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so lang als der Stengel. Blütenstand verlängert-zylindrisch. Blütenstiele abstehend oderetwas zurückgebogen, kürzer als die Blüten. Perigon der fruchtbaren Blüten apfelgrün,röhrig-walzlich (3 bis 4 mal länger als breit), mit enger Oeffnung undsehr kurzen, wenig gekrümmten, oft brandig schwarzen Zipfeln(Fig. 3/2b). Staubfäden über der Mitte der Perigonröhre eingefügt.Unfruchtbare Blüten zahlreich, in ziemlich dichter und langer Traube,fast keulenförmig (Fig. 372 c), abstehend oder hängend, kurz gestielt(ihr Stiel höchstens so lang als das Perigon). Kapselstiele 1 bis 1 l jz malso lang als die mit runden Klappen versehene Kapsel. — V, VI.
Ziemlich selten auf steinigen, sonnigen [Hügeln, in Feldern,in lichten Wäldern und Gebüschen; nur im östlichen Gebiet.
Diese Art gehört zu den charakteristischen Pflanzen der pontischen Flora,die von Ungarn her eingedrungen sind. In Deutschland tritt sie vereinzelt imnördlichen Thüringen auf, um Halle a. S. (nördlich bis Stassfurt), sowie vereinzelt inBayern (um Regensburg und Kappelberg bei Marktbreit; an letztem Orte auf einemLuzernenkleeacker, der früher Wald war). In Oesterreich vereinzelt in Nieder-österreich (auf dem Bisamberge, vom Leopoldsberge stellenweise bis Baden, imLeithagebirge), in Mähren (Znaim, Oslawan, Brunn, Polauer Berge, Dürnholz, Eis-grub, Nikolsburg) und in Böhmen (um Prag, westl. Eibniederungen, Teplitz-Saaz).Fehlt in der Schweiz vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Oestliches Deutschland undOesterreich, Ungarn, Siebenbürgen, Balkanhalbinsel, Südrussland,Kleinasien.
CLXV. Aspäragus 1 ) L. Spargel.
Kräuter oder Halbsträucher, mit unterirdischer, kurzer,
Fig. 372. Muscaritenui- , l-ij /~i
fiorum Tausch, a Habitus fleischiger, aus Fussstücken verschiedenen Grades gebildeter Grund-icta*« r ^ch S "L*frcht- achse (Fig. 374 s ,a), welche mit spiralig stehenden Schuppenblätternbare, c durch eine unfmcht- besetzte Schössling-e (Gemüsesparg-el) treibt, die über der Erde in ±
bare (geschlechtslose) Blute. .
d Querschnitt durch den reichverzweigte, bei vielen Arten kletternde Blütenstengel übergehen.Letztere gewöhnlich nur kleine, schuppenförmige, seltener auch dornigeBlätter tragend, in deren JAchseln entweder verlängerte Aeste oder aber Büschel vonunfruchtbaren, linealischen, nadelartigen oder pfriemenförmigen Zweiglein (Phyllokladien oderKladodien), bisweilen aber auch einzelne blattartig verbreiterte Zweige (bei der UntergattungMyrsiphyllum) stehen, neben welchen sich einerseits oder beiderseits einzelne Blütenstiele,Blütendolden oder Blütentrauben befinden (Fig. 374m). Blütenstiele axillär, am Grundeder Phyllokladien stehend. Blüten ziemlich klein, unscheinbar gefärbt, durch Fehlschlagengewöhnlich ± vollkommen zweihäusig (Fig. 374 c, d, 375 c), seltener ganz zweigeschlechtlich.Männliche Blüte mit einem unfruchtbaren Fruchtknoten (Fig. 374 c, 375 c), weibliche mitverkümmerten Staubblättern (Fig. 374 d). Perigon glockenförmig, tief 6-spaltig oder mitvollständig getrennten, gleichen Perigonblättern, frühzeitig abfallend, am Grunde in einefadenförmige, von dem Blütenstiele sich abgliedernde Röhre verschmälert (Fig. 375b).Staubblätter 6, über dem Grunde der Blütenhülle eingefügt (Fig. 374 e, f) und unten mit ihrverwachsen. Staubfäden faden- oder pfriemenförmig. Griffel kurz, mit 3 abstehendenNarben (Fig. 374 d). Frucht eine kugelige, wenig-samige (meist je 2 Samen in jedem Fach,zuweilen auch einsamig), rot gefärbte Beere (Fig. 374g). Samen niedergedrückt kugelig,mit schwarzer, runzeliger Schale (Fig. 374h, i, k).
') Gr. äonäQayog [aspäragos], Name des Spargels bei den Griechen von onaQfdco [spargäo] = sprosse.