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Tafel 67.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Tarnus communis. Männliche Pflanze(Habitus).„ la. Männliche Blüte.,, Ib. Fruchtstand.„ 2. Galanthus nivalis. Habitus.
Fig. 2 a, 2 b. Staubblätter (von beiden Seiten).
„ 3. Leucoium vernum. Habitus.
„ 3a. Androeceum und Gynaeceum.
„ 4. Narcissus pseudonarcissus (Blütenstengel).
„ 5. Narcissus poeticus (Blütenstengel).
Welt sind die Gattungen Cn'num (80 bis 100 Arten), Hypöxis und Curculfgo eigen, während im tropischen undsubtropischen oder wärmeren Amerika die Gattungen Alstroemeria, Agave (vgl. pag. 317), Fourcroya, Bomärea,Zephyränthes, Hymenocällis, Euchäris, Chlidänthus, Hippeästrum etc. mit zahlreichen Arten vorkommen. Fürdas wärmere Mexiko, Texas etc. sind die Gattungen Cooperia, Sprekelia, Brävoa, Beschorneria, Poliänthes zuerwähnen. Ein weiteres Entwicklungszentrum mit den Gattungen Phaedranassa, Bomärea, Urceolina, Conantheraetc. liegt im andinen Südamerika. Für das tropische und extratropische Australien kommen die GattungenEürycles, Doryänthes (in der Tracht an Dracaena erinnernd), Calostemma etc. in Betracht. Ausser den Tropenund Subtropen sind es besonders die Steppengebiete, in welchen die Familie reichlicher entwickelt ist, so dasKapgebiet und das südliche Afrika (hier die Gattungen Buphone, Clivia, Strumäria, Hessea, Haemänthus [reichtallerdings vereinzelt bis ins aequatoriale Afrika], Nerine, Amaryllis [nur 1 Art: A. belladonna], Brunswigia,Vallöta, Cyrtänthus, Cyanella etc.), das Mittelmeergebiet (Sternbergia, Pancrätium, Galanthus [ca. 5 Arten imöstlichen Gebiet], Lapiedra, Narcissus), Vorderasien (Ixiolirion), das trockene Westaustralien (Phlebocarya, Macro-pfdia, Conöstylis [mit über 30 Arten], Blancöa, Tribonänthes, Anigosänthus etc.) und das Innere von Brasilien.
1. Wenigblütige Zwiebelpflanzen........................ 2.
1*. Pflanze ohne Zwiebel. Blätter starr, dickfleischig, eine grundständige Rosette bildend.
Blütenstand kandelaberartig, vielblütig (bis 14 000 Blüten)............Agave CLXXIX.
2. Perigon mit Nebenkrone. Blüten stieltellerförmig, mit Röhre . . . . Narcissus CLXXVIII.2*. Perigon ohne Nebenkrone. Blüten glockenförmig, nickend............. 3.
3. Perigonblätter nahezu gleichlang, weiss, an der Spitze mit gelblichem oder grünem Fleck.
Leucoium CLXXVII.
3*. Die 3 äussern Perigonblätter ganz weiss, abstehend und länger als die 3 innern; die letztern an
der Spitze mit grünem Fleck.....................Galanthus CLXXVI.
CLXXVI. Galanthus 1 ) L. Schneeglöckchen.
Die Gattung umfasst 5 Arten, die ausser nr. 666 auf das östliche Mittelmeergebiet beschränkt sind.
666. Galanthus nivalis L. Gemeines Schneeglöckchen. Franz.: Perce-neige,Galantine, Galantine d'hiver, Clochette d'hiver, Niveole; engl.: Snowdrop; ital.: Foraneve,Bucaneve; tschech.: Podsneznik, Cibulkä. Taf. 67, Fig. 2, Fig. 403 m, Fig. 406 und 407 e bis k.
Das Schneeglöckchen hat seinen Namen von der frühen Blütezeit, oft wenn noch Schnee denBoden bedeckt, erhalten: Sneeklocke, Schneeklökskes (Untere Weser, Westfalen usw.), Schneeglöckerl(Bayern, Oesterreich), Schnee gl öggli (Schweiz), manchmal auch ohne weiteres Gl öckerl (Wien), Glecker-lain (Krain: Gottschee). Aehnliche Namen sind: Sehne e tropf erl (Oberösterreich), Schneetröpfle(Schwaben): Schneegake (Schlesien), Schneegukerchen (Weichsel-Delta); Schneef eigerl (Nieder-ost errei c h) ; Schneekaterl (Oesterreich; vgl. auch Leucoium und Anemone nemorosa!). Zu den nieder-
eutschen Bezeichnungen Nakenäsken, Naakääsken (Westfalen); näkend Wiefke [Weibchen], witteief kes (Ostfriesland) vgl. ähnliche Namen von Colchicum autumnale (Bd. II, pag. 196)! Ebenfalls auf die
ruhe Blütezeit beziehen sich Märtenblöme (Ostfriesland), Mer zeblüemli, Mä rzaglög gli, Merze-volleli (Schweiz, Schwaben); Amseleblüeme [Amsel als Vogel des Frühlings!] (Schweiz). Minder poetischfür die liebliche Pflanze klingen Lausblume, Lausbüschel des Steiermärkers.
Perigons.
') G r. -;ä?.a [gäla] = Milch und gr. üwDog [änthos] = Blüte; nach der milchweissen Farbe des