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2. Monocotyledones 2 (1907)
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Bubani), ein kleines, endemisches Kraut der Hochpyrenäen, mit herzförmigen Blättern und fl achen, ungeflügeltenSamen. Verschiedene Arten der Gattungen Dioscorea werden ihrer stärkereichen Knollen (diese sind Reserve-stoffbehälter undWurzelträger", die der Pflanze die Ausbildung eines reichlichen Wurzels_ystems ermöglichen)wegen in den Tropen im Grossen kultiviert und bilden stellenweise besonders in China, Japan, auf denFidschi-Inseln, auf Neu-Guinea und auf den Samoa-lnseln ein Hauptnahrungsmittel der Eingebornen. DieKnollen, die wie Kartoffeln genossen werden, enthalten einen bitteren Stoff, welcher sich aber durch Waschenleicht entfernen lässt. Der Nährwert der Yams-Knollen ist allerdings bedeutend geringer als bei den Kartoffeln.Der Stärkegehalt variiert ausserdem sehr bedeutend (von 9°/o bis 25 °/o). Ebenso enthalten die Knollen sehrviel Wasser (bis 71 °/ 0 )- Die am meisten kultivierte Art ist die Yamswurzel, Igname, Brotwurzel oder chinesischeKartoffel Dioscorea batätas Decaisne, franz.: Igname (I. de Chine et du Japon), welche im östlichen Asienbeheimatet ist. Versuche, sie in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in Mitteleuropa anzubauen, sind missglückt;selbst in Paris will die Kultur nicht recht reüssieren. Als eine besonders ertragreiche Art ist der Flügel-Yams(D. aläta L.) zu bezeichnen, dessen Knollen eine Länge bis 100 cm und ein Gewicht von 15 bis 50 Kilogrammerreichen können. Als weitere in Kultur genommene Yams-Arten sind D. bulbff era L., D. triloba Lam, (imtropischen Amerika), D. Abyssinica Höchst., D. Japönica Thunb., D. triphylla Schimp., D. pentaphyllaL.(in Java), D. dumetdrum Pax zu nennen.Aehnlich verhält sich auch die interessante Elephantenfuss- oderSchildkrötenpflanze Testudinäria elephäntipes Salisb. (= Dioscorea elephantipes Graebner), franz.: Piedd'elephant, aus dem Kapland. Das stärkereiche Rhizom (es wurde früher von den Bewohnern Südafrikas genossenund daher alsHottentottenbrot" bezeichnet) ist mit einer sehr dicken, gefelderten Rinde überzogen und erreichtselbst in der Kultur ganz kolossale Dimensionen (bis 3 m Umfang und 300 Kilogramm Gewicht). Die Knollen,die durch eine eigenartige Verdickung der Sprossachsen zustande kommen und auch Wurzelhaare besitzen, habeneine sehr verschiedenartige Gestalt; zuweilen sind sie flach, kuchenähnlich, bald radial bald dorsiventral gebaut(letzteres dann, wenn sie auf der Oberseite Sprosse und auf der Unterseite Wurzeln erzeugen). Einige Artenweisen ein sekundäres Dickenwachstum (Cambium) auf. Mit diesen unterirdischen Knollen dürfen die sog.Luftknollen" oder Bulbillen, die sich bei vielen Arten in den Achseln der Laubblätter entwickeln und die dervegetativen Vermehrung dienen, nicht verwechselt werden. Bei D. macroüra Harms aus Kamerun erreichendiese die Grösse einer Kastanienfrucht und besitzen mehrere Vegetationspunkte. Nach Goebel (Flora, Bd. 95[1905] pag. 181) sind die Luftknöllchen nichts anderes, als durch mangelhafte Wasserzufuhr hervorgerufeneHemmungsbildungen. Verschiedene Arten (D. ebürnea, bicolor etc.) werden bei uns gelegentlich in Warm-häusern gezogen. Wie die Commelinaceen besitzen auch die Dioscoreaceen einen lateral stehenden Kotyledound einen terminalen V egetationspunkt (Annäherung an die Dikotyledonen!). Früher schrieb man ihnen sogar2 Kotyledonen zu. Verschiedene im Schatten wachsende Arten zeigen in Anpassung an den Standort blau-glänzende Laubblätter (die blauen Lichtstrahlen werden durch eine Art Filter zurückgehalten!).

CLXXII. Tämus 1 ). L. Schmerwurz.

Ausser nr. 645 gehört nur noch T. edülis Lowe von den Kanarischen Inseln zu dieser Gattung.

645. TatTIUS communis L. Gemeine Schmerwurz. Franz.: Tamier, Dame, Sceaude la Vierge, Sceau de Notre-Dame, Herbe aux femmes battues, Racine vierge; engl.:Black Bryony, Black Bindweed, Lady'sSeal; ital.: Tamaso, Vite-nera, Bruscandolo, Cerasiola.

Taf. 67, Fig. 1 und Fig. 387 d bis m.

Der Name Schmerwurz (Schmer" = Fett, zu schmieren) rührt von der schmierigen, schleimigenBeschaffenheit der Wurzelknolle her, was besonders bei Querschnitten durch diese hervortritt. In der Schweiz(Waldstätten) nennt man die Pflanze daher auch Späckwürzä. Ebendort heisst dieses SchlinggewächsAebuch, Abheu [vgl. Epheu], Gwind.

Ausdauernd, 1 1 ß bis 3 m hoch. Stengel windend, seltener völlig aufrecht wachsendd. h. mehrere Sprosse sich gegenseitig umschlingend (f. st ans Murr). Grundachse knollig,von sehr verschiedener Form (je nach den Bodenverhältnissen), oft pfahlartig, kopfförmig,verzweigt oder abgeplattet, bis 20 oder 30 cm lang und 5 bis 10 cm dick, an der Ober-fläche mit dicker, brauner Korkschicht, gefeldert, auf dem Schnitt weiss oder gelblich-weiss,

') Der Name wird gewöhnlich von der bei Plinius erwähntenuva taminia". einer unbekannten rot-beerigen Schlingpflanze, abgeleitet. Neben Tarn US kommt vielfach auch die für richtiger geltende Schreib-weise T a m n u s vor.

Hegi, Flora.

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