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Ziiigiber-Arten (namentlich von Z. officinäle Rose, ferner von Z. cassamunar Rose, Z. Zerumbet Rose.[besonders auf Java], Z. Miöga Rose, [in Japan]) wird in den Tropen seit uralten Zeiten (in Jamaika wurden schonim Jahre 1547 22 000 Zentner ausgeführt) ein beliebtes Gewürz, Ingwer, hergestellt. Die Droge (RhizomaZingiberis) besitzt einen sehr hohen Gehalt an ätherischem Oel. Cürcuma longa L., die Gelbwurzel, inSüdasien einheimisch, liefert die Droge Rhizoma Curcumae, C. zedoäria Roscoe (wahrscheinlich in Vorder-indien einheimisch) liefert die Zittwerwurzel (Rhizoma Zedoariae) und Alpinia officinärum Hance(China) Rhizoma Galängae. Die Samen von Amömum (Aframömum) Melegueta Rose. (Küsten vonWestafrika), welche einen feurig-aromatischen, pfefferartigen Geschmack besitzen,gelangen als Paradieskörner (grana s. semen Paradisi, auch Melegueta-Pfeffer ge-heissen) in den Handel. Die ölreichen Früchte von Elettäria CardamömumWhite et Maton liefern die offizinellen Cardamomen, genauer Malabar-Carda-momen (Fructus Cardamomi), die ein wertvolles Gewürz darstellen und auchzur Herstellung von Oel verwertet werden können. Aus dem Rhizom mehrererCurcuma-Arten wird ein Mehl gewonnen. Als Zierpflanzen werden bei uns inWarmhäusern verschiedene Arten der Gattung Hedychium (H. GardneriänumRose, H. Roxbürghii Blume, H. cocci'neum Buchan.-Hamilt.), Kaempferia(Stengel stark verkürzt), Roscöea, Cöstus undGlöbba (in den BlütenständenBulbillen tragend) gezogen. — Von den Cannaceen wird bei uns seit langemals herrliche Blatt- und Blütenpflanze namentlich C. Indica L. (Fig. 415), dasBlumenrohr, franz.: Balisier, Canne d'Inde, Faux Sucrier; engl.: Indian Shoot, inWestindien und Guyana einheimisch, in zahlreichen Rassen und Hybriden (vgl. Bd. I.pag. CXLII) in Gärten gezogen (Vermehrung durch Teilung der Stöcke). Blütenstand eine einfache, ziemlich lockere Traube. Blüten oft zu 2 beieinanderstehend.Perigonblätter und Staminodien am Grunde zu einer kurzen Röhre verbunden.C. edülis Ker-Gawl. (Peru) wird wegen ihres stärkehaltigen Rhizoms in West-indien und Australien (Arrow-root von Queensland) kultiviert. — Von \ denMarantaceen wird namentlich aus den stark verdickten Ausläufern von derechten oder westindischen Pfeilwurz Maranta arundinäcea L. das westindischeArrow-root (Amylum Marantae oder westindischer Salep) gewonnen. Als Zier-pflanzen finden sich in Gewächshäusern gelegentlich verschiedene, meist bunt-blätterige Vertreter der Gattungen Calathea, Phrynium, Thalia (besondersT. dealbäta Fräser aus Nordamerika) Maranta und Ischnosiphon etc.
31. Farn. Orchidäceae 1 ). Knabenkräuter.
Perennierende Kräuter von sehr verschiedener Tracht, mitGrundachse oder mit meist paarigen, oft kugeligen oder handförmig-geteilten Knollen (Fig. 416 a, b). Stengel einfach. Laubblätterspiralig oder zweizeilig angeordnet, + breit, ungeteilt, oft mitstengelumfassendem Grunde, parallel- oder bogennervig, bei verschiedenen Saprophyten zubraunen, scheidenförmigen Schuppen reduziert. Blütenzwitterig, in den Winkeln schuppiger oderlaubblattartiger, zuweilen gefärbter Tragblätter zu ährigen, traubigen oder rispigen Blütenständenvereinigt, seltener einzeln, endständig, der Anlage nach medianzygomorph (später zuweilenasymmetrisch werdend). Blüte durch Drehung (Resupination) des Fruchtknotens um 180°gewöhnlich so orientiert, dass die hintere Hälfte zur vordem wird. Blütenhülle in der Regelhomoiochlamydeisch, korollinisch, aus 2 dreizähligen Kreisen bestehend, in ihrer Ausbildungsehr mannigfach, oft wunderbar gefärbt. Das unpaare (ursprünglich hintere), oft andersgestaltete und stets grössere I J erigonblatt des innern Kreises, die Lippe (labellum), ist durchDrehung meist nach vorn und abwärts (seltener wie z. B. bei Nigritella, Epipogium, Malaxis,Liparis nach aufwärts) gerichtet, häufig gespornt oder mit einer sackartigen Höhlung
') Gr. ögzig (örchis) = Hoden, wegen der Aehnlichkeit vieler Orchideenknollen mit Hoden. Der Name„Orchis" wird bereits von Dioskorides als Bezeichnung einer Pflanzenart erwähnt. — Für ein eingehenderes, kritischesStudium der einheimischen Orchideenwelt ist vor allem zu empfehlen : Schulze, Max. Die Orchideen DeutschlandsDeutsch-Oesterreichs und der Schweiz. Jena, Gera-Untermhaus 1904, sowie dessen Nachträge in den Mitteil.des Thüring. botan. Vereines (1897, 1902, 1904) und in der Oesterreich. botan. Zeitschrift (1898, 1899).
Fi^. 415. Canna Indica L.«Habitus. £ Fruchtbares Staub-blatt.
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