Mittellappen grösser,verkehrt-eiförmig, plötzlich verbreitert, gezähnt. Spornzylindrisch, wenig gekrümmt, nach abwärts gerichtet,über 1 [s so lang als der Fruchtknoten (Fig. 421 b). — V, VI.
Stellenweise auf trockenen Wiesen, in Weinbergen, Fig. 421. Orchis tridentätus Scop.
-r-» 11.. TT"« r J "\T7 i u a Habitus ( 2 k natürl. Grösse), b Einzelblüte
an grasigen Bergabhangen, unter Kiefern oder Wacholder- mit Fruchtknoten und Tr.gbiatt. , Li PP e.
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